Privatpatienten Vorsicht, neue Provisionsjäger in der PKV!

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Ein Skandal, der noch enthüllt werden soll
Wem Versicherungskunden vertrauen können
huGO-BildID: 2405603 Ein buntes Durcheinander herrscht in der Grabbelkiste fuer Gummimasken in einem Geschaeft in Berlin am Mittwoch, 14. Februar 199
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Ein buntes Durcheinander

Alle wollen mit Versicherungen Geld verdienen. Sie heißen Vertreter, Makler, Berater oder Vermittler. Oft schmücken sie sich mit fein klingenden Zusätzen wie „Vermögen“ oder „Finanz“. Die meisten Kunden blicken nicht mehr durch, was hinter den Begriffen steckt. Wer hat nur eine Maske auf, um andere Interessen zu verbergen? Wer macht was, für wen und in wessen Auftrag? Auf den ersten Blick ist das oft schwer zu sagen, denn manche sind amtlich registriert und werden gelegentlich sogar kontrolliert, andere wiederum fallen durch die Maschen. Das deutsche Recht ist zersplittert und unübersichtlich. Da gibt es eine EU-Vermittlerrichtlinie, Regeln in der Gewerbeordnung (GewO), eine Versicherungsvermittlungsverordnung (VersVermV) und ein Versicherungsvertragsgesetz (VVG). Zwar wird unter anderem festgelegt, wie ein Vermittler von Versicherungen arbeiten soll. Ob er sich in der Praxis daran hält, ist jedoch schwer zu überprüfen. Die in Deutschland tätigen Versicherungsvermittler sind bei der IHK registriert. Bankberater dagegen kontrolliert die Finanzaufsicht Bafin – gelegentlich sind darunter auch Vermittler von Versicherungen.

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Verkäufer
Wer mit Versicherungen zu tun hat, nennt sich gern Berater. Denn das klingt so, als ob man nur das Beste für den Kunden wolle. Tatsächlich sind viele Vermittler, die sich so nennen, nichts anderes als clevere Verkäufer, die wissen, wie sie ihrem Gesprächspartner am schnellsten eine Versicherung aufschwatzen können. Einer der besten und gleichzeitig schillerndsten Versicherungsverkäufer ist Mehmet Göker, der in Kassel aus dem Nichts eine gewaltige Verkaufstruppe für private Krankenversicherungen geformt hat, dann aber mit seinem Unternehmen MEG scheiterte. Seine Geschichte erzählt der Film "Versicherungsvertreter", der in einer Kurzfassung Anfang Juni auch in der ARD läuft. Weniger spektakulär sind die zahlreichen Fehlberatungen, die Verbraucherschützer immer wieder monieren. Das Problem ist dabei meistens: Die Versicherungsvermittler denken mehr an den eigenen Vorteil als an die Bedürfnisse ihrer Gesprächspartner. Kunden sollten sich daher fragen, ob der jeweilige Gegenüber, egal ob Berater, Vermittler oder Vertreter, in Wirklichkeit vielleicht gar nicht so nett ist, wie er wirkt, sondern bloß ein guter Verkäufer mit sehr starken Eigeninteressen ist.

Bildquelle: Sternfilm

Ergo
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Vertreter
Wer mit Versicherungen Geld verdienen will, wird im Volksmund Vertreter genannt. Der Begriff wird zum Leidwesen vieler Vermittler und Berater sehr schwammig verwendet. Denn als Versicherungsvertreter im engeren Sinne gilt eigentlich nur ein Unternehmer, der für einen großen Versicherungskonzern arbeitet. Doch viele unterscheiden da nicht mehr. Insbesondere seit der Sex-Party von Versicherungsvertretern aus dem Ergo-Konzern in Budapest, muss für Spott nicht mehr gesorgt werden. Vor dem Ergo-Hauptgebäude postierten sich Satiriker daher im vergangenen Jahr schon mal im Bademantel. Ein großes Problem für alle in der Versicherungsbranche ist zudem: Kaum ein Berufsstand hat in der Bevölkerung solch ein schlechtes Image wie Versicherungsvertreter. Von 30 gängigen Berufen landeten sie zuletzt in einer Forsa-Studie auf dem letzten Platz. Seit einem halben Jahrzehnt ist das so. Die Rangliste für 2011 führen die Feuerwehrmänner an. Am Ende liegen Politiker, Telekom-Angestellte, Mitarbeiter in Werbeagenturen und eben Versicherungsvertreter.

