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Tagesgeld und Festgeld Die Angst vor dem Strafzins geht um

Seit dem Wochenende zieht die erste Bank ihren Kunden Geld ab, wenn sie ein größeres Sparguthaben auf ihr Konto tragen. Die Bankenaufsicht will sich aber nicht einmischen. Werden Deutsche fürs Sparen bestraft?
03.11.2014 - 12:47 Uhr 35 Kommentare

Werden Strafzinsen bald zur Normalität?

Düsseldorf So sieht der Alptraum der deutschen Sparer aus: Wer sein Geld bei der Bank anlegt, muss dafür zahlen. Genau diese Befürchtung wurde dieses Wochenende Realität. Die Deutsche Skatbank konfrontierte als erste deutsche Bank ihre vermögenden Kunden mit sogenannten negativen Zinsen bei Tagesgeldern.

Und prompt schlagen Marktbeobachter Alarm. Bundesbank-Vorstandsmitglied Andreas Dombret warnt die deutschen Banken vor der Einführung von solchen Strafzinsen mit deutlichen Worten. Verbraucher damit zu schrecken, wäre „negativ für die Sparkultur“, erklärte Dombret auf der Handelsblatt-Tagung zur Bankenaufsicht, die am Montag in Mainz stattfindet.

Eine Entwarnung für die Sparer kann der Bundesbanker aber nicht geben. Die Entscheidung, ob Negativzinsen eingeführt werden, liege bei jeder Bank allein. Denn kein Sparer hat ein Recht auf positive Zinsen. „Die Aufsicht wird sich hier nicht einmischen“, betonte Dombret. Ob und für welche Beträge deutsche Institute die von der Europäischen Zentralbank (EZB) verlangten Strafzinsen an die Kunden weiterreichten, sei völlig unklar.

Zuletzt war die Sparquote der Deutschen auf 9,2 Prozent gesunken. Anfang der neunziger Jahre lag sie noch bei 12,7 Prozent. Die genossenschaftliche Deutsche Skatbank hatte ein Tabu gebrochen. Sie verlangt seit Samstag für Tagesgelder über drei Millionen Euro einen Strafzins von 0,25 Prozent, sieht davon aber Privatkunden kaum betroffen.

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    Nach den Vorstellungen des Raiffeisen- und Volksbanken-Verbandes BVR und des Sparkassenverbands DSGV soll der Tabubruch der Deutschen Skatbank ein Einzelfall bleiben. „Der BVR spricht sich weiterhin gegen negative Zinssätze für Einlagen von Privatkunden aus“, sagte eine BVR-Sprecherin vor wenigen Tagen. In Deutschland sei der Wettbewerb so intensiv, dass er Strafzinsen nicht zulasse, hatte ein DSGV-Sprecher gesagt.

    Asoka Wöhrmann, Chefanlagestratege der Deutschen Asset & Wealth Management, glaubt, dass das Beispiel der Skatbank trotz aller Warnungen Schule machen wird. „Das dürfte angesichts der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank bald keine Seltenheit mehr sein“, sagte Wöhrmann der Welt am Sonntag. „Dann wird hoffentlich jedem klar, dass es sich nicht lohnt, immer mehr Geld auf Sparkonten herumliegen zu lassen.“

    Auch Verbraucherschützer rechnen nicht damit, dass Millionen Sparern Negativzinsen für ihre Guthaben bei Banken und Sparkassen drohen. „Negativzinsen im großen Stil kann sich die Branche vor dem Hintergrund des Vertrauensverlustes durch die Finanzkrise nicht leisten“, sagte Christian Ahlers vom Verbraucherzentrale Bundesverband.

    Wo der Strafzins droht
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    35 Kommentare zu "Tagesgeld und Festgeld: Die Angst vor dem Strafzins geht um"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Stimmt nicht! Gemäß Haftungskaskade 100.000,- € pro Bank gemäß Auskunft der Bafin! Aktuelles Recht.. bis jetzt...

    • Das ganze ist doch nur heisse Luft!

      Wieder einmal ein kläglicher Versuch die deutschen dazu zu bringen Ihre Bilionen doch in Aktien zu Investieren, damit endlich eine Bereinigung der Aktienkurse stattfinden kann und möglichst viel "Privatgeld" damit vernichtet wird. Dass war schon immer das Ziel nach jahrelangen Börsenrallys. Gewerbliche und staatliche Anleger brauchen, um Kasse machen zu können immer schon das Geld der privaten Leute!

