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Handelsblatt testet Vom ambulanten Bereich bis Zahnbehandlung: Das sind die besten Krankenzusatzversicherungen

Mit der Pandemie rückt die Gesundheit ganz besonders ins Bewusstsein vieler Menschen. Das macht sich auch an der Zahl der Zusatzversicherungen bemerkbar.
19.05.2021 - 14:40 Uhr Kommentieren
Während die Zahl der privaten Krankenvollversicherungen 2020 leicht zurückging, schlossen mehr Menschen eine Krankenzusatzversicherung ab. Quelle: obs
Besuch beim Zahnarzt

Während die Zahl der privaten Krankenvollversicherungen 2020 leicht zurückging, schlossen mehr Menschen eine Krankenzusatzversicherung ab.

(Foto: obs)

Düsseldorf Die Menschen kümmern sich in der Pandemie mehr um ihre eigene Gesundheit. Die Zustimmung und das Interesse an einer Corona-Impfung sind sehr groß. Impftermine sind begehrt und sofort ausgebucht. Mehr Menschen interessieren sich für die medizinische Vorsorge: „Die Menschen machen sich mehr Gedanken um ihre Gesundheit, das Risikobewusstsein steigt“, sagt Michael Franke, Geschäftsführer der Ratingagentur Franke und Bornberg.

Während die Zahl der privaten Krankenvollversicherungen 2020 leicht zurückging, schlossen mehr Menschen eine Krankenzusatzversicherung ab. Damit können sie Leistungen in Anspruch nehmen, die über das Leistungspaket der gesetzlichen Krankenkassen hinausgehen. Die Zahl der Zusatzversicherungen stieg 2020 um 2,4 Prozent auf 27,3 Millionen Policen.

Zahnzusatzversicherungen sind eine gute Ergänzung

Am beliebtesten sind Zahnzusatzversicherungen: Ende 2020 hatten 17,2 Millionen gesetzlich Versicherte eine Police für die Zahnbehandlung abgeschlossen. Denn hier kommen die gesetzlichen Krankenversicherungen nur für eine Grundversorgung auf.

Der private Eigenanteil ist in der Regel groß. Eine Zahnzusatzversicherung ist daher eine gute Ergänzung. Ihr Leistungsumfang ist in den vergangenen Jahren gewachsen.
Gemeinsam mit dem Zuschuss der gesetzlichen Krankenversicherung übernehmen sie heute meist 90 Prozent der Kosten für Zahnersatz, manche kommen sogar vollständig dafür auf.

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    „Implantate oder auch Zahnreinigungen sollten in den Zusatzversicherungen enthalten sein“, empfiehlt Michael Franke. Wie teuer die Behandlung mit Zahnersatz ist, zeigt das Beispiel eines Zahns im Frontbereich, der nach einem Sportunfall entfernt und ersetzt werden muss.

    Die gesetzliche Krankenversicherung leistet in diesem Fall einen Festzuschuss von 661,54 Euro. Wer sich für ein Implantat entscheidet, muss mit gesamten Kosten in Höhe von 3580 Euro rechnen. Der Zahnarzt muss zunächst eine künstliche Zahnwurzel, Implantat genannt, im Kieferknochen verankern.

    Erst nach Einheilung des Implantats wird eine Krone angefertigt und aufgesetzt. Das ist teure Handarbeit. Ohne eine Zusatzversicherung müsste ein gesetzlich Versicherter rund 2900 Euro aus eigener Tasche bezahlen.

    Knapp die Hälfte der Versicherungen schließen mit Höchstnote ab

    Deutlich günstiger ist die Behandlung mit einer Brücke, bei der dann aber die beiden Nachbarzähne um den fehlenden Zahn beschliefen werden müssen. So geht unwiederbringlich Zahnsubstanz verloren. Der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung kann sich also bezahlt machen.

    Von den 28 untersuchten Zahnzusatzversicherungen schneiden zwölf mit der Höchstnote sehr gut ab. Die Süddeutsche und die Barmenia Krankenversicherung konnten beim Test die volle Punktzahl erzielen.

