Tool der Woche: Hier gibt es noch Zinsen fürs Girokonto

Tool der Woche
Hier gibt es noch Zinsen fürs Girokonto

Trotz historischem Zinstief locken einige Banken mit gut verzinsten Girokonten. Einige Offerten können mit den Sätzen für Tagesgeld mithalten. Wie sich Sparer bequem regelmäßige Erträge aufs Guthaben sichern können.
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DüsseldorfAuf den Weg Richtung Nulllinie reißen die Konditionen für Zinskonten immer neue Negativrekorde. Laut Bundesbank kriegen Tagesgeldanleger im Schnitt nicht einmal mehr 0,44 Prozent. Der schlechteste Anbieter gewährt nur noch 0,10 Prozent. Noch weniger gibt es für Festgeld mit einer Laufzeit von drei Monaten. Einzelne Banken wagen sich mit 0,05 Prozent an den Markt.

Angesichts solcher Sätze, die weit unterhalb der deutschen Inflationsrate von 1,9 Prozent im Juli entfernt liegen, reagieren viele Sparer mit Resignation. Warum nur den besten Tagesgeld-Anbietern hinterherjagen, wenn der Ertrag für die Mühe so niedrig ausfällt?

Eine Alternative für Aussteiger aus dem Zinsvergleichsrennen können Girokonten sein. Eine Auswertung der FMH-Finanzberatung für Handelsblatt Online zeigt: Mindestens 20 Institute zahlen Zinsen für das Guthaben. Ein Vergleich kann da lohnen. Im Girokonten-Vergleich von Handelsblatt Online können Interessenten neben der Verzinsung auch Kontoführungsgebühren, Dispozinsen und Kosten für Kreditkarten vergleichen.

Das Girokonto als Geldanlage zu nutzen, hat einige Vorteile. „Wer sich wenig um seine Geldanlage kümmern will, bekommt meist vom ersten Euro ab eine geringe Verzinsung und muss weniger befürchten, dass er unerwartet ins Minus rutscht und hohe Dispozinsen zahlen muss“, sagt Max Herbst, Inhaber der FMH-Finanzberatung. Bei einem Gehaltseingang werde die volle Summe bei der Zinsrechnung erfasst und nicht nur der in der Regel kleinere Teil, den ein Anleger oft auch noch verspätet auf sein Tagesgeld-Konto überweist.

Die Zinsen der Girokonten sind natürlich nicht besonders hoch. In der Regel zahlen die Institute zwischen 0,10 Prozent und 0,3 Prozent per annum. Fast 20 kundenfreundliche Banken erheben außerdem keine Kontogebühren. Bei einzelnen Anbietern wie der Ziraat Bank gibt es aber immerhin 0,5 Prozent. Summen ab 50.000 Euro werden sogar mit 0,8 Prozent (PSD Banken Nürnberg und Berlin Brandenburg) und einem Prozent (PSD Bank Kiel) verzinst.

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Kommentare zu " Tool der Woche: Hier gibt es noch Zinsen fürs Girokonto"

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  • Man braucht eh kein Konto mehr in Deutschland, weil IBAN/BIC gilt europaweit... also warum nur die Mickerkonditionen in Deutschland vergleichen?

  • In Bulgarien kann man bei praktisch jeder Bank Konten nicht nur in Leva, sondern auch in Euro, oft sogar in Schweizer Franken und US-Dollars eröffnen.

  • Komischwerweise wird bei diesem Thema immer das EU-Land Bulgarien vergessen, wo sichere Festungen wie die deutsche Allianz-Bank auf Tagesgelder über 3% und bei längerer Bindung 6% und mehr zahlen, und zwar mit staatlicher Einlagensicherung. (...)

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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