Handelsblatt testet Wenn der Urlaub ins Wasser fällt

Wer kurz vor dem Urlaub die Reise storniert, bleibt meist auf den Gebühren sitzen. Davor sollen Reiserücktrittsversicherungen schützen. Das Analysehaus Franke und Bornberg hat für das Handelsblatt Angebote verglichen.

Gesetzeslage: Was tun, wenn man im Urlaub krank wird?

KölnIm Leben kommt es oft anders als man denkt. Das gilt auch für den Urlaub. Eine Reise kann noch so gut geplant sein: Wenn einer der Reisenden ernstlich krank wird,fällt der Traumurlaub ins Wasser.

Auch im Urlaub können Umstände auftreten, die Reisende dazu zwingen, früher als geplant nach Hause zurückzukehren. Eine geplatzte Reise sorgt nicht nur für Enttäuschung, sondern ist auch finanziell ein Ärgernis. Immerhin lassen sich Deutschen ihren Urlaub einiges kosten. Im Schnitt geben sie im laufenden Jahr 2.468 Euro für den Sommerurlaub aus, zeigt eine Studie des Reiseversicherers Europ Assistance.

Reiserücktritt- und Reiseabbruchversicherungen sollen den finanziellen Schaden abwehren. „Im Gegensatz zu einer Reisekrankenversicherung sind sie allerdings ein Kann, kein Muss“, sagt Peter Grieble, Versicherungsexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. „Tritt ein Schadensfall ein, ist man danach schließlich nicht finanziell ruiniert.“ Die Policen lohnen sich vor allem für Menschen, die sehr oft verreisen, teure Urlaube planen oder krankheitsanfällige Kinder haben.

Diese Urteile sind beinahe unglaublich
100 Tage Eheverbot für geschiedene Japanerinnen
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Japanische Frauen sollen nach einer Scheidung auch weiterhin 100 Tage lang nicht erneut heiraten dürfen. Eine entsprechende Gesetzesänderung verabschiedete das Kabinett in Tokio am 8. März. Lediglich für Frauen, die sich von einem Arzt bescheinigen lassen, dass sie nicht schwanger sind, soll die Frist entfallen. Bislang gilt in Japan eine Frist von sechs Monaten für eine neuerliche Hochzeit. Die Regelung aus dem 19. Jahrhundert kippte das Verfassungsgericht allerdings im Dezember und schlug den neuen Zeitraum von 100 Tagen vor.

81-Jähriger DVD-Dieb muss ins Gefängnis
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Ein 81-jähriger Rentner muss in Italien in Haft, weil er im Jahr 2008 eine DVD geklaut hatte. Der Mann sei damals bei der Tat von einem Angestellten des Einkaufszentrums ertappt worden und habe diesen gestoßen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am 10. März. Der Geschäftsmitarbeiter sei dabei leicht verletzt worden. Der Pensionär habe sich vor Gericht wegen schweren Raubes verantworten müssen und sei zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Da er es anschließend versäumt habe, innerhalb der möglichen Frist die Aussetzung der Strafe zu beantragen, sei er nun von der Polizei in der mittelitalienischen Stadt Pescara festgenommen worden.

Batmans Batmobil darf nicht ohne Erlaubnis nachgebaut werden
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Der US-Comicverlag DC Comics, vor allem für die Comicserie „Batman“ bekannt, hat in einem Gerichtsstreit um das Batmobil einen Sieg errungen. Wie am 8. März bekannt wurde, hält sich der Oberste Gerichtshof in Washington aus einem Urheberrechtsstreit zwischen DC Comics und einem kalifornischen Autobauer heraus. Damit hat das frühere Urteil eines Gerichts in Kalifornien bestand, dass das legendäre Batmobil urheberrechtlich geschützt ist. Wer also das rasante Kult-Fahrzeug nachbauen möchte, braucht dazu die Zustimmung des Rechteinhabers DC Comics. Der Verlag hatte einen Autohersteller verklagt, der Batman-Fahrzeuge nachgebaut und für rund 90.000 Dollar verkauft hatte.

Bauer sucht Frau – und bekommt sein Geld zurück
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Nach einer misslungenen Partnervermittlung bekommt ein Landwirt knapp 1200 Euro zurück. Das Amtsgericht Augsburg verurteilte die Partneragentur zur Zurückzahlung der Vertragssumme, nachdem das Unternehmen dem 50 Jahre alten Junggesellen nicht die gewünschte Frau vermittelt hatte. Der Bauer habe sich von der Augsburger Partnervermittlung „über den Tisch gezogen“ gefühlt und erfolgreich geklagt, berichtete eine Gerichtssprecherin am 29. Februar. Das Urteil ist mittlerweile rechtskräftig (Az.: 71 C 2892/15).

