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Map-Report 2019 Bei welchen privaten Krankenversicherern die Kunden gut aufgehoben sind

Die Wahl der richtigen Krankenversicherung ist wichtig, denn ein Wechsel ist später schwer. Der Map-Report listet auf, welche Assekuranzen zu empfehlen sind.
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Die Versicherung lässt in der Krankenvollversicherung die Konkurenz hinter sich. Quelle: dpa
Debeka-Logo

Die Versicherung lässt in der Krankenvollversicherung die Konkurenz hinter sich.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie Wahl der privaten Krankenversicherung will gut überlegt sein. Wer Pech hat, musste in den vergangenen Jahren deutliche Beitragsschocks verdauen. In Einzelfällen verteuerten sich Tarife um mehr als 30 Prozent. Umso wichtiger ist es für Verbraucher, die noch keine Police für den privaten Krankenschutz gezeichnet haben, bei dem richtigen Unternehmen abzuschließen.

Eine wesentliche Orientierung dabei liefert eine aktuelle Analyse des Branchendienstes Map-Report. Dessen jährlich erscheinendes Ranking legt offen, welche Anbieter solide sind und welche möglicherweise eine schlechte Wahl sein könnten.

Die Experten prüften die Unternehmen auf Grundlage unterschiedlicher Kriterien. Das betrifft die Frage, wie viel Geld die Versicherer am Kapitalmarkt verdient haben, aber auch wie sparsam sie mit ihren Mitteln umgehen und in welcher Form der Kunde davon profitiert. Am Ende krönten die Experten dabei einen klaren Gewinner: die Debeka, die abermals Platz eins errang.

Dauersieger Debeka

Die Versicherungsgruppe setzt sich mit 83,85 von 100 möglichen Punkten an die Spitze. Den Versicherer dürfte es freuen, wenn auch wenig überraschen: Bis auf die Jahre 2000 und 2017 gewann die Debeka in jedem Rating den Vergleich mit der Konkurrenz.

Tabelle: Die besten privaten Krankenversicherer (Krankenvollversicherung)

RangUnternehmenPunkte
1.Debeka83,85
2.Provinzial Hannover78,85
3.Signal Iduna77,60
4.R+V74,01
5.Allianz73,45
6.LVM73,05
7.Alte Oldenburger71,25

Quelle: Map-Report 2019

Auf drei Kategorien kommt es in der Bewertung an. Das ist zum einen der Vertrag, der mit 40 Punkten am schwersten ins Gewicht fällt. In diesem Bereich schaut sich die Jury beispielsweise die Bestandsbeitragsentwicklung oder die Flexibilität der Tarife an.

Jeweils 30 Punkte konnten die 14 teilnehmenden Gesellschaften in den Kategorien „Bilanz“ und „Service“ erreichen. Wenngleich die Debeka in Sachen Vertrag und Service ungeschlagen blieb, konnte sie bei der Bilanz mit 23 Punkten nur den sechsten Platz besetzen. Hier überzeugte allen voran die Alte Oldenburger, die in der Gesamtbewertung mit einer Punktzahl von 71,25 den siebten Platz erreicht.

Insgesamt erhielten mit der Provinzial Hannover als Zweitplatzierten sowie der Signal Iduna, R+V, Allianz, LVM und Alte Oldenburger sieben Unternehmen die Bestnote „mmm“, die der Map-Report ab 70 erreichten Punkten für besondere Qualität vergibt. Somit konnten all diese Versicherer ihren Standard vom vergangenen Jahr halten. Allein die Allianz Krankenversicherung hat sich die Spitzenbewertung erst in diesem Jahr neu verdient.

Beiträge steigen langsamer

Durchatmen darf angesichts der Beitragsentwicklung auch der Verbraucher. Größere Beitragssprünge gehören normalerweise zur PKV wie der Kranke zum Arzt. Für dieses Jahr gibt der Map-Report jedoch Entwarnung. Zum Jahreswechsel hoben die Versicherer ihre Beiträge durchschnittlich um 2,87 Prozent an. Damit liegen sie sogar knapp unter dem Vorjahresniveau von 2,9 Prozent.

Betrachtet man den enormen Unterschied zum Jahr 2016, lässt sich allmählich eine positive Entwicklung für den Verbraucher erahnen. Damals stiegen die Kosten im Schnitt noch um 6,6 Prozent. Gleichwohl stieg die Beitragserhöhung für ältere Versicherte laut Map-Report 2019 binnen eines Jahres von durchschnittlich 2,9 Prozent auf 3,39 Prozent.

Daten verweigern schadet bloß dem Unternehmen

In diesem Jahr übernahm erstmals die Ratingagentur Franke und Bornberg die Verantwortung für den Map-Report, die bislang der Versicherungs-Journal Verlag innehatte. Doch nicht alle Krankenversicherer machten gegenüber dem Map-Report ihre Daten öffentlich. Die Map-Experten sind nämlich darauf angewiesen, dass die Unternehmen ihnen die Daten offenlegen.

Viele Versicherer können sich dazu jedoch nicht durchringen. Nur 15 Anbieter haben an der aktuellen Umfrage teilgenommen. Zu der Gruppe der Verweigerer zählen etwa die Axa, Arag, DKV Deutsche Krankenversicherung, Gothaer, Nürnberger und die Universa.

Geschäftsführer Michael Franke blickt besorgt auf diese Entwicklung. Legten vor zwei Jahren noch 17 Gesellschaften mit insgesamt 63 Prozent Marktanteil ihre Informationen offen, waren es in diesem Jahr nur noch 14 Unternehmen mit rund 48 Prozent. Von 16 Anbietern erhielten die Analysten dementsprechend überhaupt keine Antwort.

„Die Erfahrung zeigt, dass Verbraucher eher durch fehlende Informationen als durch die Sichtbarkeit einzelner Schwächen verunsichert werden“, warnt Franke. Wer hier mauere, gefährde gleichsam seine Reputation.

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