huGO-BildID: 14955984 ARCHIV- Gezoomte Aufnahme des Eingangsschildes des Allianz-Hauptgebaeudes in Muenchen, aufgenommen am 29. April 2008. Der Versi
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Der gebundene Vertreter
Es gibt Versicherungsvertreter, die zwar Unternehmer sind, aber nicht völlig frei arbeiten, weil sie vertraglich an einen Versicherer gebunden sind. Diese Berufsgruppe wird auch „Ausschließlichkeitsvertreter“ oder „Einfirmenvertreter“ genannt und vermittelt nur Produkte eines Versicherungsunternehmens. Es kommt auch vor, dass sie Produkte verschiedener Versicherer anbieten, sofern deren Produkte nicht in Konkurrenz zueinander stehen. Übernimmt der Versicherer die uneingeschränkte Haftung für den gebundenen Vermittler, indem er die Daten des Vermittlers zur Eintragung an das Vermittlerregister meldet, ist keine gesonderte Erlaubnis erforderlich. Typisch sind Einfirmenvertreter bei großen Versicherungskonzernen wie Allianz, Ergo oder Generali.

Stuttgart 21 - Vermittler Heiner Geißler kündigt Baustopp an
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Vermittler
Versicherungen vermitteln, das kann nahezu jeder. Und wenn er am Ende nur einen Tipp gibt. Deshalb gibt es in der Branche auch viele, die das nur gelegentlich tun, also nebenberuflich tätig sind. Kein Wunder also, dass Vermittler ein Oberbegriff ist, der in vielerlei Hinsicht verwendet wird. Gemeinhin denkt man bei Vermittlern an Politiker, die wie Heiner Geißler bei Streitfragen schlichten. In der Versicherungsbranche sind dagegen Vermittler all jene Personen, die Versicherungsprodukte verkaufen und dafür eine Provision erhalten. Manchmal nennen sich diese Personen Finanz- oder Vermögensberater, es können aber auch Vertreter eines Versicherers oder unabhängige Makler sein. Die jeweiligen Vermittlertypen sind mal weniger und mal mehr unabhängig, oft hängt dies auch von den Arbeitsbedingungen ab. Der Gesetzgeber hat die Anforderungen an Vermittler hoch geschraubt. Sie sollten heutzutage persönlich zuverlässig sein, Ahnung von der Sache haben und in geordneten finanziellen Verhältnisse leben. Doch die Hürden in den Beruf werden niedrig gehalten. Für „alte Hasen“ reicht es meist aus, dass sie ein paar Jahr Versicherungen verkauft haben – dann sind sie bereits sachkundig. Ob sie auch gut beraten, steht auf einem anderen Blatt und ist schwer überprüfbar.

Shell bietet Kunden kostenfreie E10-Versicherung
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Versicherungsvermittler
Versicherungen - wie eine E10-Versicherung für Shell-Kunden - kann auch ein Tankwart vermitteln. Ob er jedoch auch registriert ist? Nicht unbedingt. Zwar bedürfen Versicherungsvermittler und -berater einer gewerberechtlichen Erlaubnis der zuständigen Industrie- und Handelskammer. Doch das ist nur die Regel, von der es auch Ausnahmen gibt. Zugelassen von den Handelskammern wird ein Vermittler oder Berater, wenn die persönliche Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse, eine Berufshaftpflichtversicherung und die entsprechende Sachkunde nachgewiesen wurden. Zudem müssen sich Versicherungsvermittler und –berater, die gewerbsmäßig tätig sind, unter Bußgeldbewehrung in einem Vermittlerregister, verzeichnen lassen. Die gewerbebezogenen Daten des Versicherungsvermittlers/ -beraters sind hier frei einsehbar. Die Nutzung der Daten zu werblichen Zwecken ist untersagt. Die IHKs fungieren nicht nur als Zulassungsstellen, sondern führen gleichzeitig dieses Register, das beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) e.V. eingerichtet wird. Allerdings bedeutet die reine Registrierung wenig. Entscheidend ist die Kontrolle der Beratungsleistungen. Damit sind die Handelskammern jedoch überfordert.

