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Krankenkassen Besserer Schutz vor schlechten Klinken

Wie lange hält ein künstliches Kniegelenk? Wie groß ist das Risiko einer Klinikinfektion? Kassen wollen härter gegen Kliniken mit schlechten Ergebnissen vorgehen. Auch der AOK-Chef macht sich für eine Klinikreform stark.
25.05.2014 Update: 25.05.2014 - 13:47 Uhr 1 Kommentar
Schlechte Krankenhäuser sollen abgestraft werden. Quelle: dpa

Schlechte Krankenhäuser sollen abgestraft werden.

(Foto: dpa)

Berlin/Düsseldorf Die Ersatzkassen verlangen stärkeren Schutz der Patienten vor Krankenhäusern mit hohen Komplikationsraten oder unnötig vielen Operationen. Entsprechende Forderungen stellten Techniker Krankenkasse, Barmer GEK, DAK-Gesundheit und die anderen Ersatzkassen vor den Verhandlungen von Bund und Ländern über eine große Krankenhausreform auf, die an diesem Montag in Berlin beginnen.

Kliniken mit vielen unnötigen Operationen müssten derzeit kaum Konsequenzen fürchten, kritisiert der Ersatzkassenverband vdek in einem der Nachrichtenagentur dpa am Sonntag vorliegenden Positionspapier. „Gleiches gilt für die Krankenhäuser, die im Rahmen der Qualitätssicherungsverfahren nachweislich über längere Zeit eine schlechte Qualität erbringen.“ Würde dies im Sinne des Verbands geändert, könnten ganze Klinikabteilungen gestrichen werden, die für weniger gut befunden werden.

Die Bundesärztekammer warnte vor diesem Szenario. Es gebe keine anerkannte Methoden, die Qualität der Krankenhäuser überhaupt zu ermitteln. „Es ist ein gefährlicher Weg, wenn die Parameter nicht stimmen“, sagte ihr Präsident Frank Ulrich Montgomery der „Berliner Zeitung“ (Samstag). Auch auf dem Deutschen Ärztetag ab diesem Dienstag in Düsseldorf wollen die Ärzte ihre Vorstellungen gegen die Forderungen der Kassen setzen.

Auch der geschäftsführende Vorstand des AOK-Bundesverbands Uwe Deh hat sich für eine harte Gangart bei der anstehenden Krankenhausreform ausgesprochen. „Wir müssen den Mut haben, Kliniken, die nachweislich besonders schlechte Leistungen erbringen, die Bezahlung dafür zu verweigern,“ sagte Deh dem Handelsblatt. Zudem schlug er vor, schwere Erkrankungen nur noch an wenigen ausgewählten Krankenhäusern zu behandeln.

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    Zur Begründung verwies Deh auf die großen Unterschiede beim Behandlungserfolg. So liege die Überlebensrate in den ersten vier Jahren nach der Diagnose bei Brustkrebs an zertifizierten Zentren bei 90 Prozent, gegenüber 83 in normalen Krankenhäusern.

    Überlegungen, schlechte Qualität in Zukunft mit Honorabschlägen zu bestrafen, lehnte Deh ab. Das sei gefährlich. „Es könnte am Ende jemand auf die Idee kommen, Patienten genau in diese schlechten Häuser zu schicken, weil sie billiger sind.“ Generell habe sich das Konzept, die Bezahlung im Gesundheitswesen nach Qualität zu staffeln, als undurchführbar erwiesen.

    Streit um Unterfinanzierung der Klinken
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