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Weniger Luxus In London bleiben reiche Russen weg

Spendable Russen sagen zu britischen Nobelclubs immer öfter „Njet“. Ihren Platz nehmen Reiche aus China und Südafrika ein. Diese können die Russen jedoch nicht wirklich ersetzen – aus einem einfachen Grund.
25.07.2014 - 14:18 Uhr 1 Kommentar
Ein Mann greift zu einer Champagner-Flasche. Eine Flasche Champagner für 530 Euro? In Londoner Nobelclubs vollkommen normal. Quelle: dpa

Ein Mann greift zu einer Champagner-Flasche. Eine Flasche Champagner für 530 Euro? In Londoner Nobelclubs vollkommen normal.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Entwicklungen an den Märkten weltweit lassen sich in London am Geschäft von Nachtclubs ablesen. Im Nobel-Stadtteil Mayfair verzeichnet das im polynesischen Stil gehaltene Etablissement Mahiki derzeit deutlich weniger Russen als Gäste und dafür mehr Feierfreudige aus Ländern wie China oder Nigeria.

„Wir haben deutlich weniger russische Namen im Reservierungsbuch“, sagte Michael Evans, Creative Director des von Prominenten wie Rihanna und Prinz Harry besuchten Nachtclubs, in dem eine Flasche Roederer Cristal Champagner für rund 530 Euro verkauft wird. „Was in der Welt vor sich geht, lässt sich leicht an unserer Gästeliste ablesen.“

Angesichts der anhaltenden Gewalt in der Ukraine und der Bestrebungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin, das Land weniger abhängig vom Westen zu machen, halten sich reiche Russen bei Luxuskäufen zurück und tätigen weniger Geschäfte mit Investmentbanken und Anwaltskanzleien in London. So sucht die Metropole, die schon immer Gäste aus weit entfernten Ländern mit starkem Wirtschaftswachstum hatte, nach neuen Kunden, wobei China und die südlich der Sahara gelegenen Länder Afrikas als mögliche Nachfolger Russlands gehandelt werden.

Übernahmen mit Beteiligung russischer Firmen laufen häufig über die Londoner Niederlassungen global tätiger Investmentbanken. Ihr Volumen ist Bloomberg-Daten zufolge in der ersten Jahreshälfte auf 16,6 Milliarden Dollar um 39 Prozent eingebrochen. Außerdem fällt es russischen Unternehmen schwerer, am internationalen Kapitalmarkt Geld zu beschaffen – ein Geschäft, das ebenfalls häufig über London läuft.

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    Im Juni haben HSBC und Lloyds von einem Kreditgeschäft Abstand genommen. Gegenstand war die Finanzierung einer Transaktion über 1,5 Milliarden Dollar für den staatlichen Energiekonzern OSO Rosneft, wie aus informierten Kreisen verlautete.

    Zudem dürfte laut Angaben des russischen Finanzministeriums eine Eskalation der Spannungen in der Ukraine das Wirtschaftswachstum in Russland praktisch zum Stillstand bringen. Die Europäische Union und USA haben darüber hinaus weitere Sanktionen angedroht, sollten die Unruhen nicht beendet werden, und könnten dabei ganze Branchen ins Visier nehmen.

    Die Konsumausgaben russischer Besucher Großbritanniens lagen im Zeitraum von Januar bis Mai bereits 22 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor, berichtet Global Blue, ein Dienstleister für Mehrwertsteuerrückerstattungen bei Käufen im Ausland. Die Ausgaben chinesischer Gäste legten im gleichen Zeitraum um acht Prozent zu.

    Russische Kunden sind unersetzlich
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