Überziehungskredite Steinbrück fordert Obergrenze für Dispozinsen

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will die Höhe der Dispozinsen deckeln. Per Gesetz will der Ex-Bundesfinanzminister eine Zins-Obergrenze einführen, die an den Leitzins gekoppelt sein soll.
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Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Quelle: dpa

Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück.

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Passau/BerlinNach der Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) hat SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück die Banken aufgefordert, auch die Dispozinsen für die Kunden deutlich zu senken. „Es wird Zeit für eine gesetzliche Zins-Obergrenze für Überziehungskredite“, sagte Steinbrück der „Passauer Neuen Presse“ (Samstag). „Meine Forderung bleibt, dass die Dispozinsen nicht mehr als sieben Punkte über dem Leitzins liegen sollten.“

Der frühere Bundesfinanzminister kritisierte die von einigen Banken angekündigten Senkungen als unzureichend: „Diese Dispozinssenkungen sind ein Witz. Sie vollziehen lediglich die Senkung des Leitzinses nach - damit liegen die Dispozinsen meistens mehr als zwölf Punkte darüber.“

Die Dispozinsen, die für eine Überziehung des Girokontos fällig werden, waren 2012 zwar branchenweit etwas gesunken. Verbraucherschützer kritisieren aber seit langem, dass das Niveau mit durchschnittlich mehr als zehn Prozent zu hoch ist - angesichts der niedrigen Zinsen, zu denen sich die Banken selbst Geld leihen können. Die SPD hatte die Forderung, dass die Dispozinsen einen Maximalabstand zum Leitzins haben sollten, bereits in ihr Wahlprogramm aufgenommen.

Auch die Linkspartei plädiert für eine Regelung per Gesetz. „Die Banken müssen endlich die niedrigen Zinsen an die Kundinnen und Kunden weitergeben“, forderte Parteichefin Katja Kipping in der Zeitung. Sie will die Dispozinsen sogar auf fünf Punkte über dem Zentralbankzins begrenzen. Damit würden sie derzeit nur 5,5 Prozent betragen. Die Grünen haben ebenfalls den Schutz gegen überhöhte Überziehungszinsen in ihrem Wahlprogramm verankert.

Die FDP sieht die Niedrigzins-Politik der EZB zunehmend kritisch. Die niedrigen Zinsen dürften nicht unbegrenzt so bleiben, weil bei höherer Inflation Sparer „schleichend enteignet“ würden, warnte Spitzenkandidat Rainer Brüderle am Sonntag auf dem FDP-Parteitag in Nürnberg.

Als problematisch gelten die niedrigen Zinsen vor allem für die Anbieter von Lebens- und Rentenversicherungen, welche die Erträge für ihre Kunden überwiegend mit festverzinslichen Wertpapieren erwirtschaften. Die Maßnahmen der Notenbank gingen zulasten der Vorsorgesparer, erklärte Alexander Erdland, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), am Sonntag. Er mache sich daher stark für ein „zeitnahes Ende der Niedrigzinspolitik und das Bewusstsein der Menschen, dass der Aufbau zusätzlicher Altersvorsorge mehr Zeit und mehr Geld erfordert“.

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30 Kommentare zu "Überziehungskredite: Steinbrück fordert Obergrenze für Dispozinsen"

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  • Warum nur für Dispozinsen Obergrenzen?
    warum nicht für
    - Heizöl
    - Benzin
    - Bier
    - Mischbrot
    - 7er BMW
    - etc.
    hat sich in der damaligen DDR doch bestens bewährt ;-)
    ... das ist die Haltung der SPD!
    schade eigentlich...

  • Kein Wunder, dass Sie soviel Zeit für Kommentare haben - dem Mann fehlen Aufträge

  • Steinbrück fordert Obergrenze für Dispozinsen
    -------------
    Das ist ja lustig! Da fordert P€€R Geldbrück doch tatsächlich niedrigere Zinsen für den Plebs.
    Aber in seiner Zeit als Finazminister hatte er es nicht gefordert.
    Auch in seinen Plauderstündchen bei den Banken nicht.
    Das ist Pannen-P€€R unglaubwürdig.

    Si tacuisses, philosophus mansisses. ("Hätts't die Pappn g'holtn, hätt kaner g'merkt, dass'd deppat bist")

  • Der Klabautermann Papa-Peer klabautert mal wieder.

    Der Bankenredner (wohl eher zur Belustigung) erzählt was von Dispozinsen begrenzen. Es geht dabei ja nicht um Glaubwürdigkeit da Papa-Peer sowieso nicht glaubwürdig ist und eine Dispozinsbegrenzung bestendfalls eine minimale Einschränkung des maximalen Beschiß ist.

    Papa-Peer spricht nicht im besondern nur für Dumme sondern für ganz besonders Einfältige und Dumme.

    Google: verzinstes Schuldheldsystem (Papa-Peer kennt das, aber es sagt nichts darüber.)

    Die Einfältigen und Dummen stimmen in den Kanon mit ein und diskutieren ob der Papa-Peer recht oder unrecht hat. Beides ist falsch. Das Problem liegt im Geldsystem.

  • Haha, Steinbrück baut vor. Wenn er seine Steuererhöhung durchbekommt, wird jeder seinen Dispo brauchen ;)

  • Wenn man sieht, welche asozialen Versager notorisch ihr Konto überziehen und dann ganz locker lässig in die deutsche FluffiTuffi-Privatinsolvenz gehen, wenns mal zu stressig wird, sind die Dispozinsen noch zu niedrig. Allein so einen Kommentar abzulassen, zeigt doch schon, wie mental und sozial degeneriert die hiesigen Vollkaskobiotopsgewächse doch sind

  • Es geht doch gar nicht um Steinbrück. Der macht nur Wahlkampf.
    Die Dispozinsen müßen aber trotzdem deutlich gesenkt werden. Die Gewinnmargen der Banken sind exorbitant, Wucher.

  • Dieser armselige Opportunist springt mittlerweile auf jeden populistischen Zug auf. Dispozinsen kann man vermeiden, Steuern und Abgaben nicht, daran sollten sie arbeiten, Herr Steinbrück

  • So ein Blödsinn, weniger falsch kann man eigentlich nicht liegen. Die Bank trägt das Risiko der Insolvenz des Kunden. Dieses Risiko hat einen Preis, eine Rechnung wie "Die Bank bekommt das Geld für 0,5% und verlangt den Kunden 17 % ab, dann haben sie ja einen Gewinn von 16,5%" ist ökonomischer Unsinn.

  • Wenn der Leitzins 0,5 % beträgt und Geschäftsbanken zu diesem Zins Geld leihen können, beträgt die Gewinnmarge bei 13 % Dispozinsen 2600 % . Anders ausgedrückt bezahlt der Dispokreditnehmer 26 mal so hohe Zinsen wie seine Bank .

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