Medienbericht Versicherer entgehen Milliarden durch Niedrigzinsen

Die niedrigen Leitzinsen belasten nicht nur die Sparer. Auch die Versicherungen leiden unter den Niedrigzinsen: Diese kosteten die Versicherer in den vergangenen Jahren Milliarden. Den Renditen schadet das aber kaum.
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Die Versicherungsbranche bekommt die Niedrigzinsen zu spüren. Das berichtet Alexander Erdland, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. Quelle: ap

Die Versicherungsbranche bekommt die Niedrigzinsen zu spüren. Das berichtet Alexander Erdland, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft.

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BerlinDie deutschen Versicherer haben wegen der anhaltend niedrigen Zinsen in den vergangen fünf Jahren 8,5 Milliarden Euro weniger Zinsen eingenommen als in normalen Jahren. Das sagte der Präsident des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft, Alexander Erdland, dem „Tagesspiegel“ (Montag).

„Unsere Renditen können sich noch immer sehen lassen“, so Erdland weiter. Er stimmte die Kunden aber auf weiter sinkende Überschussbeteiligungen ein. „Wir können die Mathematik nicht außer Kraft setzen, in der Tendenz wird es eher nach unten gehen.“

Damit die Versicherer entlastet werden, solle die Politik dafür sorgen, dass Kunden, deren Verträge auslaufen, künftig einen geringeren Anteil an den Bewertungsreserven der Versicherer bekommen als derzeit. Der Branchenverband war am Sonntag nicht zu erreichen.

  • dpa
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2 Kommentare zu "Medienbericht: Versicherer entgehen Milliarden durch Niedrigzinsen"

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  • " Werden Rürup- und Riester-Renten auch irgendwann gekürzt? Sind die privaten Versicherer überhaupt in der Lage ihre Versprechen einzuhalten?"

    Die Antwort ist einfach:
    wenn das Zeitfenster mehr als 10Jahre sind, dann wird das, was man bekommt recht werlos geworden sein...

    Egal ob die Versicherungen pleite gehen oder nicht.

    der § 89 Zahlungsverbot des VAG kann zusätzlich auch noch ziehen...

  • "Damit die Versicherer entlastet werden, solle die Politik dafür sorgen, dass Kunden, deren Verträge auslaufen, künftig einen geringeren Anteil an den Bewertungsreserven der Versicherer bekommen als derzeit."

    Mein Eindruck: Erst werden Versicherungsnehmern angeblich sichere, planbare Verträge verkauft - nachträglich sollen dannn Verträge geändert werden, weil ja "Versicherern [...] Milliarden durch Niedrigzinsen [entgehen]." Der Titel passt den Versicherern entgehen Gewinne nicht zwangsläufig den Kunden.

    Als Kunde kommt man nicht so leicht aus Verträgen herraus und man zahlt schon auf alles mögliche Gebühren. Außerdem werden schätzungsweise bis zu 3/4 der Lebensversicherungen und Rentenversicherungen vorzeitig gekündigt oder beitragsfreigestellt. Die die "durchhalten" nun auch noch bestraft.

    Was kommt noch? Werden Rürup- und Riester-Renten auch irgendwann gekürzt? Sind die privaten Versicherer überhaupt in der Lage ihre Versprechen einzuhalten?

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