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Tool der Woche Russische Banken locken deutsche Sparer

Die Ableger russischer Banken bieten beste Zinsen. Doch mancher deutsche Kunde dürfte ins Grübeln kommen. Finanzkonzerne stehen aus Russland auf der Schwarzen Liste der EU. Sind die Ersparnisse sicher?
04.08.2014 Update: 07.08.2014 - 10:29 Uhr 4 Kommentare
Reklame der VTB Bank in Stavropol: Die staatseigene Bank ist von Sanktionen der EU betroffen. Quelle: Reuters

Reklame der VTB Bank in Stavropol: Die staatseigene Bank ist von Sanktionen der EU betroffen.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Das Angebot klingt verlockend: 2,1 Prozent Zinsen für Festgeld. Das erhalten Sparer, wenn sie ihr Geld für drei Jahre bei der VTB Direktbank parken. Wer 10.000 Euro anlegt, bekommt nach drei Jahren immerhin eine Rendite von 630 Euro heraus. So viel bietet derzeit keine andere Bank auf dem deutschen Markt. Das zeigt ein Blick in den Festgeld-Rechner von Handelsblatt Online.

Kunden der VTB Bank dürfte allerdings in den vergangenen Tagen mulmig geworden sein. Die Direktbank ist eine Tochter der russischen VTB Bank, die sich mehrheitlich in Staatsbesitz befindet. Sowohl die VTB Bank wie auch die Sberbank stehen seit Freitag auf der Liste, die von Sanktionen der EU betroffen sind. Die staatsnahen russischen Banken dürfen sich seitdem nicht mehr an den Kapitalmärkten der EU-Staaten refinanzieren; sie dürfen keine Aktien oder Anleihen mit einer Laufzeit von mehr als 90 Tagen mehr verkaufen. Damit soll die Kreditaufnahme für die russische Wirtschaft erschwert werden, gleichzeitig dürften auch die Banken selbst in Schwierigkeiten geraten.

Sind davon auch deutsche Sparer betroffen? Rein rechtlich nicht. Denn die VTB Direktbank oder Sberbank Direct sind eigenständige Tochtergesellschaften mit Sitz in Österreich. Gleiches gilt für die Denizbank, einer weiteren Direktbanktochter der Sberbank. Streng genommen liegt das Geld der Kunden also nicht in Moskau, sondern in Wien. Es unterliegt der österreichischen Finanzaufsicht und Einlagensicherung. Die Amsterdam Trade Bank (ATB), eine Tochter der russischen Alfa Bank, gilt offiziell als niederländisches Unternehmen. Bei ausländischen Instituten sind Deutschland, Österreich oder die Niederlande beliebt, um Einlagen der Sparer einzusammeln und sich günstig zu refinanzieren.

„Das Geld bei diesen Banken ist sicher“, beruhigt die Stiftung Warentest. In den Ranglisten der Stiftung Warentest hatten die Direktbanken wie VTB oder Denizbank regelmäßig Spitzenplätze eingenommen.

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    4 Kommentare zu "Tool der Woche: Russische Banken locken deutsche Sparer"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Das passiert also, wenn die EU sich von Russland abschottet?
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      RUS macht mit China dann die Geschäfte.

    • Die Kumpels haben doch kein Geld beim bösen Feind.

    • Die Kumpels haben doch kein Geld beim bösen Feind.

    • nun moechte ich doch gerne wissen, wieviele der unterbezahlten Kumpels aus dem Bundestag ihr "Fest"-Geld von diesen boesen Russenbanken abziehen, um dies z.B. bei der ehrwuerdigen Deutschen Bank fuer PEANUTS als Dank anlegen!

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