Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Tool der Woche So riestern Sie richtig

Seite 3 von 3:
Einmaliger Antrag auf Zulage nötig

Um die staatlichen Zulagen überhaupt erst zu erhalten, müssen Verbraucher einen Antrag bei der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) stellen. Dies ist aber nicht jedes Jahr aufs Neue nötig, sondern kann einmalig mit einem „Dauerzulagenantrag“ erledigt werden. Änderungen des persönlichen Einkommens werden dann automatisch berücksichtigt. Änderungen der familiären Situation muss der Verbraucher der ZfA melden.

Allerdings gibt es von der ZfA keinen Informationsservice, der Verbraucher darauf hinweist, dass die Sparrate anpasst werden muss, um etwa trotz Einkommensanstieg weiterhin die volle Zulage zu bekommen. Dies sollte jeder selbst im Blick behalten, beziehungsweise der Anbieter des Riester-Produkts.

„Sollten Verbraucher mit ihrem Anbieter keine Beantragung der Zulagen vereinbart haben, besteht die Möglichkeit, bis zum 31. Dezember 2016 Einzahlungen aufzustocken und die Anträge für 2014 und 2015 zu stellen und damit die Zulagen voll zu erhalten“, so Becker-Eiselen. Wer aber bereits eine Teilzahlung der Zulagen erhalten hat, kann grundsätzlich nicht mehr aufstocken.

Ein besonderer Vorteil der Riester-Förderung liegt laut Verbraucherschützern darin, dass die Produkte nach Vertragsabschluss noch gewechselt werden können. Wer etwa mit den Konditionen seiner Riester-Versicherung nicht zufrieden ist, könnte zu einem Riester-Banksparplan wechseln.

Wann Sie einen Ombudsmann einschalten können

Hierbei müssen die Sparer beachten, dass nur der aktuelle Vertragswert übertragen wird. Dieser kann unterhalb der Einzahlungen liegen, denn die Beitragserhaltungsgarantie greift erst zum Rentenbezugszeitpunkt.

„Allerdings sollte man seinen alten Vertrag nicht überstürzt kündigen, sondern sich vorab genau über die möglichen Alternativen und Kosten informieren“, rät Verbraucherschützerin Becker-Eiselen. So können etwa bei Versicherern Provisionen oder Verwaltungskosten anfallen. Als Alternative zur Kündigung kann der Vertrag auch „beitragsfrei“ gestellt werden. Der Verbraucher zahlt dann nicht mehr weiter in den alten Vertrag ein, kann parallel einen neuen abschließen und erhält später Zahlungen aus beiden Verträgen.

Eine weitere Möglichkeit ist der Kapitaltransfer von einem Riester-Vertrag in den anderen. Ob dies sinnvoll ist, hängt von vielen Faktoren ab. Im Einzelfall sollten sich Verbraucher persönlichen Rat holen.

Startseite
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Tool der Woche - So riestern Sie richtig

6 Kommentare zu "Tool der Woche: So riestern Sie richtig"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Zudem steigt mit dem Bruttojahreseinkommen, auch der staatliche Förderbeitrag!
    Das heisst, wer mehr Brutto verdient, erhält auch einen prozentual höheren staatlichen Zuschuß, obwohl er diesen Mehrzuschuß eigentlich überhaupt nicht benötigt.

    Z. Bsp. Männlicher Single, Arbeitnehmer, kinderlos.

    Bei 20.000 € Bruttojahresverdienst erhalte ich eine staatliche Förderung von 27% = 572 € von 2100 €.
    Bei 60.000 € Bruttojahresverdienst erhalte ich eine staatliche Förderung von 42% = 872 € von 2100 €.

  •  
    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

  • @Herr Alexandros Kitsikoudis, 16.12.2016, 17:00 Uhr

    "Das Problem bei der Riester-Rente ist die Laufzeit. Die meisten abgeschlossenen Verträge gehen dabei von einer Laufzeit von 35-45 Jahren aus."

    Eben. Wir wissen in diesen geradezu irrwitzigen Zeiten des gesellschaftlichen und technologischen Wandels, in denen "alte Gewissheiten" in immer atemberaubenderem Tempo gleich reihenweise über den Haufen geworfen werden doch nicht mal, was in 2 oder 5 Jahren sein wird.

    Und: "(...) da das Angesparte sowie vorhandene Vermögenswerte auf die Sozialhilfe angerechnet wird. Es gibt zwar Freibeträge (...)": Das ist echt das "Sahnehäubchen".

    Leute...

  • Wer sein Geld anderen Leuten überläßt ,ist ein Idiot , wer dazu noch den Staat braucht, für den gibt es keinen Titel.

  • Beachten > WICHTIG:

    Der Sparer kann bei allen Varianten erst bei Renteneintritt über sein Geld verfügen. Maximal 30 Prozent können dann als Kapitalsumme auf einmal ausgezahlt werden. Die restlichen 70 Prozent fließen als monatliche Rente. Wer sein Geld vorzeitig zurückhaben möchte, muss die erhaltenen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen.

    Erst bei Renteneintritt, so sieht es aus.
    Brauche ich dringend Geld, komme ich an den Riester-Vertrag nicht ran.
    Sterbe ich vor Vertragsablauf, war das jahrzenhntelange Ansparen komplett für die Katz.
    Gerade für einkommensschwächere, öfter von Jobverlusten bedrohte Bevölkerungsschichten taugt diese private Vorsorge nichts.
    Dort sollte man wieder auf die umlagefinanzierte gesetzliche Rentenversicherung setzen, an der sich alle beteiligen und auch alle anhand ihrer Leistungsfähigkeit und ihren angehäuften Vermögenswerten einbezahlen.
    Zudem können Bevölkerungsschichten mit hohen Einkommens- und Sparquoten diese staatliche Riester-Förderung mitnehmen, obwohl sie diese nicht benötigen, da sie auch ohne diese Förderungen selbst ausreichend privat vorsorgen könnten.



  • Das Problem bei der Riester-Rente ist die Laufzeit.
    Die meisten abgeschlossenen Verträge gehen dabei von einer Laufzeit von 35-45 Jahren aus.
    Für einen z. Bsp. ledigen Ü50 Jährigen ohne Kinder, macht Riestern keinen Sinn mehr.
    Wenn der Sparer 25 Jahre alt ist und das Berufsleben noch vor sich hat, dann lohnt sich Riestern möglicherweise, wenn kein Jobverlust droht, aber für Ältere ist der Zug definitiv abgefahren.
    Rein rechnerisch bringt es nichts mehr, da durch die kurze Restvertragslaufzeit von 10-15 Jahren, kaum noch Sparvermögen aufgebaut werden kann.
    Zudem muß im Alter jederzeit mit Jobverlust gerechnet werden, was dann den Riester-Vertrag in Bezug auf Arbeitslosigkeit und Hartz IV in Frage stellt, da das Angesparte sowie vorhandene Vermögenswerte auf die Sozialhilfe angerechnet wird.
    Es gibt zwar Freibeträge, diese liegen aber sehr niedrig.
    Zudem werden anzunehmenderweise viele Sparer vor Eintritt der Rentenzahlung sterben, somit wurde umsonst angespart.
    Die sich beschleunigende Geldentwertung und Teuerungsrate, sowie die Zinsentwicklungen kann auch niemand seriös voraussagen.
    Es sieht für die Zukunft eher düster aus.


Serviceangebote