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Vom Sparschwein zum Tagesgeld Papa ist schuld, dass ich nicht sparen kann

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Irrationale Angst vor Aktien

Die Angst vor Aktien ist weit verbreitet. Sie gelten als gefährlich. Schließlich schwanken sie mitunter wild hin und her. Und das ist gefühlt keine sichere Anlage, auch wenn die Statistik hohe Renditen verspricht. Für den Großteil der Befragten der Goldman-Studie ist Sicherheit das wichtigste Kriterium, wenn sie sich für eine Geldanlage entscheiden (61,8 Prozent).

Quer durch alle Anlageklassen geben mindestens 60 Prozent an, gar kein oder nur ein geringes Risiko eingehen zu wollen. „Die Deutschen haben weiter ein hohes Sicherheitsbedürfnis hinsichtlich ihrer Geldanlage“, sagt Markus Weis, Leiter des Drittvertriebs für Deutschland und Österreich bei GSAM. „So scheuen die Privatanleger weiterhin Aktien und Aktienfonds, obwohl gerade diese Anlageklasse in der aktuellen Zinsphase noch attraktive Renditen bietet.“

Dabei war die Aktie laut aktuellen Berechnungen der Bundesbank in den vergangene Jahren ganz klar der Renditetreiber. Seit 1991 brachten sie durchschnittlich eine jährliche reale Rendite von acht Prozent ein und waren damit laut Bundesbank auch „die renditestärkste Anlageform im Portfolio“. Doch davon profitierten die wenigsten Deutschen. Die Aktie ist hierzulande bekanntlich eher unbeliebt. Von Scheve ist überzeugt: „Der ‚genetische Code‘ der Geldanlage ist das Ergebnis langjähriger kultureller und familiärer Sozialisation und somit tief in jeder Person verankert.“ 

Und so kommt es, dass deutsche Anleger seit Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 bis Anfang 2015 lediglich eine reale Rendite - also nach Abzug der Inflation - von durchschnittlich 1,5 Prozent erzielten. Zwischen 1991 und 2007 fuhren Anleger noch eine reale Gesamtrendite von durchschnittlich 3,5 Prozent im Jahr ein.

Der Weltspartag sollte deshalb kein Welt-Sparbuchtag sein, sondern zum Nachdenken anregen. Zum Nachdenken, ob man den lieben Kleinen nicht doch noch eine andere Anlageform nahe bringt. Oder am besten gleich selber in Aktien investiert. Der Nachwuchs wird es nachmachen - dem genetischen Code der Geldanlage sei dank. 

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8 Kommentare zu "Vom Sparschwein zum Tagesgeld: Papa ist schuld, dass ich nicht sparen kann"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Papa ist niemals Schuld.
    Schuldige heißen: Mutti Merkel, Onkel Schäuble, Onkel Draghi, On
    kel Gabriel, Tante von der Leyen usw.
    Auch die weiteren Verwandten wie Onkel Junker, Onkel Ackermann, Onkel Schröder und Onkel Koh und Tante Frieda Springer wollen genannt werden.
    Soweit die "Märchenstunde" in der BRD.

  • Nun unter Erhard kam VW als sog. Volksaktie an den kleinen Mann. Danach das Disaster mit Cornfelds IOS und dem Mentor Erich Mende. Dann wurde in den Neunzigern, VEBA, VIAG und Telekom vom Staat an die Börse gebracht. VEBA und VIAG firmieren heute unter EON. Die Bahn sollte folgen.... Deshalb sollte der kleine Mann gelernt haben: dient dir der Staat Unternehmen an, dann gibt es nur einen Gewinner: der Finanzminister. Bei der T-Aktie legte man drauf und EON und Co. sind dank der Politik zu Pennystocks verkommen oder werden es. Der kleine Anleger legt drauf (Ausnahme: VW)

  • Wie Papa ist Schuld?
    Die heutige 68er-Elterngeneration in Deutschland erzieht doch überhaupt nicht! Das wird auf die Kindergartentante in der Kindertagesstätte und die Lehrer in den Schulen abgewälzt.


