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Ungleiche Einkommen USA schlimmer als Uganda

Die Reichen werden immer reicher, die Armen ärmer. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten klaffen die Einkommen der Menschen immer weiter auseinander, zeigen aktuelle Daten. Weiter als in Uganda oder Kasachstan
04.10.2012 - 10:04 Uhr 65 Kommentare
Obdachlose in New York. Quelle: AFP

Obdachlose in New York.

(Foto: AFP)

New York Auf dem Papier haben die USA die vergangene Rezession Mitte 2009 hinter sich gelassen und befinden sich seither auf Wachstumskurs. Bei einem überwältigenden Teil der Bevölkerung des Landes kommt davon allerdings nichts an, dafür umso mehr beim reichsten ein Prozent.

Ein Beispiel ist Anita Reyes, deren Gehalt seit 2009 eingefroren ist. Die Kasino-Angestellte aus Minneapolis leistet sich eine Dosensuppe für 1,67 Dollar zum Abendessen und versucht, ihr Eigenheim zu behalten, das im vergangenen Oktober zwangsvollstreckt wurde. “Noch vor zwei, drei Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich vor der Obdachlosigkeit stehen könnte”, sagt sie.

Ganz anders ergeht es Stephen Hemsley. Sein Gehalt wurde ebenfalls eingefroren, seine Einnahmen allerdings nicht. Seit 2007 verdient der Konzernchef von United-Health 1,3 Mio. Dollar pro Jahr. Doch nachdem die wirtschaftliche Erholung Fuß fasste, übte er Aktienoptionen im Volumen von mehr als 170 Mio. Dollar aus und nahm mindestens 51 Mio. Dollar mit den Verkäufen ein.

Die beiden Beispiele zeigen, dass es zwei Arten der Erholung in den USA gab. Die reichsten 1,2 Millionen Haushalte, die das oberste eine Prozent in der Reichtums-Skala ausmachen, steigerten ihre Einnahmen im vergangenen Jahr um 5,5 Prozent, wie aus Daten des U.S. Census Bureau hervorgeht. Für die 96 Millionen Haushalte, die die unteren 80 Prozent ausmachen, ging es hingegen gleichzeitig um durchschnittlich 1,7 Prozent abwärts.

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    Mit anderen Worten: Bei den meisten Amerikanern ist von der Erholung seit Mitte 2009 bislang nichts angekommen. Im Jahr 2010 entfielen auf das Top-1-Prozent der US-Familien 93 Prozent des Einkommenszuwachses, wie aus einer Analyse von Emmanuel Saez, einem Volkswirt an der Universität Berkeley, hervorgeht. Sie beruht auf Daten der US-Steuerbehörde.

    Die Einkommenskluft zwischen Arm und Reich war 2011 in Amerika so groß wie seit mehr als vier Jahrzehnten nicht mehr, zeigen Census-Daten. Damit ist das Einkommens-Ungleichgewicht in der weltgrößten Volkswirtschaft schlimmer als in Uganda oder Kasachstan. Die Vorstellung, dass jede Generation mehr verdient als die vorherige - ein zentraler Aspekt des amerikanischen Traums - ist mittlerweile unter Beschuss. Im vergangenen Jahrzehnt ist das mittlere Familien-Einkommen erstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gefallen.

    Besser Aktien als ein Haus
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    65 Kommentare zu "Ungleiche Einkommen: USA schlimmer als Uganda"

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    • Novaris: "... Die "Eliten" beherrschen nach wie vor die Szenerie, haben kein Interesse an irgendwelchem "Sozialen" oder besser, sind allem Sozialen Feind. Sie werden deshalb alles daran setzen, den Sozialstaat bis zur Unkenntlichkeit abzubauen ----- mit Hilfe willfähriger Politiker.
      Diese Eliten geben gerne vor, für Menschenrechte, Selbstbestimmung und Demokratie zu kämpfen. In Wahrheit aber ist die Demokratie für sie nur ein Tarnmantel, um
      das Volk via Parteienstaat diktatorisch zu beherrschen.

      Soziale Marktwirtschaft ?? Die wurde unter der Bedrohung ihrer Pfründe durch den Kommunismus notgedrungen akzeptiert. Die Bedrohung hat sich aufgelöst und damit löst sich auch das Soziale in der Marktwirtschaft auf.

      Das ist, was ist !!


      die_VWL_wurde_ersetzt:

      FAZIT: Die VolksWirtschaftsLehre von Sozialer, geschweige denn Freier Marktwirtschaft, wurde von der Ideologie des Raubtier-Kapitalismus ersetzt (Horst Köhler, bevor er ersetzt wurde).

      Seit Untergang des 'Sowjet-Kommunismus' führen diese "Eliten" einen globalen asymmetrischen Krieg gegen die nationalen Volkswirtschaften. Diese werden zugunsten supranationaler Gebilde zerstört. Die EU zerstört die europäischen Nationen und Nationalitäten.

