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Katastrophenanleihen Versicherungsaufseher warnen renditehungrige Anleger

Versicherer zahlen Milliarden für Katastrophenschäden. Deshalb geben sie dieses Risiko gerne an Investoren weiter. Doch das ist gefährlicher als bisher angenommen, warnen die EU-Versicherungsaufseher.
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Millionenschäden: Das kosten Deutschlands Stürme

FrankfurtDie EU-Versicherungsaufseher machen sich Sorgen über die Schwemme frischen Geldes, das auf der Jagd nach mehr Rendite in die Branche fließt. Investoren wie Pensionskassen, aber auch Hedgefonds haben zum Beispiel Katastrophenanleihen als neue Anlageform entdeckt, mit denen die Versicherer große Risiken an den Kapitalmarkt weiterreichen.

Die Aufseher der EIOPA sehen darin in ihrem am Donnerstag veröffentlichten halbjährlichen Stabilitätsbericht eine Gefahr für die Versicherer. Denn diese neuen Investoren könnten die in den Papieren steckenden Risiken und die Komplexität des Versicherungssektors oft nicht genügend einschätzen.

Normalerweise nutzen Versicherungskonzerne Rückversicherer wie die Münchener Rück, um übergroße Schadenfälle nicht ganz aus der eigenen Kasse bestreiten zu müssen. Die Katastrophenanleihen bieten ihnen dafür nun neue Möglichkeiten.

Versicherer, aber auch Rückversicherer, können Risiken etwa für Erdbeben oder Wirbelstürme darüber an andere Investoren abwälzen. Diese erhalten hohe Zinsen darauf, so lange der Schadenfall nicht eintritt. Wenn doch, verlieren sie ihren Einsatz.

Experten hatten davor gewarnt, dass die neuen Investoren die Rückversicherer schwächen und die Preise für Rückversicherungsschutz in den Keller gehen könnten. Doch Branchengrößen wie die Münchener Rück, Swiss Re oder Hannover Rück halten ihre Bedeutung vor allem für den europäischen Markt für überschätzt.

Die EIOPA rechnet damit, dass der Run auf solche Papiere in den nächsten Jahren zunimmt. Doch es sei schwer abzuschätzen, wie sich ihr Umfang und ihre Rendite entwickelten, wenn sich die Bedingungen an den Kapitalmärkten insgesamt verbesserten, hieß es in dem Bericht.

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