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Langfristig wird Inflation wieder ein Thema - Immobilien am Stadtrand könnten an Wert verlieren Sparer sollten Demographie bedenken

Marktwirtschaft kann nur dann funktionieren, wenn Investitionen sich rentieren. Und genau das ist in Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern in einem ganz wichtigen Punkt schon lange nicht mehr der Fall. Das größte Kapital, das viele Menschen im Laufe ihres Lebens aufbauen, sind ihre eigenen Kinder. Und diese Investition rentiert sich nicht mehr, denn der Wohlstand, den die Kinder später erarbeiten, wird durch unser Sozialsystem flächendeckend verteilt.

DÜSSELDORF. Die Eltern investieren, die Allgemeinheit bekommt die Rendite. Dies ist das Grundprinzip, und es wird auch dadurch nicht wesentlich besser, dass die Allgemeinheit den Eltern wenigstens einen Teil der Investitionen - vor allem im Bereich der Bildung - abnimmt. Man muss nur eine durchschnittliche deutsche Schule besuchen, um schon am Zustand der Gebäude zu erkennen, dass auf diesem Weg auch zu wenig investiert wird.

Eine herzlose Betrachtung, und das ausgerechnet zu Weihnachten, zum Fest der Familie? Kann man Kinder wirklich auf wirtschaftliche Größen wie Kapital und Rendite reduzieren? Natürlich nicht. Aber die nüchterne Betrachtung der Realität ergibt, dass die Familie alles andere als ein ökonomiefreier Raum ist. Im Gegenteil, sie ist die Urzelle der Ökonomie - und diese Urzelle funktioniert nur noch viel zu selten.

Wenn Investitionen sich zu wenig rentieren, wird zu wenig investiert: Um eine stabile Bevölkerungsentwicklung vorzuweisen, bräuchte Deutschland ein Drittel mehr Kinder. Vor allem gut ausgebildete Menschen mit entsprechenden Möglichkeiten, in Kinder zu investieren, entscheiden sich viel zu häufig gegen den Aufbau einer Familie.

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