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    Bei der Süddeutschen Krankenversicherung liegt die monatliche Prämie für eine Person im Alter von 30 Jahren beim Tarif „ZP9“ bei 12,42 Euro. Mit dem Zuschuss der gesetzlichen Krankenversicherung übernimmt die Zusatzversicherung 90 Prozent der Kosten.

    Beim Beispiel des Implantats im Frontbereich würde die private Zusatzversicherung 2560 Euro übernehmen. Mit dem Zuschuss der gesetzlichen Krankenversicherung bleibt ein Eigenanteil von 358 Euro. Auch die Kosten für eine professionelle Zahnreinigung übernimmt die Zusatzversicherung bis maximal 150 Euro pro Jahr. Zur Zahnbehandlung gehören Füllungen, Inlays, Wurzel- und Paratondose-Behandlung. „Auch sind Hightech-Leistungen wie die Laserbehandlung erstattungsfähig“, teilt die Süddeutsche Krankenversicherung auf Anfrage mit.

    Zum Zahnersatz zählen Implantate, Brücken oder Kronen. Die Barmenia Krankenversicherung kommt mit ihrem Tarif „Mehr Zahn 90“ gemeinsam mit dem Zuschuss der gesetzlichen Krankenversicherung für 90 Prozent der Kosten für Zahnersatz auf. Auch für den Knochenaufbau, der häufig bei Implantaten notwendig ist, übernimmt sie 90 Prozent der Kosten.

    Zusatzversicherung für den ambulanten Bereich

    Eine weitere Möglichkeit, sich zusätzlich zu versichern, sind Angebote für den ambulanten Bereich. Die Experten von Franke und Bornberg haben Tarife mit Leistungen für Sehhilfen, Naturheilverfahren und Vorsorge unter die Lupe genommen.

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    Von den insgesamt elf analysierten Versicherern erhalten sechs die Höchstnote sehr gut. Die monatliche Prämie für den Tarif „Mehr Gesundheit 1000“ und „Mehr Sehen“ der Barmenia Versicherungen beträgt für eine Person im Alter von 30 Jahren 21,50 Euro.

    Zum Leistungspaket zählen Behandlungen im Bereich Akupunktur, Osteopathie, Chiropraktik auch durch Heilpraktiker. Der Tarif „Mehr sehen“ übernimmt innerhalb von zwei Kalenderjahren maximal 300 Euro für Sehhilfen und beteiligt sich einmalig mit 1000 Euro an einer Laserbehandlung an beiden Augen.

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    Zusatzversicherungen für den stationären Bereich

    Auch gesetzlich Krankenversicherte können im Krankenhaus die Behandlung durch den Chefarzt und die Unterbringung im Einbettzimmer in Anspruch nehmen. Eine Zusatzkrankenversicherung macht es möglich. Franke und Bornberg hat 28 Krankenzusatzversicherungen für den stationären Bereich genauer unter die Lupe genommen.

    Davon schneiden zehn mit der Höchstnote sehr gut ab. Bei diesen Tarifen werden auch Alterungsrückstellungen gebildet, um den Kostenanstieg im höheren Lebensalter zu bremsen. Zu den Toptarifen zählt der Tarif „Mediclinic Premium“ der Gothaer Versicherung.

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    Für diesen Tarif muss eine Frau oder ein Mann im Alter von 30 Jahren eine monatliche Prämie von 41,90 Euro bezahlen. Zum Leistungspaket zählt die Unterbringung im Einbettzimmer, die privat ärztliche Behandlung durch den Chefarzt sowie ein Krankenhaustagegeld.

    Bei der Concordia Krankenversicherung, die ebenfalls mit der Höchstnote bewertet wird, liegt die monatliche Prämie für die stationäre Zusatzversicherung bei 43,57 Euro. Darin enthalten ist ebenfalls die Behandlung durch den Chefarzt und die Unterbringung im Einbettzimmer. Günstigster Anbieter unter den mit der Höchstnote sehr gut bewerteten Versicherungen ist die Signal Krankenversicherung mit dem Tarif „Klinik Top 1“ und einer monatlichen Prämie von 35,91 Euro.

    Mehr: Coronakrise treibt Arbeitnehmer aus der privaten Krankenversicherung

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