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Lebensversicherung Für neue Versicherungskunden nur Negativzinsen

Lebensversicherungen können durchaus eine gute Geldanlage sein. Neue Daten zu beendeten Verträgen zeigen: Mehr als fünf Prozent Rendite waren drin. In Zukunft werden die Erträge aber deutlich sinken.
15.03.2016 - 13:05 Uhr
Die fetten Jahre scheinen vorbei zu sein. Quelle: dpa
Geldanlage Lebensversicherung

Die fetten Jahre scheinen vorbei zu sein.

(Foto: dpa)

Bislang spielte die Kapital-Lebensversicherung bei der Altersvorsorge der Deutschen eine dominante Rolle. Anders gesagt: Altersvorsorge war ein anderes Wort für Lebensversicherung. 88 Millionen solcher Verträge haben die Deutschen abgeschlossen. Wohl kein anderer Vertrag ist in so vielen Aktenordnern in deutschen Haushalten abgeheftet.

Das war auch gar keine schlechte Entscheidung, wie die Daten des neuen Map-Report zeigen (siehe Tabellen auf den Seiten 3 bis 5). Der Map-Report ist eine Analyse des Lebensversicherungsmarktes aus Kundensicht, der von der Fachzeitschrift VersicherungsJournal veröffentlicht wird. Wer vor 30 Jahren – Ende 1985 – eine Lebensversicherung über 30 Jahre abgeschlossen und dann jedes Jahr 1200 Euro eingezahlt hat (insgesamt 36.000 Euro), der konnte zum Jahresende 2015 durchschnittlich 77.375 Euro Auszahlung kassieren. Das entspricht einer Beitragsrendite von 4,6 Prozent. Die Debeka hat als Spitzenreiter sogar 5,5 Prozent Rendite geschafft.

Auch bei kürzeren Laufzeiten sind die Ergebnisse noch ordentlich: Über 20 Jahre kamen Kunden durchschnittlich auf 3,7 Prozent Rendite. Auch hier lag die Debeka mit 4,9 Prozent vorn. Nach 12 Jahren Vertragslaufzeit bekamen Kunden bestenfalls 3,9 Prozent. Im Mittel erreichten sie aber nur 2,8 Prozent.

Im heutigen Niedrigzinsumfeld klingen diese Zahlen beachtlich. Doch wer ein paar Jahre zurückschaut, kann die Spuren des allgemeine Zinsverfalls bereits deutlich erkennen. Vor 11 Jahren, also 2004, kamen Kunden nach 30-jähriger Vertragslaufzeit zum Schluss noch auf 5,9 Prozent Rendite, 1,3 Prozentpunkte mehr. Je kürzer die Vertragslaufzeit, desto stärker machen sich die Jahre mit extrem niedrigen Zinsen schon bemerkbar. Die Rendite der 20-jährigen und 12-jährigen Verträge ist in diesem Zeitraum gar um 2,2 Prozentpunkte geschrumpft.

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    Der Vergleich der Anbieter zeigt aber auch, dass Versicherer durch geschickte Kapitalanlage und niedrigere Kosten durchaus einen Mehrwert für ihre Kunden erwirtschaften können. Bei 30-jährigen Verträgen schafft Spitzenreiter Debeka 1,7 Prozentpunkte mehr Rendite als Schlusslicht Barmenia. Die Debeka war in den vergangenen Jahren vor allem dafür bekannt, sehr lang laufende Anleihen zu kaufen. Die boten relativ hohe Zinsen. Außerdem stiegen die Kurse dieser Anleihen immer weiter, je tiefer die Zinsen sanken. 

    Die Strategie ging auf. Wer als Versicherer hingegen an eine Zinswende glaubte, das Geld der Kunden kürzer anlegte, in der Hoffnung dann schneller aus Anleihen rauszukommen und zu den erhofft höheren Zinsen später anlegen zu können, der wurde enttäuscht. Die Zinswende blieb aus. Das Geld der Kunden landete in noch niedriger verzinsten Anleihen. Pech gehabt.

    Das dünne Eis scheint sicher
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