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Gesetz Bundesrat billigt Reform der Lebensversicherung

Der Bundesrat hat das von Union und SPD vereinbarte Lebensversicherungskonzept gebilligt. Mit dem Gesetz sollen die Renditezusagen der Branche an die Kunden abgesichert werden. Das führt für die Versicherer zu Problemen.
11.07.2014 - 12:01 Uhr 8 Kommentare
Der Bundesrat billigt die Lebensversicherungsreform. Die Versicherer haben nach wie vor ein Problem. Quelle: dpa

Der Bundesrat billigt die Lebensversicherungsreform. Die Versicherer haben nach wie vor ein Problem.

(Foto: dpa)

Berlin Der Bundesrat hat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause der von Union und SPD vereinbarten Lebensversicherungsreform zugestimmt. Die Länderkammer billigte am Freitag das bereits vom Bundestag verabschiedete Gesetz, mit dem die Renditezusagen der Branche an ihre Kunden besser abgesichert werden sollen. Wegen der historisch niedrigen Zinsen für Staatsanleihen fällt es den Versicherern zunehmend schwerer, die Erträge zu erwirtschaften, die sie zur Erfüllung ihrer Versprechen an die Kunden benötigen.

Vorgesehen ist unter anderem, dass die Aufsichtsbehörde BaFin die Ausschüttung von Dividenden verbieten kann, bevor nicht alle Kunden-Ansprüche abgesichert sind. Außerdem kann sie die Auszahlung von Buchgewinnen aus alten Staatsanleihen an die jährlich drei Millionen ausscheidenden Kunden beschränken. Dies kann - je nach Vertrag - erhebliche Geldeinbußen bedeuten. Allerdings bleibt damit für die Gesamtheit der übrigen fast 60 Millionen betroffenen Versicherten mehr von den Reserven übrig.

Die Bundesbank hatte vergangenes Jahr mit einem Stresstest Alarm geschlagen, wonach bis 2023 wegen der niedrigen Zinsen 32 von 85 deutschen Lebensversicherern die gesetzlichen Eigenkapital-Vorschriften nicht mehr erfüllen könnten. Diese Zahl verringert sich der Bundesbank zufolge mit der Reform auf 13 Versicherer.

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    8 Kommentare zu "Gesetz: Bundesrat billigt Reform der Lebensversicherung"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @Reinhardt Herzog
      Von mir aus können die Vertreter verdienen was sie wollen, sofern uns die Gesellschaften und der Staat nicht um unser sauer verdientes Geld bringen.
      Hier hätte es sicherlich andere Lösungen gegeben!

    • @ Reinhardt Herzog
      Von mir aus können die Vertreter verdienen was sie wollen, sofern uns die Gesellschaften und der Staat nicht um unser sauer verdientes Geld bringen.
      Hier hätte es andere Lösungen geben können!

    • @ Conny Rhein. Mit Ihrer Argumentation haben Sie im Prinzip völlig recht. Die Zinspolitik allerdings wird nicht von der Regierung, sondern von den Notenbanken beherrscht, insbesondere von der EZB. Dass die Niedrigzinspolitik der Notenbanken nicht nur Vorteile bringt, ist unumstritten.

    • @Kai Hahn: Um mit einem Zitat aus einem Schlager von Reinhard Fendrich bzgl. des 7er BMW zu antworten: Und der Grund warum's schreit, ist der blanke Neid!

    • Dank an die Regierung!

      Diese Regierung ist das ALLERLETZTE! Hauptsache sie erhöhen sich immer schön ihre Diäten und uns lassen sie im Regen stehen.

      Das offenlegen der Provisionen der Versicherungsvertreter ist dank dieser Regierung nun auch endgültig vom Tisch. Immer hübsch der Versicherungslobby beugen.

      Statt Streichung der Bewertungsreserven hätte man die Versicherer zwingen können die Differenzen durch die Niedrigzinsen von den üppigen Gewinnen dieser Branche zu bestreiten. So schlecht scheint es den Versicherungen nun auch nicht zu gehen. Unser Vertreter fährt immerhin noch einen 7er BMW.

    • Dank an die Regierung!

      Diese Regierung ist das ALLERLETZTE! Hauptsache sie erhöhen sich immer schön ihre Diäten und uns lassen sie im Regen stehen.

      Das offenlegen der Provisionen der Versicherungsvertreter ist dank dieser Regierung nun auch endgültig vom Tisch. Immer hübsch der Versicherungslobby beugen.

      Statt Streichung der Bewertungsreserven hätte man die Versicherer zwingen können die Differenzen durch die Niedrigzinsen von den üppigen Gewinnen dieser Branche zu bestreiten. So schlecht scheint es den Versicherungen nun auch nicht zu gehen. Unser Vertreter fährt immerhin noch einen 7er BMW.

    • warum übernimmt HB einfach die Argumente der Versicherungslobby? Die Zusagen der Versicherer können doch hauptsächlich deswegen nicht gehalten werden, weil die Prämien der Kunden zugunsten des Vertriebs und der Aktionäre veruntreut wurden. Daran wird sich nicht viel ändern und deshalb wird wieder mal das BVG einschreiten müssen.

    • Dieser Beschluss wird vielen Aktionären nicht gefallen, denn die attraktiven Renditen der Lebensversicherer sind auch ein Argument für den Kauf der Titel in ein Depot!
      Natürlich kann keine Versicherung den Garantiezins aufrechterhalten bei diesem Zinsniveau, aber die Politik sollte sich zuerst einmal Gedanken darüber machen, was diese billige Zinspolitik wirklich bringt und nicht mit diesen Maßnahmen versuchen ein Loch zu stopfen und ein anderes aufzureissen.

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