    • die_VWL_hinkt_hinterher: " ... Die Entwicklung wird mit grosser Sorge gesehen, weil es nämlich so aussieht als ob man alles daran tut, dass Europa den USA folgt.
      Was in den USA passiert ist nicht, die Reichen werden immer reicher und die Armen werden immer ärmer (das auch), aber es geht um eine deutliche Verschiebung der Mittelschicht Richtung Armut, die in den USA stattfindet.

      Beispiel: Piloten, früher ein ziemlich gut verdiender Beruf, dürfen nun buckeln, was das Zeug hält (=totale Aufweichung der Arbeitszeiten, was sogar schon zu tödlichen Unfällen führte wegen Übermüdung) und erhalten dafür 1600 U$ im Monat, brutto, wenn ich es gut in Erinnerung habe.

      Die EU scheint sich jedoch daran nicht zu stören und lässt Arbeitsverhältnisse zu, die den amerikanischen sehr stark ähneln.

      Zahntechniker, die arbeitslos werden, weil die Arbeit nach Asien ausgelagert wird. Optiker, etc. Blutanalysen, Röntgenphoto's werden nicht mehr von US Ärzten diagnostiziert, sondern in Indien für einen Hungerlohn.
      Es handelt sich also nicht nur um eine Entwicklung im produzierenden Gewerbe, sondern betrifft auch mehr und mehr Dienstleistungsgewerbe, wo ein paar Schlaumeier den Kragen nicht voll genug bekommen können und die Gesellschaft immer weiter ausgehöhlt wird, bis zur erwartenden Implosion..."

      FAZIT: Die VolksWirtschaftsLehre von Sozialer, geschweige denn Freier Marktwirtschaft, wurde von der Ideologie des Raubtier-Kapitalismus ersetzt (Horst Köhler, bevor er ersetzt wurde).


    • EU_Euro_Finanzkapitalismus: ... Wie viele dieser FinanzLobbyVerbände genau in Brüssel arbeiten, darf niemand so genau wissen. Es sind aber ziemlich viele. Und für bestimmte Aufgaben stehen noch erfahrene LobbyAgenturen* bereit.

      Gemeinsam bearbeiten alle FinanzLobbyisten die EU-Kommission mit einem Ziel:

      Eine FinanzmarktRegulierung ganz in ihrem Sinne...


      Hier könnte unser 'Kommissar für Bürokratie-Abbau' wertvolle Dienste leisten, mit seinen Erfahrungen aus seinem BayernLB-Skandal 'HypoAlpeAdria'. Edmund Stoiber könnte als bekehrter Saulus die Effektivität der EU-Bürokratie verdoppeln, wenn er den Zugang der Lobbyisten so regeln würde, dass sie die Bürokraten nicht mehr von ihrer Arbeit abhalten und in die falsche Richtung lenken.

    • EU_Euro_Finanzkapitalismus:
      Wie viele dieser FinanzLobbyVerbände genau in Brüssel arbeiten, darf niemand so genau wissen. Es sind aber ziemlich viele. Und für bestimmte Aufgaben stehen noch erfahrene LobbyAgenturen* bereit.

      Gemeinsam bearbeiten alle FinanzLobbyisten die EU-Kommission mit einem Ziel:

      Eine FinanzmarktRegulierung ganz in ihrem Sinne.

      *Hill & Knowlton, International Cabinet Stewart, G Plus, KREAB, Hume Brophy …

      Das sind alles renommierte angelsächsische Namen.
      Eine von diesen Kanzleien mit Erfahrungen im unregulierten Finanzmarkt der Schattenbanken hat für Schäuble den ESM-Vertrag formuliert, deshalb ist der ESM auch nicht nach EU-Recht, sondern supranationales IFI-Recht.

      Jedenfalls beschleunigt der ESM den Weg Deutschlands nach 'Uganda'. Als Wegbegleiter dürfen die Bilderberger nicht vergessen werden.

      http://www.youtube.com/watch?v=bXOLVvlgrss&feature=related

    • @manaslu
      Ein anachronistischer Beamter im Beamtenzimmer? Ich tippe eher auf Dr.dent. Norbert Zahnarzt. Nach Rösler eine weitere aktuelle Zumutung, und das noch ungestraft im HB-Forum.

    • george.orwell: Anbei ein ganz kleines Video zum Thema:

      Die Finanzlobby in der EU

      http://www.youtube.com/watch?v=fxAJ4eE__AM&feature=related


      slas4d9tcom: Es springt einem die "EU-Demokratie" ja richtig (Ironie) ins Auge, wenn man dieses Schaubild sieht.


      bernardo: Das Video ist schon seit geraumer Zeit gelöscht.

      george.orwell: Nein, es ist nicht gelöscht. Man kann es ansehen.

