Hochwasserkatastrophe Bund zeigt sich offen für Flut-Pflichtversicherung

Nach den Aufräumarbeiten will der Bund über eine Pflichtversicherung gegen Naturkatastrophen für Hausbesitzer beraten. Versicherer warnen davor, dass diese zu leichtfertigem Handeln führen könnte.
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Sandsäcke liegen weiterhin  in Wussegel bei Hitzacker (Niedersachsen) zur Sicherung am Deichfuß. Die Hochwassersituation an der Elbe in Norddeutschland entspannt sich dank fallender Pegelstände weiter. Währenddessen beraten Politiker über die Soforthilfe für Flutopfer. Quelle: dpa

Sandsäcke liegen weiterhin in Wussegel bei Hitzacker (Niedersachsen) zur Sicherung am Deichfuß. Die Hochwassersituation an der Elbe in Norddeutschland entspannt sich dank fallender Pegelstände weiter. Währenddessen beraten Politiker über die Soforthilfe für Flutopfer.

(Foto: dpa)

BerlinDie Bundesregierung erwägt eine Pflichtversicherung gegen Naturkatastrophen für Hausbesitzer. Dies werde nach den Aufräumarbeiten beraten, sagte Vize-Regierungssprecher Georg Streiter am Montag in Berlin. Allerdings gebe es dazu noch keine abgeschlossene Meinung.

Die Frage sei sehr vielschichtig und könne daher nicht innerhalb von drei Tagen zum Ende geführt werden. Im Zentrum stehe zunächst die möglichst schnelle Nothilfe.

Das Wirtschaftsministerium wollte sich nicht auf einen Zeitplan oder Details festlegen. Eine Sprecherin verwies lediglich auf Gespräche von Ressortchef Philipp Rösler mit der Kreditwirtschaft. Diese habe zugesagt, dass die Schäden schnell analysiert würden und es eine unbürokratische Abwicklung geben werde. Dies stehe jetzt im Mittelpunkt.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hatte für eine flächendeckende Elementarschadenversicherung plädiert, die den Staat und die Steuerzahler billiger kämen als Soforthilfen der Politik. Im DIW-Modell wäre diese Summe von der Versicherung gedeckt.

Versicherer wehren sich
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4 Kommentare zu "Hochwasserkatastrophe: Bund zeigt sich offen für Flut-Pflichtversicherung"

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  • Geht's noch dümmer?
    Letzten Endes wird man uns die Atemfrequenz vorschreiben!

  • ... wie bei der Pflegeversicherung...
    Pflichtversicherung einführen, Feiertage streichen,
    um in Anschluss den Bürger klar zu machen, dass sie zusätzlich private Vorsorge treffen müssen....
    weil die Leistungen der "Pflichtversicherung" nicht ausreichen...
    s.auch Rentenversicherung, gesetzl.Krankenversicherung...

  • Nicht zu fassen. Unsere Politiker haben sich offenbar im Rettungswahn für Südeuropa so sehr an die Abschaffung von Eigenverantwortung, wirtschaftlicher Vernunft und die Erzeugung von massiven Fehlanreizen gewöhnt, dass sie selbst die Schnapsidee einer allgemeinen Pflichtversicherung ins Auge fassen.

    In fünf Jahren sehen wir dann wieder Fernsehbilder von Menschen, die darüber klagen, dass ihr "gerade erst nach der letzten Flut neu gebautes Haus" unter Wasser steht.

  • Günstige Sumpfplätze als Bauland auszuschreiben ist die eine Sache, wenn sich jemand darauf ein Haus baut ist es sein Risiko, sollte ich dafür mithaften werde ich auch ein günstiges Grundstück kaufen, das mach ökonomisch Sinn.

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