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Weltspartag Warum es jetzt Zeit ist, die eigene Anlagestrategie zu überprüfen

Der Weltspartag am Dienstag hat auch in Nullzinszeiten nichts von seiner Aktualität verloren. Sparer sollten jetzt ihre Anlagestrategie überdenken.
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Sparen trotz Niedrigzins: So winkt dennoch eine üppige Rendite

Frankfurt Geld-Wettzählen, Schweinchenangeln, Stadtrallye, Gewinnspiel, Taschengeld-App: Zum Weltspartag am Dienstag legen sich die Frankfurter Sparkasse und die örtliche Volksbank ordentlich ins Zeug. Das Ziel ist klar: den Nachwuchs fürs Sparen zu begeistern.

Vor allem die Regionalbanken, die in der breiten Fläche um Kunden werben, halten den Traditionstermin hoch – auch wenn sie angesichts von Einlage-Strafzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) weniger als früher auf Spargroschen erpicht sind. Der Weltspartag jährt sich 2018 zum 93. Mal. 1925 wurde er das erste Mal organisiert, nachdem das Weltinstitut der Sparkassen ihn auf seinem ersten internationalen Kongress in Mailand aus der Taufe gehoben hatte.

Seinen Zweck hat er behalten: die Menschen daran zu erinnern, regelmäßig etwas zurückzulegen. Doch wegen der grassierenden Nullzinsen gilt der Tag heute eher als Anlass, die eigene Spar- und Anlagestrategie zu überprüfen.

Die Philosophie des Weltspartags hat unvermindert Gültigkeit“, betont Max Herbst, Chef der Frankfurter FMH-Finanzberatung, mit Blick auf die ursprüngliche Idee, für harte Zeiten etwas auf die hohe Kante zu legen. In der Nullzinswelt sollten Sparer den Tag darum nutzen, über ihre Anlagestrategie nachzudenken, rät er: Denn wer auf dem Sparkonto nahezu keinen Zins mehr bekommt, dem fehlt ein entscheidender Baustein für den Vermögensaufbau. Das Ersparte arbeitet nicht für den Sparer, weil ohne Zins der Zinseszinseffekt wegfällt – das Kapital sich also nicht durch Erträge, sondern nur durch Einzahlungen mehrt.

Aktuell verlieren klassische Sparer real, also nach Abzug der Inflation, Geld. Im Durchschnitt zahlen Banken und Sparkassen nur 0,12 Prozent Zinsen auf täglich verfügbares Tagesgeld, wie FMH feststellt. Auf dem Sparbuch gibt es fast nichts mehr, der sogenannte Spareckzins liegt bei 0,02 Prozent. Bei einer Inflationsrate von aktuell zwei Prozent schmilzt das Kapital also real rasch ab.

Ungebrochener Sparwille

Gleichwohl ist der Sparwille der Deutschen ungebrochen, zeigen Umfragen. 81 Prozent von über 2.000 Befragten gaben gegenüber dem Fondshaus JP Morgan Asset Management an, mindestens ein Sparprodukt zu nutzen. Am beliebtesten ist das Sparbuch, jeder Zweite hat eines. Jeder zehnte verdiente Euro wird gespart.

Dabei äußern sich zwei Drittel als „enttäuscht“ über die mageren Zinsen. Die meisten Menschen sind mit den Erträgen unzufrieden, ändern aber wenig am Problem. Dazu passt die Zahl, dass zwei Drittel der Kundengelder der 402 Volks- und Raiffeisenbanken auf nahezu zinslosen Konten liegen. Vor zehn Jahren waren es erst 37 Prozent.

Aber nur jeder fünfte Sparer legt sein Geld am Kapitalmarkt an. Als Gründe dafür nennen die Deutschen Geldmangel, zu geringes Wissen über Wertpapiere und Angst vor Kursschwankungen.

Für den Verbandschef der Genossen, Ralf Barkey, ist es Zeit, dass der Staat „Impulse“ für eine breitere Streuung des Vermögens gibt, damit Sparer von den langfristigen Renditechancen an der Börse profitieren. Sein Vorschlag: Ausgewählte, zertifizierte Anlageprodukte sollten ab einer Laufzeit von mindestens zehn Jahren steuerfrei sein.

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