      DocEx: Es ist nicht gelöscht. Die EU-Finanzkapitalisten sind so vernetzt, dass man mit Schreck an das Haupt der Medusa denken muss. Allerdings noch schlimmer: Es wachsen neue Schlangen nach, wie kürzlich Schäubles ESM-Schattenbank, auch ohne dass welche abgeschlagen werden.

      Vielleicht sollte uns bernardo diesen Anblick ersparen. Danke !

      Trotzdem anschauen

      http://www.youtube.com/watch?v=fxAJ4eE__AM&feature=related

      Zitat: Die Finanzlobby in der EU! Goldman Sachs Deutsche Bank UBS Verbände die Bananenrepublik ...

      Die EU-Kommission lässt sich gerne von großen Finanzkonzernen beraten

      HBSC-Citygroup-BNPParisbas-UBS-DeutscheBank-Barclays-GoldmanSachs-Fortis ...

      Sie alle sind mit Lobbyisten vertreten. Diese Finanzinstitute unterhalten zusätzlich diverse Verbände, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, etwa die

      EBF Europ. Banken Föderation
      ISDA Internat. Swaps & Derivate Ass.
      FOA Federation for Options and Features ...

      Wie viele dieser FinanzLobbyVerbände genau in Brüssel arbeiten, darf niemand so genau wissen. Es sind aber ziemlich viele. Und für bestimmte Aufgaben stehen noch erfahrene LobbyAgenturen* bereit.

      Gemeinsam bearbeiten alle FinanzLobbyisten die EU-Kommission mit einem Ziel:

      Eine FinanzmarktRegulierung ganz in ihrem Sinne.

      *Hill & Knowlton, International Cabinet Stewart, G Plus, KREAB, Hume Brophy …

    • Pflichtlektuere: "Silvercoin:
      sämtliche Quellen von damals für die Leute heute verboten....

      Gut, ich gebe es zu, ich habe mal versucht mein Kampf zu lesen (nicht in D), sondern in einem Land, wo dies erlaubt ist...
      Meiner Meinung nach sollte man es für Neonazis zur Pflichtlektüre machen. Ich glaube, es würde einigen sehr schnell vergehen, weil es so schlecht geschrieben ist und von Dummheit nur so trieft.

      @Pflichtlektuere,

      Ich weiß nicht, ob Sie sich dumm stellen, wenn Sie mit "sämtliche Quellen von damals für die Leute heute verboten" gerade Hitlers 'Mein Kampf' nennen.

      Zudem ist dieses Buch nicht verboten zu kaufen, zu besitzen, zu lesen und zu kommentieren. Es ist also leicht zugänglich.

      Im Gegensatz zu den von Silvercoin angesprochenen Quellen.

    • „Die internationale Oberklasse muß sich zusammentun, um ihre Interessen wahrzunehmen und in den entwickelten Ländern dafür zu sorgen, daß politische Führer an die Macht kommen, die gewährleisten, daß die weltweiten Finanzinteressen der internationalen Elite vorrangig vor denen des gemeinen Volkes geschützt werden.“
      Zbignew Brzezinski, Leiter des „Forschungsinstitut für internat. Wandel“ an der Columbia Universität in seinem Buch „Between two Ages“


      http://theeconomiccollapseblog.com

      100 Mal Niedergang [07.10.2011]


      100 Zahlen und Fakten über den Niedergang der US-Ökonomie.

      China kommt natürlich auch darin vor, unter Nr. 65, 67, 68 und 69.

      » weiterlesen »

      http://www.china-intern.de/page/wirtschaft-hintergrund/1318019478.html

    • USA = Mega Bananenrepublik

      Buchempfehlung: Michael C. Ruppert "Crossing the Rubicon - the decline of the American empire at the end of the age of oil"

      VWL und Geopolitik: Der gescheiterte Freihandel und Monetarismus der Chicagoer Schule der Volkswirtschaft

      http://wwww.steinbergrecherche.com


      Abseits der Mainstream Medien

      http://americanfreepress.net/

      Internationale Krise

      http://www.bueso.de

      19 Facts about Re-Industrialisationof the USA

      http://theeconomiccollapseblog.com/archives/19-facts-about-the-deindustrialization-of-america-that-will-blow-your-mind

    • Wenn man Ihre Texte liest bekommt man den Eindruck, dieser achsooberschlaustübchen-Dr.N.Leineweber ist ein anachronistischer Beamter im Beamtenzimmer mit lauter Spinnweben die ihn vor der Wolfswelt schützen sollen. In der Finanzkrise 2008 waren Sie sicherlich noch nicht online präsent: IFo und die ach-so-schlauen Wirtschaftsforschungsinstitute erklärten öffentlich, keine Prognosen mehr abzugeben: also begrenzte Schlauheit!!

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