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Angaben für Privatversicherung Hand aufs Herz

Selten sind die Details wichtiger als in dieser Frage: Welche Krankheiten hatten Sie in den vergangenen Jahren? Alle privaten Kassen verlangen vor Vertragsabschluss detaillierte, komplette, wahrheitsgemäße Angaben darüber – die so genannte vorvertragliche Anzeigepflicht.
  • Anke Henrich
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Quelle: dpa
(Foto: dpa)

Mit diesen Daten kalkuliert das Unternehmen die voraussichtlichen Kosten. Erscheint dem Sachbearbeiter die Gesundheit des Kunden zu anfällig, berechnet er einen Risikozuschlag. Das kann schon bei einer kaum störenden Allergie der Fall sein. Der Zuschlag kann bis zu 100 Prozent des Tarifbeitrags betragen. Schlimmstenfalls lehnt der Sachbearbeiter den Antrag komplett ab.

Falsche Angaben sind kein Ausweg. Als Kandidat müssen Sie behandelnde oder einst zu Rate gezogene Ärzte vor der Unterschrift auf den Versicherungsvertrag von deren Schweigepflicht befreien. Was immer Sie ausklammern, die Gefahr ist groß, dass es bei einer späteren Krankheit auffliegt. Gerade bei kostspieligen Behandlungen schauen sich die Versicherungsangestellten die früheren Gesundheitsangaben noch einmal ganz genau an.

Werden sie fündig, kostet Sie das den Versicherungsschutz – bis zu zehn Jahre nach Vertragsunterschrift.

Vertreter bekommen nur Provision, wenn der Vertrag zu Stande kommt. Lassen Sie sich nicht von wahren Angaben mit dem Hinweis "Das fällt eh keinem auf" abwiegeln. Wenn Sie für für diesen vermeintlichen Rat keine Zeugen haben, bekommen Sie den Vertreter später, wenn die Kasse die Behandlungskosten verweigert, juristisch nicht zu fassen.

Ein Probeantrag macht's leichter. Denn wird der abgelehnt, müssen Sie nicht bei der nächsten Krankenkasse pflichtgemäß angeben, dass Sie bereits einmal abgelehnt wurden.

Akzeptieren Sie keinen Leistungsausschluss. Klammert die Kasse beispielsweise Ihr angebenes Rückenleiden beim Versicherungsschutz aus, zahlen Sie spätere Behandlungen nicht nur am Kreuz selbst, sondern auch für alle Leiden, die damit auch nur entfernt zu tun haben könnten.

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