Zypern verunsichert nicht Der deutsche Banken-Run bleibt aus

In Deutschland gibt es keine Anzeichen für eine erhöhte Bargeldnachfrage. Der befürchtete Run auf die Banken ist ausgeblieben. Anders war dies hingegen zu Beginn der Finanzkrise 2008/2009.
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Ein 81-jähriger Mann hebt an einem Geldautomaten Geld ab. Den deutschen Ansturm auf die Banken gab es nicht. Quelle: dpa

Ein 81-jähriger Mann hebt an einem Geldautomaten Geld ab. Den deutschen Ansturm auf die Banken gab es nicht.

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Berlin/AmsterdamIn der Zypern-Krise gibt es keine Anzeichen auf einen Ansturm auf die Bankautomaten in Deutschland. „Wir können nicht erkennen, dass in Deutschland Vorkehrungen für eine erhöhte Bargeldnachfrage getroffen werden“, sagte der Sprecher des Bundesverbands der Sicherheitswirtschaft (BDSW), Oliver Arning, der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Zu den Mitgliedern des Verbandes zählen Geldtransportunternehmen, die unter anderem auch Bankautomaten mit Bargeld versorgen. „Wir sehen keine Mehranfragen - im Gegensatz zu 2008/2009 auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, als die Banken mehr Bargeld eingelagert haben, um für potenzielle Kundenanfragen gewappnet zu sein“, betonte Arning. Derzeit laufe das Geschäft normal und es gebe keine Auffälligkeiten.

Die Mitgliedsunternehmen des BDSW befördern nach Angaben Arnings pro Tag etwa 3,5 Milliarden Euro mit 2600 gepanzerten Fahrzeugen. Sie beliefern nicht nur viele der bundesweit rund 57.000 Geldautomaten, sondern transportieren auch Bargeld von der Bundesbank zu den Banken und versorgen den Einzelhandel.

Auch europaweit sehe es nicht anders aus. Nach den Worten von Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem gebe keine Hinweise auf vermehrte Abzüge von Sparguthaben in der Euro-Zone. Auch gebe es keine Anzeichen für einen Anstieg von Geldtransfers aus den Peripherie-Ländern in Kernländer der Euro-Zone, erklärte Dijsselbloem in einem Schreiben an das niederländische Parlament. Er ist auch Finanzminister der Niederlande.

Die zyprischen Geldinstitute sind aus Angst vor einem Ansturm der Kunden und massenhaften Abhebungen seit mehr als einer Woche geschlossen. Sie sollen erst am Donnerstag wieder öffnen, zwei Tage später als für die meisten geplant. Als Gegenleistung für ein Rettungspaket muss die Bankenbranche auf der Insel deutlich schrumpfen. Kontoinhaber mit Guthaben von mehr als 100.000 Euro bei den Instituten Popular Bank of Cyprus - auch bekannt als Laiki - und der Bank of Cyprus müssen mit Verlusten rechnen. Kleinsparer sollen entgegen den ursprünglichen Plänen nicht für die Sanierung der Banken aufkommen.

  • rtr
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6 Kommentare zu "Zypern verunsichert nicht: Der deutsche Banken-Run bleibt aus"

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  • Nachdem Dijsselbloem aus dem Nähkästchen geplaudert hat,das man wohl als letzte Warnung verstehen muß,kann man ,wenn man einigermaßen bei Verstand ist ,kein Geld mehr auf der Bank liegen haben.Bringt im Allgemeinen auch keine Zinsen oder nur lächerliche peanuts.Diese sind das Risiko nicht wert.

  • Also bitte - Das ist mal wieder Medien Gehirnwaesche und Schadenskontrolle seitens der bezahlten Medien pur. Hoeren Sie doch auf, die Menschen zu verbloeden. Jeder, der im PR Bereich arbeitet, weiss wie das Spiel funktioniert. Wird Zeit, dass mehr Leute wach werden.

  • Nun, mein persönlicher Bank-Run ist abgeschlossen. ;)
    Ich werde einen Teufel tun, jemals wieder mein Geld einer Euro-Bank anzuvertrauen.

  • neee, einen Bankenrun wird es hier erst einmal so nicht geben. Aber in den emotionalen Hitzköpfen des Mittelmeeres wird man das anders sehen.

    Außerdem geht das auch so, dass die Inhaber von viiiel Geld dann nach SING, Panama oder so gehen.

  • Na sowas, kein Banken-Run in D, trotz all dieser Stimmungsmache seitens der Presse, an vorderster Front das HB.....

  • Na, so wollen die selbsternannten "Eliten" ihre Schäflein.
    Dumm und gehirngewaschen ....
    Mal sehen wann der dumme Michel abrasiert wird.
    Schon dieses Wochenende an Ostern ?
    Wäre ideal.

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