Rund 260.000 registrierten Versicherungsvermittler arbeiten in Deutschland. Sie würden auf einem qualitativ hohen Niveau auf Provisionsbasis Versicherungen vermitteln, stellen Branchenverbände heraus. Von einigen politischen Entscheidungsträgern und Verbraucherschützern würden sie jedoch unzulässigerweise für die Finanzkrise verantwortlich gemacht.

Börse Frankfurt
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Makler
Der Begriff Makler wird von verschiedenen Berufsgruppen in der Finanzbranche verwendet. Verkäufer von Immobilien nennen sich so oder die Vermittler von Aufträgen auf dem Börsenparkett, die das Börsengeschehen jedoch selten so entspannt verfolgen wie auf diesem Bild. Im Versicherungsdeutsch stellt der Makler meist eine Untergruppe der Vermittler. Das heißt, er lebt von der Provision, die er von Versicherern erhält, wenn er deren Produkte an Kunden weiter reicht. Doch zwangsläufig ist diese Berufsauffassung nicht. Auch Versicherungsmakler nehmen inzwischen Honorare, die sie mit ihren Kunden direkt vereinbaren. Zwar tragen Makler eine hohe Berufsethik vor sich her, betonen häufig das Kundeninteresse, doch gleichzeitig klagt die Branche auch immer wieder über schwarze Schafe: Gemeint sind damit Verkäufer, die sich Makler nennen, aber nicht konsequent im Interesse ihrer Kunden handeln.


Eine ähnliche Werbestrategie wie Widge verfolgt auch Delegare, ein anderes Unternehmen der Tarifwechselbranche. „Im Namen von www.beitragsoptimierung24.de bitte ich Sie heute darum, die privat Krankenversicherten unter Ihren Lesern bzw. Zuhörern und Zuschauern zur Teilnahme an einer Online-Umfrage einzuladen“, lautete eine Anfrage, die Anfang Dezember bei Handelsblatt Online landete.

Wer sich beteiligt, dem versprach Delegare: „Wir bedanken uns bei den Medien, die den Aufruf zur Teilnahme veröffentlichen, dadurch, dass wir Ihnen die Ergebnisse einen Tag früher zur Verfügung stellen als der allgemeinen Öffentlichkeit. Vermutlich wird dies für die allgemeine Öffentlichkeit der 18.12. und für Sie entsprechend der 17.12. sein.“

Eine Pressemitteilung zum Thema veröffentlichte Delegare dann am 28. Dezember. Ein Sprecher von Delegare stellte dazu fest: "Die Umfrage verfolgt nachweislich nicht das Ziel, Einzelfälle zu skandalisieren." Das wird in der Branche allerdings ganz anders gesehen, insbesondere die Pressemitteilung von Widge gilt als Beleg für die Strategie: Einzelfälle zu skandalisieren – und mögliche Kunden auf die eigene Dienstleistung aufmerksam machen. Beides gefällt den Versicherern ganz und gar nicht.

Doch auch einige Konkurrenten kritisieren dieses Vorgehen. Fast alle „Wechselhelfer“ beziehungsweise Tarifwechselberater am Markt seien ehemalige oder noch aktive Makler, stellt Maria Müllner von Minerva-Kundenrechte fest. Diese Personen hätten mit dem PKV-Tarifwechsel innerhalb des PKV-Versicherers ein neues Geschäftsfeld entdeckt.

Bei einer Vertragsumstellung komme es auf andere Sachverhalte an als bei der Vermittlung einer neuen Versicherung, erklärt Müllner. Expertise und Erfahrung seien notwendig, um sich im Tarifdschungel zurechtzufinden. Das heißt, den „bestmöglichen Tarif verlangen zu können“ und alle vertraglichen Fallstricke zu vermeiden oder frühzeitig zu erkennen.

