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Vom Sparschwein zum Tagesgeld Papa ist schuld, dass ich nicht sparen kann

Beim Sparen sind die Deutschen weltmeisterlich. Geht es aber darum, wie sie ihr Geld anlegen, sind sie eher Kreisklasse. Warum es uns so schwer fällt, das zu ändern? Fragen Sie mal Ihre Eltern.
8 Kommentare
Auch in Sachen Sparen tragen Familien einen „großen Rucksack an Erfahrungswissen“ mit sich herum, sagen Wissenschaftler.
Wie der Vater so der Sohn

Auch in Sachen Sparen tragen Familien einen „großen Rucksack an Erfahrungswissen“ mit sich herum, sagen Wissenschaftler.

DüsseldorfErst das Sparschwein, dann das Sparbuch, später Giro- und Tagesgeldkonto – so oder so ähnlich lernen Kinder und junge Erwachsenen zu sparen. Dieses Muster wird von Generation zu Generation weitergegeben. „Der Umgang mit Geld wird nachhaltig von der Familie geprägt“, sagt Rolf von Lüde, Professor an der Universität Hamburg. „Deshalb fällt es vielen Menschen schwer, sich von vorgegebenen Bahnen eines ‚richtigen‘ Sparverhaltens zu lösen, auch wenn das vielleicht notwendig wäre.“

Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie zum „familiären genetischen Code der Geldanlage“ der Fondsgesellschaft Union Investment, die von Lüde gemeinsam mit Christian von Scheve von der Freien Universität Berlin wissenschaftlich betreut hat.

Kinder lernen Geiz, Sparsamkeit, Großzügigkeit oder Verschwendung vor allem von ihren Eltern. „Innerhalb von Familien existieren charakteristische Muster des Umgangs mit Geld, die einerseits die familiäre Identität bestimmen und andererseits einen normativen Status erlangen“, erklärt von Scheve. Wer anders handelt als von Mutter und Vater vorgelebt wird kritisiert. Wer es ihnen gleich tut natürlich gelobt. 

Die familiären Erfahrungen und Wertvorstellungen wirken auch im Erwachsenenleben nach, individuelle Finanzentscheidungen werden weiterhin vor diesem Hintergrund getroffen. „An die Stelle rationalen Abwägens von Risiko und Ertrag treten unreflektierte Muster des Anlageverhaltens“, sagt von Lüde.

Sparen Sie endlich vernünftig!

„Da auch in der Schule dieser wichtige Aspekt von Wirtschaft und Gesellschaft faktisch keine Rolle spielt, wird erklärbar, dass über Generationen hinweg die Grundsätze der Deutschen zum Umgang mit Geld und zum Sparverhalten im Prinzip gleich bleiben.“ Das erkläre auch, warum die Deutschen ihr Anlageverhalten nicht an die aktuellen Marktgegebenheiten – Stichwort Niedrigzinsen – anpassen. Laut einer aktuellen Bundesbank-Umfrage unter mehr als 4.400 Menschen bleiben mehr als drei Viertel ihrer Strategie treu.

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8 Kommentare zu "Vom Sparschwein zum Tagesgeld: Papa ist schuld, dass ich nicht sparen kann"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Papa ist niemals Schuld.
    Schuldige heißen: Mutti Merkel, Onkel Schäuble, Onkel Draghi, On
    kel Gabriel, Tante von der Leyen usw.
    Auch die weiteren Verwandten wie Onkel Junker, Onkel Ackermann, Onkel Schröder und Onkel Koh und Tante Frieda Springer wollen genannt werden.
    Soweit die "Märchenstunde" in der BRD.

  • Nun unter Erhard kam VW als sog. Volksaktie an den kleinen Mann. Danach das Disaster mit Cornfelds IOS und dem Mentor Erich Mende. Dann wurde in den Neunzigern, VEBA, VIAG und Telekom vom Staat an die Börse gebracht. VEBA und VIAG firmieren heute unter EON. Die Bahn sollte folgen.... Deshalb sollte der kleine Mann gelernt haben: dient dir der Staat Unternehmen an, dann gibt es nur einen Gewinner: der Finanzminister. Bei der T-Aktie legte man drauf und EON und Co. sind dank der Politik zu Pennystocks verkommen oder werden es. Der kleine Anleger legt drauf (Ausnahme: VW)

  • Wie Papa ist Schuld?
    Die heutige 68er-Elterngeneration in Deutschland erzieht doch überhaupt nicht! Das wird auf die Kindergartentante in der Kindertagesstätte und die Lehrer in den Schulen abgewälzt.


