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Girokonto Mehr Datenschutz bei Zahlung mit EC-Karte

Wer mit der EC-Karte zahlt, kann in Zukunft auf einen besseren Schutz seiner Daten hoffen. Die Zahlungsvorgänge sollen maximal zwei Wochen aufbewahrt werden.
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Die Kundendaten von EC-Karten sollen demnächst kürzer gespeichert werden. Quelle: dpa

Die Kundendaten von EC-Karten sollen demnächst kürzer gespeichert werden.

(Foto: dpa)

Die Datenschutzbehörden von Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen haben sich auf neue Mindeststandards beim Lastschriftverfahren mit EC-Karten geeinigt. Das bestätigten die Datenschutzbeauftragten in Wiesbaden und Düsseldorf.

Der Radiosender NDR Info hatte unter Berufung auf ein entsprechendes Papier der drei Länder berichtet, Handelsunternehmen und EC-Netzbetreiber würden zu einer strikteren Einhaltung der Datenschutzrichtlinien angehalten. Andere Länder hätten sich mit noch strengeren Anforderungen nicht durchsetzen können.

Die drei Länder sind insofern maßgeblich, als bei ihnen große EC-Netzbetreiber ihren Sitz haben. Ihre Vereinbarung ist praktisch eine Art Handlungsempfehlung für die Unternehmen ohne rechtlich bindende Wirkung. Das Lastschriftverfahren war im vergangenen Jahr wegen mangelhaften Datenschutzes bundesweit in die Kritik geraten.

Die Daten von Kunden, die in Supermärkten, Baumärkten oder an Tankstellen mit EC-Karte und Unterschrift zahlen, sollen längstens noch zwei Wochen gespeichert werden, wie eine Sprecherin des Datenschutzbeauftragten in Düsseldorf sagte.

Bislang seien Speicherungen von bis zu einem Jahr erfolgt. Eingeschränkt werden soll laut NDR auch die Bildung gemeinsamer Datenpools, in denen neben der Kontonummer auch Kaufbetrag, Zeitpunkt und Ort des Einkaufs hinterlegt sind. Solche Datensammlungen sollen künftig „ausschließlich zur Missbrauchsbekämpfung“ zulässig sein. Zudem müssten die Kunden, die das Lastschriftverfahren nutzen, über die Verwendung ihrer Daten informiert werden.

Die drei größten EC-Netzbetreiber, die Kartenzahlungen für die Handelsunternehmen und Tankstellenketten abwickeln, reagierten gelassen auf die neuen Vorgaben. Man komme damit „gut zurecht“, sagte ein Sprecher des Münchner Unternehmens Intercard dem Sender.

Ein Sprecher der Firma Telecash im hessischen Bad Vilbel nannte die Neubewertung durch die Aufsichtsbehörden „sinnvoll und im Sinne eines guten Datenschutzes.“ Marktführer Easycash, der besonders in der Kritik gestanden hatte, betonte, man sei „bereits jetzt in nahezu allen Punkten“ nach den Vorgaben des zuständigen Landesdatenschutzes in Nordrhein-Westfalen tätig.

  • dpa
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