Denn, und dies bestätigen auch andere Kenner dieses Geschäfts immer wieder: Der Versicherer gestehe bessere Leistungen zu weniger Beitrag nur ungern zu. Versäumnisse und Fehler beim Tarifwechsel bedeuteten für den Kunden jedoch, dass er Rechte aufgibt und damit dauerhaft Nachteile in einer sehr wichtigen Versicherung habe, so Müllner.

Wechselhelfer, die schlecht beraten
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16 Kommentare zu "Privatpatienten: Vorsicht, neue Provisionsjäger in der PKV!"

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  • PKV Versicherter sucht nach Möglichkeit einer Krankenversicherung analog EU Einwanderer ( nicht mehr und nicht weniger).
    Grund: Die zu erwartende Rente steht in keinem Verhältnis zum PKV Beitrag.
    Biete: Prozentuale Versicherungsbeitragserhöhung in Höhe der
    Prozentualen Rentensteigerung.
    Erwarte: eine Grundversorgung ohne jeglichen Schnick Schnack.
    Verzichte: Auf jegliche Versprechungen hinsichtlich Altersrückstellungen, bezahlbare Tarife im Rentenalter.
    Argumente: Gesundheitsversorgung ist eine Momentaufnahme. Den einen trifft es mehr den einen weniger. Spekulationen hinsichtlich Zukunft und Lebenserwartung gepaart mit falschen und nicht kalkulierbaren Einnahmequellen wie in der PKV, sind keine Grundlage einer ehrlichen, planbaren, verlässlichen Gesundheitsversorgung.
    Anmerkung: Sollten 90% der Krankenversicherten (GKV) laut der PKV Verfechter in dem schlechteren System versichert sein, so muss das ganze Gesundheitssystem auf den Prüfstand.
    Ansonsten muss man doch die Frage stellen, warum man für 10% PKV Versicherte extra Regelungen aufstellt.
    Logische Konsequenz: Will man beide Systeme, und keinem auf die Füsse treten, dann muss man den Wettbewerb endlich eröffnen und jedem den Zugang gewähren.
    Hauptproblem: Kann beim besten Willen nicht feststellen, dass die PKV Versuche anstellt Versicherte ehrlich zu informieren, und ihr Kostenproblem in den Griff bekommen will.
    Etwas weniger in Angebot und Versprechen wäre im Endeffekt viel mehr.

  • Und da ist er wieder, der Stimmungsmacher vom HB...

    Ja klar, die GKV bietet Leistungen die bei der PKV nicht vorhanden sind. Und überhaupt ist die GKV das einzig Wahre, hier ist alles prima. Träumen Sie weiter...

  • @CorneliaFaller,
    wo bitte ist die PKV besser als die GKV.
    Erstens bietet die GKV Leistungen an, die bei der PKV nicht vorhanden sind, oder teuer bezahlt werden müssen.
    Ich verstehe nicht warum die lieben Verfechter der PKV nicht einsehen wollen, dass die PKV im Vergleich zur GKV nicht mithalten kann, und die Versicherten immer mehr zur Kasse bittet, um überteuerte Zusagen für Ärztehonorare etc. leisten zu können.
    Wo bitte hat die PKV eine Daseinsberechtigung als Krankenkasse.
    Am schlimmsten finde ich, dass man ein Konzept am leben erhält, welches nur dazu dient Gewinne zu maximieren ohne jeglichen Mehrwert gegenüber der GKV.
    Paradox ist auch, dass man unter bestimmten Voraussetzungen zu einem solchen System verpflichtet wird, ob man will oder nicht.
    PKV geht eigentlich nur als Zusatzversicherung, nicht aber
    als extra Bestimmung für Beamte, Verdiener über der Pflichtgrenze, Versicherte über 55 Jahre.
    Das ganze verstößt gegen Menschenrechte, Gleichberechtigung.

  • Wieder mal ein netter Versuch vom Handelsblatt um gezielt Stimmung gegen die PKV zu machen. Wie durchschaubar...

    Dazwischen immer noch schön Bilder von Herrn Göker platziert, nach dem nun wirklich gar kein Hahn mehr kräht. Das ist Bild-Niveau...

    Übrigens, wer seine PKV von widge etc.für ein teures Honorar überprüfen lässt ist selbst schuld, i.d.R.noch mit "versteckten Nachteilen für die Zukunft". Jeder Versicherte hat auch kostenlos die Möglichkeit über einen Berater seiner Versicherungsgesellschaft oder über die Gesellschaft direkt seinen Schutz zu optimieren.