      Eine fundamentlose Angstmacherei?
      Stellen wir uns doch mal vor, irgendeine deutsche Bank würde soetwas für Guthaben ab z.B. 100.000 Euro einführen. Was würden Sie als Kunde dann machen.... entweder Sie heben das Geld ab und legen es unter Ihr Kopfkissen oder machen sonst was damit, oder Sie machen ein Konto bei einer anderen Bank auf, bei der es keine Strafzinsen gibt!

      Was denken Sie, wie würden es die anderen Kunden machen???!! Genauso...

      Ich bin mir sicher, aufgrund der Kapitaldecke der Banken wäre jede Bank innerhalb von max. 3 Werktagen Zahlungsunfähig, weil mindestens die Höhe der Eigenkapitalquote der Bank abgehoben worden wäre!

      Keine Bank würde dies riskieren!!

      Mit der "Skatbank" hat man eine Bank meiner Meinung nach beabsichtigt dafür ausgewählt. Ich bin mir Sicher, dass diese "Vereins-Bank" wahrscheinlich nicht mal einen Privatanleger geschweige den Fonds/Gewerbliche Anleger hat, der einen Betrag über 500.000,- € bei dieser Bank geparkt hatte.

    • Was islamisches Banksystem und Kommunismus nicht geschafft haben -Draghi und die EU schaffen es. freie Güter wie Luft und Wasser werden immer teurer - Geld wird ein freies Gut, das man umsonst erhält oder noch bei Geldaufnahme mit negativem Zins belohnt wird. die politiker verstehn diese Welt und erklären sie uns auch - ich verstehe sie nicht.

    • @Herr Norbert Wolter:

      …»der Besitz physischer Edelmetalle wird verboten…«
      Dann würde Gold erst richtig teuer, siehe Prohibition, Drogen, usw.;–))

    • "Die Bankenaufsicht will sich aber nicht einmischen."

      Darf die BAFin das überhaupt?

      Wenn Banken nicht mehr die ihr anvertrauten Gelder zurück geben können, dann sind sie normalerweise schlicht Pleite. Und die BAFin soll das Recht haben, wegzuschauen?

      Dann sollte man die BAFin gleich mit schließen.

    • Da irren Sie sich!
      "Gesichert" sind 100.000 pro Person. Durch die Bankenvernetzung sind faktisch alle Konten bekannt. Verteilen und ruhig schlafen ? Kann zum Albtraum werden

    • Sparen lohnt sowieso nicht mehr:

      siehe SPD: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/nach-abkommen-zum-bankdaten-austausch-spd-politiker-will-kapitalsteuern-erhoehen/10922866.html

      Jeder der Eigenverantwortung zeigt, wird in diesem Politiker-Selbstbedienungsladen nur noch abgezockt.

    • Also wird das System n i e baden gehen !!!!!!!!

      Und @ Herrn Josef Schmidt:
      Lassen Sie bitte die Panikmache hier im Forum!

    • @ G. Nampf: Keine Ahnung, wen du meinst. Aber es ist sogar noch besser ....

      Mit Mitte 40 werde ich meine ich Altersvorsorge/Fuck-you-Money (> 10 Mio. €) abgeschlossen haben, kann in den Ruhestand gehen und mein Geld (allokiert und professionell gemangt von einer individuellen VV) für mich arbeiten lassen.

      Als Privatier mit abgeschlossener Altersvorsorge auf der eigenen Finca in warmen Regionen Südeuropas ist dann mein einziger Gedanke ... wie verbessere ich mein Golf-Handicap. Ansonsten wird das Savoir-vivre zusammen mit der jungen First Lady und Muse in aller Ruhe genossen.

      Entweder man hat den Beruf bei der IB gelernt und kann Geld mit Geld verdienen bzw. aus Geld mehr Geld machen, oder eben nicht. That`s all.

      Also immer schön die Augen auf bei der Berufswahl (und nicht so enden wie unser Müllerchen). Jeder ist sein eigenes Glückes Schmied, und bekommt das was er verdient. C´est la vie.

      Ende der Korrespondenz.


      Grüße aus Downtown-Mainhattan. Der schönsten Stadt Deutschlands. And the heartbeat of financial €urope and HQ of Super-Mario.

      Carl Icahn Jr.
      - selbst. Börsenhändler -
      Algo- und System-Trading

    • Leider nicht.

      Kohle abheben auf mehrere Währungen verteilen und sicher deponieren.

      Rest auf mehrere Banken auf mehrere Länder bis max. 100k besser 50k pro Konto verteilen.

      Die nächste Bankenkrise steht vor der Tür und da werden schon die Sparer wie in Zypern drauf zahlen. Das wird auch Schockwellen an der Börse auslösen. Die Aktie ist also auch nicht davor sicher wie manche meinen.

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