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Lebensversicherungen Verfassungsbeschwerde für mehr Transparenz

Der Bund der Versicherten unterstützt eine Verfassungsbeschwerde gegen ein BGH-Urteil. Dem Beschwerdeführer waren vom BGH Informationen über die Berechnung seiner kapitalbildenden Lebensversicherung verweigert worden.
09.04.2015 - 19:25 Uhr Kommentieren
Das Bundesverfassungsgericht prüft eine Beschwerde für mehr Transparenz bei Lebensversicherungen. Quelle: dpa
BGH-Urteil angefochten

Das Bundesverfassungsgericht prüft eine Beschwerde für mehr Transparenz bei Lebensversicherungen.

(Foto: dpa)

Karlsruhe Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wird sich mit der Forderung nach mehr Transparenz bei den Ausschüttungen der Lebensversicherer befassen. Eine Verfassungsbeschwerde gegen ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) ging ab Karsamstag beim Bundesverfassungsgericht ein, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag in Karlsruhe bestätigte. Die Beschwerde wird vom Bund der Versicherten (BdV) unterstützt.

Der Beschwerdeführer hatte bei der Allianz Lebensversicherungs-AG eine kapitalbildende Lebensversicherung abgeschlossen. 2008 zahlte die Allianz 28.026 Euro aus. Gerichtlich hatte der Mann mehr Geld sowie Auskunft über die Berechnung der Zahlung verlangt. Umstritten waren insbesondere die ausgeschütteten Schlussüberschüsse und Bewertungsreserven.

Anfang Februar lehnte dann der BGH eine Auszahlung höherer Bewertungsreserven ab. Der Antrag auf Auskunft blieb aus formalen Gründen ohne Erfolg: Abgesehen von den Bewertungsreserven habe er die Gesamtberechnung seiner Ausschüttung gar nicht in Frage gestellt.

Diesen Versicherern laufen die Kunden davon
WGV-Leben
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Die anhaltenden Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank macht besonders den Lebensversicherern zu schaffen. Im Zeitraum von 2009 bis 2013 betrug laut „Map-Report“ die Bestandsstornoquote bei den deutschen Lebensversicherern im Schnitt 4,44 Prozent. Die Stornoquote ist „ein wichtiger Indikator für die Qualität eines Lebensversicherers. Sie misst, wie viele Kunden prozentual ihren Vertrag vorzeitig gekündigt haben. Das zeigt, ob die Vertriebsstrategie auf gute Beratung setzt“, wird im Map-Report erläutert. Zu jenen Lebensversicherern mit einer guten Vertriebsstrategie zählt die WGV Leben.

Stornoquote: 1,2 Prozent

Quelle: Map-Report

(Foto: wgv.de)
Hannoversche Leben
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Die Stornoquote ist zwar nicht der einzige Qualitätsindikator, doch er gibt eine gewisse Orientierung, welche Lebensversicherer zufriedene und welche unzufriedene Kunden haben.

Stornoquote: 1,4 Prozent

(Foto: Pressefoto)
Aachen-Münchener
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Jetzt kommen die schlewchtesten Gesellschaften im Vergleich. Bei der AachenerMünchener lag die Stornoquote laut Map Report im Testzeitraum bei 6,5 Prozent.

(Foto: Pressefoto)
Hanse Merkur
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Stornoquote: 6,6 Prozent

Zurich Versicherung
5 von 11

Stornoquote: 6,7 Prozent

Basler Versicherung
6 von 11

Stornoquote: 7,0 Prozent

Rheinland Versicherung
7 von 11

Stornoquote: 7,4 Prozent

(Foto: www.rheinland-versicherungen.de)

Über dieses BGH-Urteil hatte sich der BdV in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg „entsetzt“ gezeigt. Durch die fehlende Pflicht zu mehr Transparenz seien „dem legalen Betrug der Versicherer weitere Tore geöffnet worden“. Weil der Kläger Mitglied des BdV ist, habe der Verband ihn nun bei seiner Verfassungsbeschwerde unterstützt, teilte der BdV am Donnerstag mit. Das Urteil des BGH stehe „nicht mit dem Grundgesetz in Einklang“.

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    Das Bundesverfassungsgericht wird nun zunächst prüfen, ob es die Beschwerde überhaupt zur Entscheidung annimmt.

    • afp
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