Rotes, grünes und blaues Rezept

Rotes, grünes und blaues Rezept

(Foto: Bildquelle)

PKV und GKV Beitragsbemessungsgrenze, Einkommensgrenze und Versicherungspflichtgrenze – Begriffe zu PKV und GKV

Versicherungspflichtgrenze, Beitragsbemessungsgrenze, PKV-Grenze, Einkommensgrenze - wie bitte? Mit diesen Fachbegriffen der deutschen Krankenversicherungen sollten Sie sich auskennen.
Kommentieren

Ob Versicherungspflichtgrenze, Beitragsbemessungsgrenze, PKV-Grenze oder Einkommensgrenze - im Kosmos der deutschen Krankenversicherungen schwirren viele Fachbegriffe umher, mit denen man sich auskennen sollte. Eine Übersicht über die wichtigsten Bezeichnungen.

Was ist die Versicherungspflichtgrenze?

Die Versicherungspflichtgrenze – häufig auch PKV-Grenze oder Einkommensgrenze genannt – legt fest, ab welchem Einkommen sich ein Angestellter privat versichern darf. Wer also angestellt ist und in die private Krankenversicherung möchte, muss mindestens ein Jahr lang ein höheres Einkommen haben, als es die PKV-Grenze vorsieht. Der Wert der Versicherungspflichtgrenze wird Jahr für Jahr neu festgelegt. Für Angestellte gilt die Grenze als die größte Hürde, um in die PKV zu kommen.

Wie hat sich die Versicherungspflichtgrenze entwickelt?

Die Grenze liegt aktuell bei einem Brutto-Monatseinkommen von 4.950 Euro. Das entspricht aufs ganze Jahr hochgerechnet 59.400 Euro. Auch dieser Wert wird jährlich neu berechnet und ist in der Vergangenheit kontinuierlich gestiegen. So lag die Grenze 2011 noch bei 4.125 Euro monatlich. Es gibt jedoch einen Sonderfall für Versicherte, die zumindest am 31. Dezember 2002 privat krankenversichert waren. Für sie liegt die aktuelle Versicherungsgrenze bei brutto 4.425 Euro im Monat, was 53.100 Euro im Jahr entspricht.

Private Krankenversicherung VergleichPrivate Krankenversicherung
Ihr Geburtsdatum:
Berufsstatus:
jährlicher Selbstbehalt:

Was ist der Unterschied zur Beitragsbemessungsgrenze?

Bis 2013 waren Beitragsbemessungsgrenze und Versicherungspflichtgrenze identisch. Die Beitragsbemessungsgrenze ist heute aber vor allem für gesetzlich Versicherte von Bedeutung. Mit der Versicherungspflichtgrenze hat sie nichts mehr zu tun.

Wie funktioniert die Beitragsbemessungsgrenze?

Grundsätzlich müssen Angestellte und Arbeitgeber in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) einzahlen. Wie hoch der Arbeitgeberanteil ist, entscheidet der Gesetzgeber. Die Beitragsbemessungsgrenze ist nur für die Arbeitnehmer relevant. Sie legt die Höhe fest, bis zu der das Einkommen des Arbeitnehmers zur Berechnung des GKV-Beitrages herangezogen wird. Hat ein Angestellter ein höheres Einkommen als dieser Grenzwert, ist der Teil darüber hinaus beitragsfrei.

Wie hoch ist die Beitragsbemessungsgrenze?

Die Beitragsbemessungsgrenze wird jedes Jahr an das durchschnittliche Bruttolohn-Niveau angepasst. Entscheidend ist also die Frage, wie viel die deutschen Arbeitnehmer vor Abzug der Steuern in Deutschland durchschnittlich verdienen.

Der Wert der Beitragsbemessungsgrenze ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Für 2018 lag sie bei 4.425 Euro monatlich. Noch vor zehn Jahren lag die Grenze nur bei 3.600 Euro.

Gibt es noch einen Zusammenhang zwischen Beitragsbemessungsgrenze und PKV?

Ja, denn mit Hilfe dieser Grenze wird zum einen der Höchstbetrag zum sogenannten PKV-Basistarif berechnet, den jeder private Krankenversicherer anbietet. Der PKV-Basistarif umfasst das selbe Angebot, das auch die gesetzlichen Krankenversicherungen anbieten. Er ist jedoch nicht vom Einkommen der Versicherten abhängig, sondern von den verlangten Leistungen und dem Eintrittsalter.

Zum anderen legt die Beitragsbemessungsgrenze aber auch den maximalen Zuschuss des Arbeitgebers zur privaten Versicherung fest. In der Regel zahlen Arbeitgeber und -nehmer jeweils 50 Prozent des Beitrags. 

Vergleichen Sie hier die Tarife der privaten Krankenversicherungen.

Startseite

0 Kommentare zu "PKV und GKV: Beitragsbemessungsgrenze, Einkommensgrenze und Versicherungspflichtgrenze – Begriffe zu PKV und GKV"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%