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Förderbedingungen Wer Wohn-Riester bekommt

Beim Wohn-Riester sollen die eigenen vier Wände zur Altersvorsorge werden. Doch die Förderbedingungen sind komplex.
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Durch den Wohn-Riester werden Kauf, Bau, Ausbau und Finanzierung selbstgenutzen Wohnraums gefördert. Quelle: dpa
Geld

Durch den Wohn-Riester werden Kauf, Bau, Ausbau und Finanzierung selbstgenutzen Wohnraums gefördert.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDas Eigenheimzulagengesetz, wie die Rechtsgrundlage für den Wohn-Riester richtig heißt, kennt zahlreiche Begünstigte: Pflichtversicherte in der gesetzlichen Rentenversicherung, in der Alterssicherung der Landwirte, Beamte und diesen gleichgestellte Personen, etwa Soldaten, ebenso die Bezieher von Arbeitslosen- und Krankengeld, Teilnehmer an einem Freiwilligenprogramm des Bundes sowie Ehepartner.

Gefördert werden Kauf, Bau, Ausbau oder die Finanzierung selbst genutzten Wohnraums in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union und zusätzlich in den Staaten Island, Liechtenstein und Norwegen. Der selbst genutzte Wohnraum muss gleichzeitig den Lebensmittelpunkt darstellen. Ferienwohnungen sind also von der Förderung ausgeschlossen.

Bezuschusst wird aber der Erwerb von Pflichtanteilen an Wohnungsgenossenschaften und von Dauerwohnrechten, etwa in Senioren- oder Pflegeheimen. Geld vom Staat gibt es ab dem Einzug ins Wohneigentum oder ab Beginn der Entschuldung. Zusätzlich werden unter bestimmten Umständen Umbaumaßnahmen gefördert.

Zu den förderfähigen Finanzierungen zählen Riester-Darlehen, Bausparverträge in der Spar- wie in der Darlehensphase sowie Kombifinanzierungen aus Vorausdarlehen und Bausparverträgen. Bei dieser Finanzierungsform werden ein endfälliges Darlehen, Vorausdarlehen genannt, und ein Bausparvertrag abgeschlossen. Die Darlehenssumme entspricht der Bausparsumme.

Die Laufzeit wird so kalkuliert, dass sie in etwa mit der Zuteilungsreife des Bausparvertrages endet. Zuteilungsreif ist ein Bausparvertrag, wenn das Mindestguthaben, in der Regel 40 oder 50 Prozent der Bausparsumme, angespart ist. Gleichzeitig muss eine Mindestbewertungsziffer erreicht sein. Das Prinzip hinter der Bewertungsziffer-Formel: je früher hohe Summen gezahlt werden, desto schneller steigt die Mindestbewertungsziffer.

Den Zuschuss vom Staat gibt es nur für Spar- und Darlehensverträge, die durch die zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) zertifiziert sind. Für Riester-Darlehen von der Bank wie für Bauspardarlehen mit Riester-Förderung gilt gleichermaßen: Bis zur Vollendung des 68. Lebensjahres muss das Darlehen getilgt sein.

Die jährlichen staatlichen Zuschüsse bestehen aus einer Grundförderung von maximal 175 Euro für Erwachsene und einer Förderung von 185 Euro für Kinder, die vor 2008 geboren wurden und 300 Euro für Kinder die 2008 und später auf die Welt kamen.

Bei Ehepartnern oder eingetragenen Lebenspartnern, bei denen nur einer von beiden unmittelbar förderberechtigt ist, kann sich der Partner die vollen 175 Euro Förderung sichern, wenn er den Sockelbetrag von 60 Euro im Jahr zahlt. Berufseinsteiger bekommen einen einmaligen Bonus von 200 Euro. Er ist daran gekoppelt, dass sie nicht älter als 25 Jahre sind.

Die Zuschüsse müssen bei der ZfA beantragt werden: jährlich oder einmal als Dauerzulagenantrag.

Komplizierte Regeln

Voraussetzung für die maximalen Zuschüsse sind Einzahlungen auf das Riester-Konto von vier Prozent des Vorjahres-Bruttolohns. Riester-Sparer können bis zu 2 100 Euro im Jahr auch als Sonderausgaben für Altersvorsorge in der Einkommensteuererklärung geltend machen. Wie beim Kindergeld prüft das Finanzamt, was günstiger ist – die Zuschüsse oder die Steuerersparnis – und erstattet gegebenenfalls Steuern zurück.

Riester-Sparer können also einen besonderen Steuer-Vorteil nutzen. Zusätzlich zu ihren "normalen" Vorsorgeaufwendungen können sie bis zu 2100 Euro im Jahr Riester-Beiträge absetzen. Das macht das Riestern lukrativ für Gutverdiener, die darauf setzen, im Rentenalter mit einem geringeren Steuersatz als aktuell veranlagt zu werden.

Wissend, dass die Förderbedingungen komplex sind, hat die ZfA auf 21 DIN-A4-Seiten die häufigsten Fragen beantwortet. Die Antworten sind zu finden über: https://www.zfa.deutsche-rentenversicherung-bund.de

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