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Tagesgeld und Sparbuch Wer braucht eigentlich noch Zinskonten?

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Wo das Geld sicher liegt

Worauf sollten Sparer weiterhin achten?
Anleger sollten auch beachten, dass höhere Zinsen auf Tagesgeldkonten auch andere Gründe haben könnten. Die Anlage könnte mit einem höheren Risiko verbunden sein. Beispielsweise könnte eine schlechtere Einlagensicherung gelten oder das Institut selbst befindet sich in finanziellen Schwierigkeiten.

Wie können Kunden die Bonität der Institute nachprüfen? Welche Einlagensicherungssysteme empfehlen Sie?
Bei der deutschen gesetzlichen Einlagensicherung und den zusätzlichen Sicherungsmechanismen – wie zum Beispiel die Institutssicherung bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken – sehen wir aktuell kein Anlagerisiko. Bei einer Bank, die ihren Hauptsitz im Ausland hat, gilt nicht die deutsche Einlagensicherung, sondern die des entsprechenden Landes. Länder, für die das einheitliche europäische Einlagensicherungssystem gilt, haben grundsätzlich das gleiche Schutzniveau wie Deutschland. Vorausgesetzt, die Bank hat ihren Sitz in der EU und die Verbraucher haben ihr Geld auf einem Konto angelegt, das als sogenannte Einlage gilt.

Was ist bei Auslandsbanken zu beachten?
Anleger müssen sich bewusst sein, dass man im Ernstfall den Schriftverkehr mit einer Institution in einem anderen Land führen muss, um seinen Rechtsanspruch durchzusetzen – schlimmstenfalls in der Landessprache. Daher lohnt sich im Vorfeld ein Blick auf die Einlagensicherung. Hier hilft in der Regel ein Blick auf die Homepage der Bank. Dort sollte vermerkt sein, welches Sicherungssystem gilt. In jedem Fall gilt: Wenn man eine Bank nicht kennt oder ein schlechtes Gefühl hat, sollte man dort auch kein Geld anlegen.

Verliert die Einlagensicherung deutscher Banken nach einer möglichen europäischen Fusion mit anderen Sicherungssystemen an Qualität? Nach einem Vorschlag der EU-Kommission sollen Europas Banken von 2017 an schrittweise in einen gemeinsamen Topf einzahlen, der die Ersparnisse von Kunden im Fall einer Bankenpleite europaweit absichert. Ab 2024 soll dieser Topf bei der Pleite eines Geldhauses die Einlagen auf Konten und Sparbüchern in Höhe von 100.000 Euro pro Kunde garantieren.
Wenn die europäischen Institute den Topf auch tatsächlich füllen, sollte es auch keinen Qualitätsverlust geben. Mit einem erheblichen Vertrauensverlust bei den Kunden verbunden wäre ein bloßes Lippenbekenntnis der Institute, im Falle einer Insolvenz in den Topf einzuzahlen. Das Geld muss unabhängig von einer Insolvenz in den Topf fließen.

Wie bewerten Sie Angebote von Vermittlern wie Weltsparen, die Festgelder von Banken außerhalb der Eurozone, etwa aus Polen oder Bulgarien, offerieren. Dort sind die Zinsen etwas höher.
Erst einmal sollte man prüfen, welche Einlagensicherung gilt und wo und wie man im Fall der Insolvenz der Bank sein Geld wiederbekommt. Ferner gehen Anleger, die ihr Geld nicht in Euro anlegen, ein Währungsrisiko ein. Hier stellt sich die Frage, ob der höhere Zinssatz dieses Risiko wert ist. Schließlich sollte man sich genau ansehen, wie man das Konto in dem Land eröffnet und ob und wie dort ein Vermittler zwischengeschaltet ist. Erstens kosten solche zwischengeschalteten Vermittler in der Regel Geld, zweitens könnte man sich hier unbewusst und ungewollt weitere Risiken mit ins Boot holen. Falls das Geld beispielsweise über ein Konto des Vermittlers läuft, hat man ein weiteres Insolvenzrisiko – nämlich das des Vermittlers – zusätzlich zu dem der Bank.

Die besten Tagesgeld-Banken
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