Policen Die besten Versicherungen für Auszubildende und Studierende

Haben Jugendliche die Schule beendet, kommt prompt die nächste Verpflichtung: Versicherungen. Auszubildende und Studierende haben dabei vieles zu beachten.
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Werden Kinder volljährig, gelten nicht alle Familientarife der Eltern für sie weiter. Quelle: dpa
Abschluss

Werden Kinder volljährig, gelten nicht alle Familientarife der Eltern für sie weiter.

(Foto: dpa)

FrankfurtEndlich fertig mit der Schule! Das bedeutet: Mehr Freiheit, mehr Rechte, aber auch mehr Pflichten. Auch beim Thema Versicherungen ändert sich für angehende Auszubildende und Studenten einiges. Denn werden Kinder volljährig, gelten nicht alle Familientarife der Eltern weiter für sie. Eine Übersicht.

Haftpflicht

Die wichtigste freiwillige Police ist die private Haftpflichtversicherung. Sie springt ein, selbst wenn der Versicherte einen Schaden grob fahrlässig – nicht vorsätzlich – verursacht hat.

Beispiel: Knallt ein Gast bei einer WG-Party gegen eine Glastür und diese zersplittert, zahlt der Versicherer. Verletzt sich dabei noch jemand, zahlt er auch Schmerzensgeld. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft besitzen 85 Prozent der Haushalte eine private Haftpflichtversicherung als Basisschutz.

Viele Berufsanfänger sind bis zum Ende ihrer ersten, unmittelbar auf den Schulabschluss folgenden Ausbildung bei ihren Eltern mitversichert. Teilweise auch, wenn sie von zu Hause ausziehen. „Versicherte sollten das in ihren Policen genau nachlesen“, sagt Gabriele Zeugner, Beraterin der Verbraucherzentrale Bremen. Gerade für junge Leute können solche Schäden große finanzielle Probleme schaffen.

Krankheit

Bis zum 25. Geburtstag können Studenten über ihre Eltern in der gesetzlichen Krankenkasse familienversichert werden. Auch wenn diese Studenten nebenbei arbeiten und nicht mehr als 450 Euro verdienen, bleiben sie familienversichert. Studenten, die älter als 25 Jahre sind, müssen eine eigene studentische Krankenversicherung abschließen.

Diese besteht grundsätzlich bis zum Abschluss des 14. Fachsemesters, aber maximal bis zum Ende jenes Semesters, in dem der Studierende das 30. Lebensjahr vollendet hat, heißt es bei der AOK Hessen. Wer sich nach der Schule für eine Ausbildung entscheidet, ist für gewöhnlich über den Arbeitgeber krankenversichert.

Gehen Studenten ins Ausland, benötigen sie keine private Auslandsreisekrankenversicherung. Aber das gilt nur für Länder aus der Europäische Union und Staaten, mit denen Deutschland ein entsprechendes Abkommen abgeschlossen hat. Ihnen empfiehlt die AOK Hessen einen Auslandsreise-Wahltarif, der beispielsweise einen Krankentransport abdeckt. Studenten, die es in ferne Länder wie China oder Australien zieht, mit denen Deutschland kein Abkommen hat, müssen sich ohnehin bei einer privaten Krankenversicherung absichern.

Wer nicht mehr studiert und sich für ein „Work and Travel“-Jahr entscheidet, muss sich als Arbeitnehmer privat versichern. Der Versicherungsschutz und -beitrag in Deutschland entfällt während der Zeit im Ausland.

Berufsunfähigkeit

Das Thema Invalidität ist für viele junge Leute so weit weg wie der Tod. „Das Risiko, berufsunfähig zu werden, wird klar unterschätzt“, sagt Verbraucherschützerin Zeugner. Häufig gelte das Prinzip Hoffnung. Experten sind sich einig, dass es Sinn macht, eine Berufsunfähigkeitsversicherung so früh und gesund wie möglich abzuschließen, um einen möglichst günstigen Tarif zu bekommen.

Denn die Anbieter müssen niemanden annehmen. Das gilt vor allem für Menschen mit gefährlichen Berufen oder Hobbys. „Aber bereits leichte Erkrankungen können zu Ablehnungen und höheren Beiträgen führen“, warnt Zeugner. Die Berufunfähigkeitsversicherung gehört allerdings zu den teuersten Versicherungen und kann mehrere hundert Euro im Monat kosten. Existenzielle Risiken abzusichern, findet Zeugner jedoch wichtig.

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1 Kommentar zu "Policen: Die besten Versicherungen für Auszubildende und Studierende"

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  • Wenn eine Berufsunfähigkeitsversicherung mehrere hundert Euro im Monat kostet, hat man offenbar schon den günstigsten Zeitpunkt für deren Abschluss verpasst.

    Der Tipp, die Versicherung so früh wie möglich abzuschließen ist mehr als berechtigt. Für junge Leute, die einen sogenannten Risikoberuf erlernen oder ausüben wollen, ist der Abschluss schon als Schüler häufig die letzte Chance auf bezahlbaren BU-Schutz.

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