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Handelsblatt testet Zahnbehandlung, stationärer und ambulanter Bereich: Das sind die besten Zusatzversicherungen

Wer auf Top-Behandlung Wert legt, muss sich zusätzlich versichern. Ein Vergleich macht sich bezahlt: Tarife und Leistungen unterscheiden sich stark.
19.05.2020 - 11:20 Uhr Kommentieren
Während die Zahl der privaten Krankenvollversicherungen 2020 leicht zurückging, schlossen mehr Menschen eine Krankenzusatzversicherung ab. Quelle: obs
Besuch beim Zahnarzt

Während die Zahl der privaten Krankenvollversicherungen 2020 leicht zurückging, schlossen mehr Menschen eine Krankenzusatzversicherung ab.

(Foto: obs)

Düsseldorf Das deutsche Gesundheitssystem gilt als eines der besten der Welt. Das hat sich in der Coronakrise gezeigt. Ausreichend Betten standen zur Verfügung. Basis für die Finanzierung von Krankenhäusern sind gesetzliche Krankenkassen. Bei ihnen sind mehr als 90 Prozent der Menschen hierzulande versichert. Sie bieten eine solide Grundversorgung bei allen medizinischen Problemen.

Wer mehr Leistungen wünscht, für den kann eine Krankenzusatzversicherung eine gute Ergänzung sein. Die individuellen Bedürfnisse sollten im Fokus stehen: „Der eine wünscht sich eine hochwertige Versorgung mit Implantaten, für den anderen ist die Chefarztbehandlung und das Ein-Bett-Zimmer wichtig“, sagt Peter Grieble, Versicherungsexperte bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Ein gründlicher Vergleich macht sich bezahlt, Tarife und Leistungen unterscheiden sich stark.

Um Interessenten eine Orientierung zu geben, hat die Ratingagentur Franke und Bornberg die Tarife für Krankenzusatzversicherungen für das Handelsblatt unter die Lupe genommen. Bei der Bewertung geht die Qualität der Tarife mit 70 Prozent in die Bewertung ein, der Preis macht 30 Prozent aus.

Rund 16 Millionen Deutsche hatten 2018 eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen. Das ist ein starkes Wachstum gegenüber elf Millionen Verträgen 2008. Eine Zusatzpolice ist oft empfehlenswert: „Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen in der Regel nur einen kleinen Teil der Kosten für Zahnersatz.

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    Eine Zusatzversicherung kann hier die Lücke schließen und die Belastung deutlich reduzieren“, sagt Michael Franke, Geschäftsführer der Ratingagentur Franke und Bornberg. 16 Tarife erhalten die Höchstnote sehr gut.

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    Die Arag und die Hallesche Krankenversicherung erzielen beim Test mit ihren Tarifen die maximal mögliche Punktzahl von 100 Punkten. Ein Mann oder eine Frau im Alter von 30 Jahren bezahlt für einen sehr guten Zusatzschutz im prämierten Tarif bei der Arag einen monatlichen Beitrag von 18,43 Euro, bei der Halleschen sind es 18,90 Euro.

    Bei diesen Tarifen werden, wie bei Zahnzusatzversicherungen meist üblich, keine Rücklagen fürs Alter gebildet. Deswegen müssen Versicherte mit steigenden Beiträgen rechnen.

    Der Tarif Arag Dent 90 umfasst eine professionelle Zahnreinigung, Zahnbehandlung, Zahnersatz und schließt auch Kieferorthopädie ein. Die Versicherung bezahlt pro Jahr zwei Zahnreinigungen von jeweils 80 Euro. Beim Zahnersatz übernimmt sie die Kosten für den Eigenanteil an der sogenannten Regelversorgung zu 100 Prozent.

    Bei höherwertigem Zahnersatz kommt sie in jedem Fall für 80 Prozent auf. Wer für die vergangenen fünf Jahren eine jährliche Vorsorgeuntersuchung nachweisen kann, bekommt insgesamt sogar 90 Prozent erstattet.

    Hochwertiger Zahnersatz ist teuer, oft aber sinnvoll. Beim Verlust eines Frontzahnes und einer Brücke als Zahnersatz muss der Zahnarzt dafür unter Umständen gesunde Nachbarzähne abschleifen lassen. Eine Alternative ist ein Implantat, also eine künstliche Zahnwurzel.

    Unabhängig davon, für welchen Zahnersatz sich der Patient entscheidet, bekommt er von seiner gesetzlichen Versicherung einen Festzuschuss in Höhe von 537,70 Euro. Wählt er ein Implantat, deckt das nicht einmal 20 Prozent der Kosten in Höhe von 3362,20 Euro. Die Zusatzversicherung übernimmt 2152,86 Euro.

    Nimmt der Versicherte zudem regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen wahr, bekommt er mit 645,25 Euro nicht nur einen höheren Zuschuss von seiner gesetzlichen Kasse bezahlt, sondern auch von seiner Zusatzversicherung in Höhe von 2381,63. Unterm Strich muss er von der Gesamtrechnung von 3363,20 dann nur noch 336,32 Euro aus eigener Kasse bezahlen.

    Zusatzversicherung für den stationären Bereich

    Eine stationäre Krankenzusatzversicherung übernimmt meist Kosten für die Chefarztbehandlung und für ein Ein- oder Zwei-Bett-Zimmer. „Bei einer ernsthaften Erkrankung kann sich ein Versicherter einen Spezialisten suchen, der über viel Erfahrung und Know-how verfügt“, sagt Michael Franke. Die bewerteten Tarife bieten sogar Ein-Bett-Zimmer.

    Die volle Punktzahl beim Test erzielt die Deutsche Familienversicherung mit ihrem Tarif KlinikSchutz Exklusiv. Er erstattet 100 Prozent der Kosten für eine Chefarztbehandlung in einem Ein-Bett-Zimmer. „Das schließt die freie Krankenhauswahl ein, einschließlich privater Kliniken“, sagt Moritz Hauck von der Deutschen Familienversicherung.

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    Im Musterfall müsste ein Einsteiger im Alter von 30 Jahren 34,90 Euro Monatsprämie bezahlen. Wenn eine ambulante Operation einen stationären Aufenthalt ersetzt, kommt die Versicherung voll dafür auf. Das gilt auch für die Übernachtung eines Erziehungsberechtigten beim Aufenthalt eines Minderjährigen im Krankenhaus. Die Versicherung vergütet zudem ärztliche Leistungen, die über dem fünffachen Satz der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) liegen.

    Zusatzversicherung für den ambulanten Bereich

    Auch bei der ambulanten Versorgung können sich gesetzlich Krankenversicherte zusätzlich versichern. Im Test schneidet der Tarif MED Komfort-U der Axa Krankenversicherung am besten ab. Eine 30-jährige Frau oder ein 30-jähriger Mann muss beim Einstieg 23,17 Euro pro Monat bezahlen und kann innerhalb von zwei Jahren Leistungen in Höhe von maximal 2000 Euro in Anspruch nehmen.

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    Der Katalog umfasst 80 Prozent der Kosten der Behandlung durch einen Heilpraktiker oder einen Arzt für Naturheilverfahren. Die Versicherung erstattet auch 80 Prozent der ärztlich verordneten Arzneimittel, die die gesetzliche Kasse nicht bezahlt. Sie leistet außerdem einen Zuschuss für Brillen von bis zu 300 Euro in zwei Jahren. Das wird die tatsächlichen Kosten nicht voll abdecken.

    Mehr: Diese privaten Krankensicherungen bieten den besten Schutz.

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