  • Aktien werden sicherlich nicht nur gezockt. Es gibt ganz einfach wunderbare Programme, womit die
    großen Spekulanten ganz einfach ihr Geld machen.
    Besonders auffällig, wie schon gesagt mit "Daxmanipulationen" wenn in Frankfurt die Börse geschlossen hat. Auch diese Woche hatten wir ein Daxwochenhoch und ein Daxwochentief nur
    ausserhalb des "geregelten Marktes". Selbst das Jahrestief wurde nicht in Frankfurt an der Börse
    erreicht!!!
    Die Dt. Bank schreibt Millardenverluste, irgendwas kann ja wohl nicht ganz stimmen. Je mehr
    Herr Draghi verspricht umso niedriger werden die Zinsen und um so mächtiger andere.
    Man hat den Eindruck hier in Deutschland ist die Börse ein Selbstbedienungsladen für die ganze
    Welt. Es wird immer offensichtlicher, weil die Daxderivate auf die "dubiosen" Daxkurse abgerechnet werden.
    http://www.n-tv.de/ticker/Bedeutung-von-Schattenbanken-waechst-article16239611.html
    Und genau deshalb meiden die meisten Bürger die Börse.

  • Geld bringt auf Sparbuch nichts. Das große Geld macht man an der Börse. Besonders gut läuft
    es wenn in Frankfurter Börse geschlossen hat!

  • Das Problem ist, dass sich weder die Erwachsenen, noch die Jugendlichen mit Finanzthemen beschäftigen wollen. Anstatt sich vorher neutral zu informieren, wird nachher gejammert und geschimpft. Ist aber auch kein Wunder, wenn die Bürger vom Staat gegängelt werden, statt zu kritischen Verbrauchern erzogen.

  • * Studie [...] der Fondsgesellschaft Union Investment
    * Umfrage von Goldman Sachs Asset Management (GSAM)

    Wessen Brot ich eß, dessen Lied ich sing?

    So lange nicht mal aussagekräftige Studien vorliegen, die ohne parteiische Fremdfinanzierung auskommen, sollte man lieber einfach keine zitieren und gleich eine Kolumne daraus machen.

    Natürlich sind Aktien wichtig. Aber der Stein der Weisen sind sie ebenso nicht. Auch wird ohne Aktien nicht zwangsläufig jemand an Altersarmut leiden, wie hier plakativ polemisch sich mal wieder ein allseits bekannter Brandstifter äh Leser ausdrückt.

    Lasst die Kirche im Dorf. Reich wir man durch Aktien nur, wenn man zockt. Und beim Zocken kann niemand behaupten es gäbe nur Gewinner bzw. diese Gewinner wären ausschließlich logisch begründbar. Im Gegenteil, denn dann müssten zwangsläufig aktiv gemanagte Fonds besser rentieren als Indexfonds. Und das tun sie noch nicht einmal im Mittel.

    Aktien sind immer nur ein Baustein für eine Altersrückstellung oder Vermögnsaufbau. Im derzeitigen Marktumfeld ist sogar eine niedrigere Aktienquote durchaus begründbar. Meine liegt derzeit bei 4,5%. Nein, der Rest ist aber nicht Tagesgeld. Der Artikelschreiber macht es sich einfach zu leicht. So gibt es auch noch andere Anlageformen wie Rentenpapiere, Immobilien, Devisen und Sorten (mit dem CHF habe ich hervorragende Gewinne erzielt! Davon träumen Aktieninhaber bei dieser Sicherheit), Rohstoffe und Edelmetalle, etc.

  • Fakt ist, wer sein Geld nicht in Produktivkapital/vermögen (Aktien) investiert, wird später an Altersarmut leiden und auf staatliche Almosen angewiesen sein bzw. auf Dauer reale Vermögensverluste erleiden. Das war schon immer so, und wird auch immer so bleiben.

    Und ob der DAX jetzt am Jahresende bei 9000, 10000, 11000 oder 12000 steht, ist vollkommen unerheblich. Die Aktienanlage ist kein 100 Meter Sprint, sondern ein Marathon.

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