  • Aktien werden sicherlich nicht nur gezockt. Es gibt ganz einfach wunderbare Programme, womit die
    großen Spekulanten ganz einfach ihr Geld machen.
    Besonders auffällig, wie schon gesagt mit "Daxmanipulationen" wenn in Frankfurt die Börse geschlossen hat. Auch diese Woche hatten wir ein Daxwochenhoch und ein Daxwochentief nur
    ausserhalb des "geregelten Marktes". Selbst das Jahrestief wurde nicht in Frankfurt an der Börse
    erreicht!!!
    Die Dt. Bank schreibt Millardenverluste, irgendwas kann ja wohl nicht ganz stimmen. Je mehr
    Herr Draghi verspricht umso niedriger werden die Zinsen und um so mächtiger andere.
    Man hat den Eindruck hier in Deutschland ist die Börse ein Selbstbedienungsladen für die ganze
    Welt. Es wird immer offensichtlicher, weil die Daxderivate auf die "dubiosen" Daxkurse abgerechnet werden.
    http://www.n-tv.de/ticker/Bedeutung-von-Schattenbanken-waechst-article16239611.html
    Und genau deshalb meiden die meisten Bürger die Börse.

  • Geld bringt auf Sparbuch nichts. Das große Geld macht man an der Börse. Besonders gut läuft
    es wenn in Frankfurter Börse geschlossen hat!

  • Das Problem ist, dass sich weder die Erwachsenen, noch die Jugendlichen mit Finanzthemen beschäftigen wollen. Anstatt sich vorher neutral zu informieren, wird nachher gejammert und geschimpft. Ist aber auch kein Wunder, wenn die Bürger vom Staat gegängelt werden, statt zu kritischen Verbrauchern erzogen.

  • * Studie [...] der Fondsgesellschaft Union Investment
    * Umfrage von Goldman Sachs Asset Management (GSAM)

    Wessen Brot ich eß, dessen Lied ich sing?

    So lange nicht mal aussagekräftige Studien vorliegen, die ohne parteiische Fremdfinanzierung auskommen, sollte man lieber einfach keine zitieren und gleich eine Kolumne daraus machen.

    Natürlich sind Aktien wichtig. Aber der Stein der Weisen sind sie ebenso nicht. Auch wird ohne Aktien nicht zwangsläufig jemand an Altersarmut leiden, wie hier plakativ polemisch sich mal wieder ein allseits bekannter Brandstifter äh Leser ausdrückt.

    Lasst die Kirche im Dorf. Reich wir man durch Aktien nur, wenn man zockt. Und beim Zocken kann niemand behaupten es gäbe nur Gewinner bzw. diese Gewinner wären ausschließlich logisch begründbar. Im Gegenteil, denn dann müssten zwangsläufig aktiv gemanagte Fonds besser rentieren als Indexfonds. Und das tun sie noch nicht einmal im Mittel.

    Aktien sind immer nur ein Baustein für eine Altersrückstellung oder Vermögnsaufbau. Im derzeitigen Marktumfeld ist sogar eine niedrigere Aktienquote durchaus begründbar. Meine liegt derzeit bei 4,5%. Nein, der Rest ist aber nicht Tagesgeld. Der Artikelschreiber macht es sich einfach zu leicht. So gibt es auch noch andere Anlageformen wie Rentenpapiere, Immobilien, Devisen und Sorten (mit dem CHF habe ich hervorragende Gewinne erzielt! Davon träumen Aktieninhaber bei dieser Sicherheit), Rohstoffe und Edelmetalle, etc.

  • Fakt ist, wer sein Geld nicht in Produktivkapital/vermögen (Aktien) investiert, wird später an Altersarmut leiden und auf staatliche Almosen angewiesen sein bzw. auf Dauer reale Vermögensverluste erleiden. Das war schon immer so, und wird auch immer so bleiben.

    Und ob der DAX jetzt am Jahresende bei 9000, 10000, 11000 oder 12000 steht, ist vollkommen unerheblich. Die Aktienanlage ist kein 100 Meter Sprint, sondern ein Marathon.

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