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Versicherung Wie Karnevalisten ihren Versicherungsschutz riskieren

Im Karneval lauern so manche Gefahren für die Jecken. Kommt es zu Unfällen oder Streitereien, kann das teuer werden – und nicht immer haftet die Versicherung.
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Alkoholtest an Karneval: Wer zu viel getrunken hat, riskiert seinen Versicherungsschutz (Foto: dpa) Quelle: dpa
Alkoholkontrolle an Fastnacht

Alkoholtest an Karneval: Wer zu viel getrunken hat, riskiert seinen Versicherungsschutz (Foto: dpa)

(Foto: dpa)

FrankfurtNoch herrscht in einigen Teilen der Republik der alljährliche Ausnahmezustand: Die fünfte Jahreszeit steuert auf Straßen, in Kneipen und Sälen ihrem Höhepunkt entgegen. Hunderttausende Karnevalisten stürzen sich jedes Jahr in den rheinländischen Hochburgen und in Süddeutschland ins närrische Treiben.

Doch nicht jeder Karnevalsumzug hinterlässt am Ende nur Frohsinn und Heiterkeit. Platzwunden und Prellungen sind keine Seltenheit, wenn Schokoladentafeln und Pralinenschachteln tief fliegen – und auch Unfälle unter Alkoholeinfluss werden von der Polizei regelmäßig registriert. Vor allem wenn viel Alkohol im Spiel ist, hört für die meisten Versicherungen der Spaß auf. Die Schaden-Experten der Zurich Versicherung warnen insbesondere vor drei Fällen, in denen der Versicherungsschutz schneller zerschellt als Kamelle am Boden.

Obacht vor Streitereien im Rausch

Glitzernde Feen drängeln sich dicht an dicht mit bärtigen Piraten und maskierten Superhelden. Wenn der Tag älter und der Alkoholeinfluss größer wird, kommt es in der bunten Menge schnell zum Streit. Körperliche Auseinandersetzungen unter Alkoholeinfluss dulden die Versicherer jedoch genauso wenig wie die Polizei.

Der private Haftpflichtschutz kann erlöschen, wenn der Versicherte seinem Gegenüber wissentlich und unter Vorsatz Schaden zufügt. Das gilt im Übrigen auch im nüchternen Zustand. Für den Schaden des Opfers muss der Angreifer dann selbst aufkommen. Im besten Fall muss nur ein neues Kostüm bezahlt werden. Teurer wird es, wenn dem Geschädigten etwa Arztkosten entstehen.

Betrunken nach Hause: Besser das Auto stehen lassen

So kalt die fünfte Jahreszeit, so attraktiv ist auch das Auto als schnelles Transportmittel. Selbst im Rausch liebäugeln viele Karnevalisten noch mit ihrem Wagen. Schließlich sind die meisten Kostüme zum Leidwesen der Gesundheit nicht sonderlich winterfest.

Wer der Versuchung nachgibt, riskiert allerdings nicht nur den Ärger mit der Polizei. Zugleich gerät - wie der Betrunkene selbst - auch der Versicherungsschutz ins Wanken.  Schließlich, so erklären die Experten, verstößt der Versicherte damit gegen seine Pflichten gegenüber der Versicherung. Das gilt auch noch am nächsten Tag, sofern der Körper den Restalkohol noch nicht vollständig abgebaut hat.

Auch für das Fahrrad gibt es Grenzen

Das Fahrrad sollten Angetrunkene ebenfalls als Fortbewegungsmittel meiden. Schon ein Alkoholgehalt von 0,3 Promille genügt, um das Sehvermögen und die Reaktionsfähigkeit des Feiernden stark zu beeinträchtigen. Verursacht der Versicherte einen Unfall, während er unter Alkoholeinfluss auf dem Sattel sitzt, haftet die Unfallversicherung in der Regel nicht.

Im schlimmsten Fall kassiert dann auch noch die Polizei den Führerschein ein, warnen die Experten. Die Jecken sollten deshalb auch auf dem Heimweg ihrem an Karneval so geliebten Zug die Treue halten. Denn wer mit hoher Promillezahl auf dem Drahtesel erwischt wird, darf auf Narrenfreiheit nicht mehr hoffen.

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