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Fragen und Antworten Lohnt der PKV-Wechsel?

2009 können Privatversicherte leichter als bisher ihren Anbieter wechseln. Lohnt sich das?

Eines vorweg: Teurer wegen der Gesundheitsreform werden sie alle. Das liegt am neuen, gesetzlich verordneten Basistarif, den jede PKV anbieten muss und an der künftig möglichen Mitnahme eines Teils der Altersrückstellungen.

Im Basistarif sammeln sich die Rückkehrer in die PKV, sparsame Altkunden und Umsteiger aus der GKV. Zum GKV-Höchstsatz von rund 500 Euro gibt es dort auch nur GKV-vergleichbare Leistungen, aber anders als sonst in der PKV ohne Gesundheitsprüfung. Das macht den Basistarif nach Aussage der PKV-Lobbyisten so teuer, dass die Gemeinschaft ihn mittragen muss. In welcher Höhe? Noch unklar, weil der Tarif erst zum Jahresende stehen wird.

Uwe Laue, Chef der Debeka, fasst derweil in Zahlen, was allein das Wechselrecht, also die Mitnahme der Altersmitgift, die privat Versicherten kosten wird: "Wir rechnen mit ungefähr zehn Prozent mehr Beitrag für alle." Und das könnten aus seiner Perspektive mehr Kunden als bisher sein: "Wir erwarten mit dem Start des Gesundheitsfonds regen Zulauf aus der gesetzlichen Versicherung." Darüber hinaus vermutet er rund zehn Prozent Wechselwillige innerhalb der Privaten.

Erst und nur im ersten Halbjahr 2009 räumt die Gesundheitsreform den Altkunden ein, von einem zum anderen privaten Anbieter zu wechseln. Dafür gibt sie ihnen besagte Altersrückstellungen an die Hand. Doch nicht alle seine über Jahre oder Jahrzehnte angesparten Rücklagen sind gemeint, sondern nur Rücklagen in der Höhe, die rechnerisch im Basistarif der Privaten angefallen wäre. Unter Umständen eine mickrige Mitgift, konkrete Zahlen gibt es noch nicht.

Obacht: Ein neuer Vertrag bei einem neuen Anbieter setzt auch eine neue Gesundheitsprüfung voraus – das kann das im ersten Augenschein so schöne Angebot mächtig verteuern. Riskante Nebenwirkung beim Wechsel sind halbseidene Versicherungsvertreter, die gegenüber Neukunden die Folgen der Gesundheitsprüfung herunterspielen.

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