Aufsichtsrat tritt zurück Der nächste Knatsch im Bund der Versicherten

In dem einflussreichen Verbraucherschutzverein rumort es weiter: Der stellvertretende Aufsichtsratschef Wrocklage hat sein Amt niedergelegt. Hintergrund ist der Streit um den geschassten Vorstandschef Kleinlein.
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Hartmuth Wrocklage: Er war Innensenator von Hamburg und zuletzt Mitglied im Aufsichtsrat des Bundes der Versicherten. Letzteren Posten hat er nun niedergelegt. Quelle: ap

Hartmuth Wrocklage: Er war Innensenator von Hamburg und zuletzt Mitglied im Aufsichtsrat des Bundes der Versicherten. Letzteren Posten hat er nun niedergelegt.

(Foto: ap)

FrankfurtDer Streit um die Führungsriege in Deutschlands führender Verbraucherschutzorganisation für Versicherte weitet sich nun auch auf den Aufsichtsrat aus. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende des Bundes der Versicherten (BdV), Senator a.D. Hartmuth Wrocklage, hat am späten Dienstagabend mit sofortiger Wirkung sein Amt niedergelegt.

Wrocklages Mandat lief ursprünglich noch bis 2014. Mittels einer einseitigen Willenserklärung habe er jedoch vorzeitig sein Amt niedergelegt, sagte Pressesprecher Thorsten Rudnik. Aufsichtsrat und Vorstand des Verbandes bedauerten den Rücktritt Wrocklages sehr, heißt es.

„Zur Begründung wies Herr Wrocklage darauf hin, dass er damit die Folgerung aus der mehrheitlichen Aufsichtsratsentscheidung zur Entlassung des damaligen Vorstands des BdV am 21. März 2013 ziehen wolle“, heißt es in einer ersten Stellungnahme des Verbands.

Damals waren die beiden Vorstände Axel Kleinlein und Thorsten Rudnik vom dreiköpfigen Aufsichtsratsgremium abberufen worden. Wegen „unterschiedlichen Auffassungen über die inhaltliche und personelle Ausrichtung“ schieden beide „mit sofortiger Wirkung“ aus dem Vorstand aus, teilte der Aufsichtsrat damals mit. 

Das Brisante daran: Wrocklage war in dem dreiköpfigen Aufsichtsratsgremium der Einzige gewesen, der für den Verbleib Kleinleins im BdV gestimmt hatte. Die beiden anderen Mitglieder, Senator a.D. Horst Gobrecht und Franz-Theodor Schadendorf, überstimmten ihn jedoch damals. „Der Aufsichtsrat, Herr Schadendorf und ich, haben diesen Rücktritt mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen“, schreibt Aufsichtsratschef Gobrecht nun in der Stellungnahme. 

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