  • Hier wird von gierigen und unseriösen Vermittlern gesprochen, die "Jahr für Jahr zum Versicherungswechsel raten", weil das hohe Provisionen garantiere!? Das ist natürlich Unsinn, da der Vermittler inzwischen ja eine 5-jährige Stornohaftungszeit zu überstehen hat. Wechselt der Versicherte nach einem Jahr, sind 4/5 der erhaltenen Provision zurückzuzahlen! Als Einnahme steht dagegen dann eine Provision für einen günstigeren Monatsbeitrag, der ja Grund für den Wechsel ist. Da sehe ich keine garantierte hohe Provision, sondern nur eine geringe Differenz.

    Und dass die Bürgerversicherung inzwischen vom Tisch ist, ist sowohl für Bürger, wie auch für Ärzte, Kliniken, Versicherungen und Vermittler eher ein Segen. Schließlich haben andere europäische Länder in der Vergangenheit damit ihre GKV-Systeme in die Pleite gefahren. Und dass damit die sogenannte Zwei-Klassen-Medizin abgeschafft würde, glauben wohl nur die Uninformierten, denn die BV wäre von den Grundleistungen her noch schlechter als die aktuelle GKV bei uns und Leistungsergänzungen in Form von privaten Zusatz-Versicherungen können sich eben genau die Bedürftigen nicht leisten - die Zwei-Klassen-Medizin würde dadurch erst richtig forciert.

  • Mich wundern die Artikel des Handeslblatt in Punkto PKV gar nicht mehr ! Reißerisch , einseitig und "die bunte Schar der nicht eindeutige reklementierten Berater,Makler und Vermittler ,die sich selber so nennen" ist schlichtweg Blödsinn und wiederholt das leider weitläufig falsch verankter Bild des raffgierigen Vermittler Marke Mehmet Göker ! Durch die Umsetzung der Unisextarifierung hat sich viel getan in der PKV Welt, vor allem in den verbeserten Leistungsumfängen !Die E.U. Vermittlerrichtlnie sind kein "Good Will" sondern eine Gesetzgrundlage die bei der Beratung von PKV vs GKV Bestandteil ist ! Ich muss mich jederzeit haftungstechnisch daran messen lassen können ! Schwarze Schafe gibt es nun leider in jedem Beruf , nur hier wird laut nach dem Gesetzgeber geschrien, sobald die Beiträge erhöht werden ( natürlich nur wenn es die PKV betrifft !)

    Meinungen von Sensmeier,Maurmer ,die wirklich sinnig auch einmal die andere Seite der (G)KV beleuchten werden hier in diesem Artikel ausgeklammert ! Tja, da drängt sich mir die Frage nach der Neutralität mehr als einmal auf, mein liebes Handelblatt !

    Wer laut nach der Bürgerversicherung schreit, sollte sich die Versuche der USA in den 70zigern und der Hollands in den 80zigern vor Augen führen ,die diese "Pflichtbasis für Jedermann" beschlossen und damit Ihre GKV Systeme innerhalb von 7 Jahren ( Holland) und 5 (!) Jahren (USA) in den Bankrott führten ! Teure Medizin, immer Älter werdene Versicherte und weniger Nachwuchs waren nur drei hausgemachte Problematiken ,die keiner auf dem Rechner hatte..

    Die die Menschen PKV versichern sollten meines Erachtens wie der Sozialfachangestellte einer GKV Ausbildung ,Berufserfahrung und Fachkenntnis nachweisen müssen, sonst dürfte sie / er dies einfach nicht mehr ausführen!