Namensgebung „Am Lusthaus“ für Straße ist rechtmäßig
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Eine Grundstücksbesitzerin aus Köln ist mit dem Versuch gescheitert, die Namensgebung „Am Lusthaus“ für ihre Straße gerichtlich zu verhindern. Eine Straßenbenennung berühre nicht die Persönlichkeitsrechte der dort wohnenden Menschen, entschied das Verwaltungsgericht Köln in einem am 3. März veröffentlichten Urteil. Denn es gehe dabei allein darum, dass eine öffentliche Sache – nämlich eine Straße – benannt werde (Az.: 20 K 3900/14).

Bewährungsstrafe gegen gnädigen Bußgeldrichter
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Eine Bewährungsstrafe gegen einen Bußgeldrichter, der wegen fehlender Akten zahlreiche Verkehrssünder freigesprochen hat, hat Bestand. Der Bundesgerichtshof (BGH) verwarf die Revision des Angeklagten gegen das Urteil als unbegründet, wie das Gericht in Karlsruhe am 7. März mitteilte. Der Richter hatte die Verkehrssünder zwischen 2005 und 2011 freigesprochen. Das Erfurter Landgericht verurteilte ihn daraufhin im vergangenen Juni wegen Rechtsbeugung zu 15 Monaten auf Bewährung. Es begründete sein Urteil damit, dass der Richter die Unvertretbarkeit seiner Entscheidung billigend in Kauf genommen habe. Er habe die Bußgeldbehörden aus Ärger über deren Aktenführung disziplinieren wollen (Az.: 2 StR 533/15).

Mutter darf aus WG geworfen werden
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Studentenmütter, die sich in der WG ihres Sohnes einquartieren, können notfalls von Polizisten aus der Wohnung geworfen werden. Mitbewohner dürften die Polizei zu Hilfe rufen, um ihr Hausrecht durchzusetzen, entschied das Oberlandesgericht Hamm im Fall einer Wohngemeinschaft von Studenten in Dortmund (Az.: 11 U 67/15). Die Frau sollte sich während des Urlaubs ihres damals 26 Jahre alten Sohnes um seine Katzen und ein Meerschweinchen kümmern. Sie war aber nicht nur zum Füttern der Tiere gekommen, sondern gleich eingezogen. Das passte dem damals 29 Jahre alten Mitbewohner aber nicht. Weil die Mutter nicht freiwillig ging, alarmierte er die Polizei.

Wird eine Reise storniert, verlangt der Veranstalter in der Regel Stornogebühren. Je kurzfristiger die Absage, desto höher fallen die Gebühren aus. Wer knapp vor der Abreise einen Rückzieher macht, bekommt meist gar kein Geld zurück. Auch bei Reiseabbruch bleiben Urlauber üblicherweise voll auf den Reisekosten sitzen. Wer gegen einen Reiserücktritt oder -abbruch versichert ist, bekommt die Stornokosten ersetzt – in der Regel abzüglich eines Selbstbehalts.

„Vor Abschluss einer Police sollte man in jedem Fall auf die Höhe des Selbstbehalts achten“, rät Grieble. Die Reiserücktrittversicherung wird häufiger abgeschlossen als die Reiseabbruchversicherung. Oft werden aber auch beide Versicherungen im Paket angeboten. Das ist durchaus sinnvoll, sagt der Verbraucherschützer.

Reiselustige sollten sich überlegen, ob sie nur eine einzige Reise absichern wollen oder mit einer Dauerpolice die Reisen eines gesamten Jahres. „Zwei Einzelpolicen sind teurer als eine Jahrespolice“, sagt Versicherungsmakler Sascha Bauer aus dem hessischen Gelnhausen. Wer im Jahresverlauf mehrere Urlaube plant, ist mit einer Dauerpolice also besser bedient.

Was den Deutschen Angst macht
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Deutsche sind zufrieden mit ihrem Leben

Das Marktforschungsinstitut Forsa hat im Auftrag des Versicherers Cosmos Direkt untersucht, wie zufrieden die Deutschen sind, welche Sorgen sie haben und wovor sie sich fürchten. Dazu wurden insgesamt 2001 Bürger befragt. Die Befragung ergab, dass die Mehrheit der Deutschen zufrieden mit ihrem Leben ist (91 Prozent). Nur acht Prozent gaben an, weniger bis unzufrieden mit ihrem Leben zu sein. Interessant ist, dass Bürger im westlichen Teil Deutschlands zufriedener sind (33 Prozent) als Deutsche aus der ehemaligen DDR (23 Prozent).

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Jüngere und mittelalte haben größere Sorgen

Die Befragung ergab außerdem, dass vor allem bei den 18- bis 29-Jährigen, sowie bei den 45- bis 59-Jährigen die Wahrscheinlichkeit sehr viel höher ist, weniger bis komplett unzufrieden mit ihrem Leben zu sein (neun beziehungsweise zehn Prozent). In der Altersgruppe der 30- bis 44-Jährigen hingegen gaben nur vier Prozent der Befragten an, unzufrieden mit ihrem bisherigen Lebensverlauf zu sein.

