Mature businessman in office hitting colleague with boxing toy
(Foto: Westend61/Getty Images)

Arbeitsrechtsschutz Diese Versicherung hilft Ihnen bei Streitigkeiten im Job

Lesen Sie hier die wichtigsten Informationen zum Arbeitsrechtsschutz. Finden Sie heraus, was bei Vertragsabschluss einer solchen Versicherung zu beachten ist und wie hoch die Selbstbeteiligung ist.
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Unzufriedenheit, schlechte Arbeitsbedingungen, Kündigung: Am Arbeitsplatz gibt es viele Streitigkeiten, für die sich eine Rechtsschutzversicherung lohnt. Beim Arbeitsrechtsschutz gilt es jedoch einiges zu beachten.

Wer braucht eine Arbeitsrechtsschutzversicherung?

Ob man einen Arbeitsrechtsschutz (auch Berufsrechtsschutz genannt) braucht, hängt natürlich davon ab, für wie wahrscheinlich man einen Streit mit dem Arbeitgeber hält. Im Fall des Falles kann er aber enorm hilfreich sein. Zum einen ist der Arbeitgeber oft im Vorteil, da er deutlich höhere finanzielle Mittel als der Arbeitnehmer zur Verfügung hat, um den Rechtsstreit auszufechten. Zum anderen hat das Arbeitsrecht eine Besonderheit: Auch wenn man den Prozess gewinnt, trägt jeder seine Anwaltskosten selbst. Das kann einen Teil der möglichen Entschädigung auffressen. Wichtig zu beachten: Gewerkschaftsmitglieder haben oft automatisch eine Arbeitsrechtsschutzversicherung.

Gibt es Arbeitsrechtsschutz nur für Angestellte?

Nein, auch Beamte können solch eine Police abschließen. Das gilt auch für Selbstständige und Freiberufler, aber viele der von der Versicherung abgedeckten Fälle greifen bei ihnen nicht.

Was deckt der Arbeitsrechtsschutz ab?

Wie die meisten Rechtsschutzversicherungen deckt die Police meist Anwalts- und Gerichtskosten, Gutachterhonorare und – falls nötig – Kosten der Gegenseite ab. Das gilt bei den meisten arbeitsrechtlichen Streitigkeiten: etwa wenn man eine Kündigung oder Abmahnung erhält, zugesicherten Urlaub oder Mutterschutz nicht bekommt, wenn das Gehalt oder Urlaubsgeld ausbleibt oder ein Arbeitszeugnis falsch oder unvollständig ist.

Wann greift der Arbeitsrechtsschutz nicht?

Viele Policen greifen erst, wenn der Versicherungsfall wirklich eintritt. Will man sich beraten lassen, weil der Arbeitgeber eine Maßnahme angekündigt hat, zahlt die Versicherung den Anwalt in der Regel nicht. Die reine Androhung einer Kündigung oder Abmahnung ist meist noch kein Versicherungsfall. Manche Versicherer bieten aber eine telefonische Beratung für allgemeine Fragen an. Viele Anbieter unterstützen den Versicherten nicht, nachdem er einen Aufhebungsvertrag unterschrieben hat, also eine einvernehmliche Kündigung des Arbeitsverhältnisses. Hat der Arbeitgeber aber mit einer angedrohten Kündigung die Unterschrift unter dem Vertrag mehr oder weniger erpresst, sieht das anders aus: Der Rechtsschutz springt ein.

Keine Hilfe ist die Arbeitsrechtsschutzversicherung, wenn man wegen einer Straftat gefeuert wird – zum Beispiel Diebstahl im Büro.

Was muss ich bei Vertragsabschluss beachten?

Oft gibt es den Arbeitsrechtsschutz nur in Kombination mit einer Privatrechtsschutzversicherung. Manche Versicherungen bestehen darauf, im Streitfall den Anwalt für den Versicherungsnehmer festzulegen. Will man das nicht, muss man eine Police mit freier Anwaltswahl kaufen.

Was ist mit Versicherungssumme und Selbstbeteiligung?

Die Versicherungssumme schwankt von Anbieter zu Anbieter. Sie kann nur 300.000 Euro betragen, manchmal ist sie auch unbegrenzt. Je höher die Summe ist, desto höher sind in der Regel die Beiträge. Ähnlich ist es bei der Selbstbeteiligung: Je höher diese ist, desto niedriger ist die Prämie. Geht ein Streit nicht vor Gericht, entfällt die Selbstbeteiligung bei manchen Versicherern.

Gibt es eine Wartezeit?

Beim Arbeitsrechtsschutz gibt es eigentlich immer eine Wartezeit von drei Monaten nach Abschluss der Versicherung. Wechselt man von einer bestehenden Arbeitsrechtschutzpolice in eine neue, kann die Wartezeit aber entfallen.

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