    Ich bewege mich schon seit ca.18 Jahren in der PKV Voll & Zusatz Welt und habe immer noch keinen aufschreienen Kunden ,der BAP Anpassung in zweistelliger Höhe über sich ergehen lassen muss!HG DerMakler

  • Diese PKV kann tun und lassen was sie will.
    Der Staat lässt lieber die Versicherten kaputt gehen, als mal rechtliche Schritte gegen die PKV zu unternehmen.
    Wer seine PKV nicht mehr zahlen kann muss diesen Verein verlassen können.
    Da ist langsam der EuGH gefragt, und muss dieses treiben beenden.
    Jeder muss das Recht auf eine bezahlbare Krankenversicherung haben, wer unbedingt mehr als Standard will, der soll eine private Zusatzversicherung abschließen.
    Egal ob PKV oder GKV, warum sollen Kunden für Gesellschaften zahlen, die den Hals nicht voll kriegen.
    Bürgerversicherung für alle.
    Wer auf Kosten der Krankenkassen Anleitungen für Bewegungstherapie oder gesunde Ernährung will, oder Sportarten betreibt die hohe Risiken haben, soll dies selbst zahlen.

  • Erfolgshonorare bei Tarifwechsel sind für Versicherungsberater nicht zulässig. Das kann man der Rechtsprechung und den Gesetzen (RVG, RDGEG) entnehmen.
    Versicherungsmakler dürfen schon grundsätzlich keine Erfolgshonorare nehmen. Entweder ist der Tarifwechsel bei Versicherungsmakler eine Annextätigkeit für Mandanten, dann ist es mit den laufenden Vergütungen bezahlt, oder es ist eine unzulässig Rechtsberatung.

    Warum WIDGE die Bösen und minerva-kundenrecht die Guten sein sollen, verschließt sich mir.

    Delgare, also Beitragsoptimierung24, ist aber doch mal was ganz anderes.

  • Ob man wohl im Handelsblatt irgendwann auch mal einen ähnlich angriffslustigen Artikel über die Beitragsanstiege in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung lesen wird ?

    Wenn Angestellte freiwillig gesetzlich versichert sind, müssen sie nämlich ähnliche, meist aber höhere Beitragsanstiege im Vergleich zu Privatversicherten hinnehmen. Und man kann nur freiwillig gesetzlich Versicherte mit privat Versicherten vergleichen, denn nur die Freiwilligen können ja überhaupt in die Private wechseln.

    Der Höchstbeitrag der gesetzlichen Kassen stieg in den letzten 40 Jahren (und in solchen Zeiträumen muss man bei Kranken- und Pflegeversicherungen rechnen) um 6,6 % pro Jahr. Auch wenn der prozentuale Beitragssatz im Schnitt nur um 2,0 % pro Jahr gesteigen ist (von 8,2% in 1973 auf 17,8% in 2013) lag der Anstieg der Beitragsbemessungsgrenze bei satten 4,6 % (€ 614,- auf € 3.938,-). Und als freiwillig Versicherter treffen einen stets beide Anstiege zusammen.

    Es gibt vermutlich kaum einen pivaten Krankenversicherungstarif, der über so viele Jahre kontinuierlich so stark angestiegen ist wie die genannten 6,6 %.

    Es wäre schön, wenn solche völlig überhöhten Preisanstiege auch einmal in entsprechenden Artikeln des Handelsblattes thematisiert würden.

    Sonst könnte man das Handelsblatt der Einseitigkeit bezichtigen.

    Christian Sensmeier

  • Mit dem Artikel bieten Sie einem Tarifwechselberater eine Plattform, der anstatt 75 oder 100% einer Jahresersparnis "nur" 50% berechnet.
    Ist Ihnen dabei nicht in den Sinn gekommen, dass eine erfolgsabhängige Entlohnung der Tarifwechselberatung grundsätzlich nicht sinnvoll ist?
    Bei dieser Art der Entlohnung besteht immer die Gefahr, dass ein Wechsel in einen Tarif mit der maximal möglichen Beitragsersparnis empfohlen wird. Unabhängig von Leistungsverschlechterungen oder bereits absehbaren Beitragsanpassungen.

    Im vorhergehenden Kommentar wurde beanstandet, dass der Artikel zu spät erschienen ist, weil die 1-monatige Kündigungsfrist bereits abgelaufen wäre. Dies ist so nicht mehr richtig. In der neuen Fassung des §205 VVG (gültig seit dem 01.05.2013)ist geregelt, dass bei einer Beitragsanpassung innerhalb von zwei Monaten nach Zugang der Änderungsmitteilung gekündigt werden kann.

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