Ähnlich Ergebnisse erhält man, wenn nach Einkommenshöhen kategorisiert. So haben nur 15 Prozent der Befragten mit einem Einkommen von unter 1000 Euro angegeben, mit ihrem Leben sehr zufrieden zu sein. Bürger mit einem Einkommen von 3000 Euro oder mehr kommen in dieser Kategorie auf 43 Prozent.

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Zukunftseinschätzung

74 Prozent der Deutschen blicken laut der Forsa-Umfrage optimistisch in die Zukunft. Nur 24 Prozent haben größere Sorgen bezüglich ihrer Zukunft. In der Regel sind unter 45-Jährige und höher Gebildete optimistischer. Dasselbe gilt für das Einkommen. Bürger mit Einkommen von mehr als 3000 Euro blicken zuversichtlicher in die Zukunft als Befragte mit geringen Haushaltseinkommen.

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Risikoaffinität

Dass die Deutschen risikoscheu sind, ist nichts neues. Das bestätigt auch die Umfrage der Forsa. Rund 71 Prozent der Befragten gab an, eher „auf Nummer sicher“ zu gehen. Nur 28 Prozent der Deutschen ist Risikoaffin. Vor allem jüngere Menschen sind bereit größere Risiken einzugehen (47 Prozent). Außerdem ist man im Westen weniger risikoscheu als im Osten (29 versus 21 Prozent).

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Hohe Bildung und Familie bringt Sicherheit

Das Gefühl finanzieller Sicherheit wird vor allem dann verstärkt, wenn man über eine hohe Berufsausbildung verfügt. Das sehen rund 76 Prozent der Deutsche so. Ebenfalls wichtig ist der familiäre Rückhalt (66 Prozent). Auf Platz drei folgt mit 63 Prozent der sichere Arbeitsplatz. Weniger wichtig für das Gefühl finanziell sicher ausgestattet zu sein sind der Umfrage zufolge Geldanlagen und Wohneigentum.

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Arbeitsplatz

Generell sind die Deutschen mit ihrer derzeitigen Tätigkeit zufrieden. Das gaben 87 Prozent der Befragten an. Nur 13 Prozent sind mit ihrer Arbeitsstelle unzufrieden. Hier machen vor allem die Befragten mit niedrigen Haushaltseinkommen den überwiegenden Teil aus. Die Daten ergaben außerdem, dass die Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz im Westen (38 Prozent) höher ist als im Osten (32 Prozent). Fragt man danach, welche Kriterien den Deutschen bei der Wahl des Arbeitsplatzes am wichtigsten sind, kommt folgendes Ergebnis heraus: 63 Prozent bevorzugen einen sicheren Arbeitsplatz, 57 Prozent ist die Ausgewogenheit von Privat- und Arbeitsleben wichtig und 56 Prozent achten auf unbefristete Arbeitsverträge.

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Krankheit

Eine Krankheit oder plötzliche Invalidität kann ein Leben komplett umkrempeln. Die Sorge durch Krankheiten keinen Beruf mehr ausüben zu können treibt etwa 46 Prozent um. Weniger Angst haben die Deutschen vor technischen Neuerungen. Nur 13 Prozent der Befragten gaben an, Angst zu haben, im Beruf aufgrund von technischen Änderungen nicht mehr mithalten zu können. Noch geringer ist die Angst durch jüngere Arbeitskollegen in ihrer Funktion abgelöst zu werden (sieben Prozent).

Wenn man sie nicht rechtzeitig kündigt, verlängert sie sich allerdings wie die meisten Versicherungen automatisch um ein weiteres Jahr. Klug ist es, die Versicherung nicht direkt im Reisebüro abzuschließen. Viele Reisebüros bieten zwar zusätzlich zur Urlaubsbuchung eine Reiserücktritt- oder Reiseabbruchversicherung an. Diese Policen sind nach Einschätzung von Experten aber in der Regel zu teuer. Außerdem bleibt im Reisebüro oft keine Zeit, die Konditionen genau zu prüfen.

Häufig ist eine Krankheit der Grund dafür, dass Reisewillige ihren Urlaub absagen müssen. Es kommt aber auch vor, dass jemand etwa wegen eines neuen Jobs eine lang geplante Reise nicht antreten kann. Auch in diesem Fall springen Versicherer ein. Wird eine Reise abgebrochen, liegt das ebenfalls oft an einer akuten Erkrankung.

Aber auch ein Todesfall daheim kann Urlauber dazu zwingen, vorzeitig nach Hause zurückzukehren. Oder auch plötzliche Schäden am Haus, etwa durch Sturm oder Überschwemmung. In diesem Fall erstattet der Versicherer oft nicht nur die Kosten für Reiseleistungen, die nicht mehr in Anspruch genommen wurden. Er kümmert sich auch um die Umbuchung der Rückflüge.

Überblick 1: Die besten Reiserücktrittsversicherungen für Erwachsene
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