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Little boy putting coin into piggy bank, close-up

Little boy putting coin into piggy bank, close-up [ Rechtehinweis: picture alliance/Westend61 ]

(Foto: picture alliance / Westend61)

Riester-Rente Mit der Riester-Rente spart man Steuern - oder etwa nicht?

22.08.2018 - 10:18 Uhr 1 Kommentar

Die Riester-Rente ist ein guter Weg, seine Rente im Alter aufzubessern. Einer der größten Vorteile ist die Steuerersparnis. Worauf man bei der Steuererklärung achten muss.

Riester-FondssparpläneRiester-Fondssparpläne

Riester-Rentenversicherungen auf Fondsbasis lassen Sparer vom Wachstum an den Börsen profitieren. Besonders Kinderreiche und Gutverdiener können von staatlichen Zulagen und Steuerersparnissen profitieren.

Was ist die Riester-Rente?

Die Riester-Rente entstand 2002 als Teil einer größeren Reform rund um die gesetzliche Rentenversicherung. Damit die Versicherung auch für junge Leute erschwinglich blieb, senkte die damalige Bundesregierung das Rentenniveau ab. Die entstandene Versorgungslücke müssen die Bürger mit privater oder betrieblicher Altersvorsorge decken. Eine Möglichkeit dafür ist die Riester-Rente. Um Menschen von dieser Art der Vorsorge zu begeistern, gibt der Staat für die Riester-Rente Zulagen und gewährt einen Steuervorteil.

Ist die Riester-Rente steuerfrei?

In der Ansparphase sind die eingezahlten Beiträge bis zu einer gewissen Grenze einkommenssteuerfrei. Wird der Vorsorgevertrag ausgezahlt, ist er allerdings zu 100 Prozent steuerpflichtig. Das heißt: Jeder Cent, der von der Versicherung an den Kunden ausgezahlt wird, wird auch vom Finanzamt versteuert.

Welche Steuervorteile bietet die Riesterrente?

Die Riester-Rente bietet gerade in der Ansparphase einen Steuervorteil, der in der Fachsprache des Finanzamts „Sonderausgabenabzug” heißt. Er sorgt dafür, dass die eingezahlten Riester-Beiträge von der Einkommensteuer freigestellt werden. Jedes Jahr können Riester-Sparer bis zu 2100 Euro als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend machen.

Was muss man in der Steuererklärung eintragen?

Die Steuererklärung muss man ganz normal ausfüllen. Im Mantelbogen findet man die entsprechende Stelle für die Berücksichtigung der Riester-Rente in Anlage AV (ca. Zeile 75). Dort kann man die Riester-Rente geltend machen, wenn man eine Bestätigung des Riester-Anbieters beilegt. Ist die Steuererklärung eingereicht, führt das Finanzamt automatisch eine Günstigerprüfung durch.

Was ist eine Günstigerprüfung?

Bei einer Günstigerprüfung ermittelt das Finanzamt, ob die theoretischen Steuervorteile höher sind als die tatsächlich auszuzahlenden Beiträge. Zulagen sind etwa ein Jahresbetrag von 175 Euro, eine Einmalzahlung an junge Berufseinsteiger und Kindergeld (je nach Geburtsjahr 185 bis 300 Euro). Ist das der Fall, wird die zusätzliche Summe durch das Finanzamt erstattet. Ansonsten erhält der Sparer lediglich die ihm zustehenden Zulagen.

Wie hoch ist der tatsächliche Vorteil der Riester-Rente?

Die exakte Höhe der Steuerlast lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bestimmen. Das hängt vor allen Dingen davon ab, wie hoch das Grundeinkommen des Rentners ist, in welcher Steuerklasse er ist und wie hoch seine Einzahlungen sind. Was aber auf nahezu alle Fälle zutrifft: Der rechnerische Steuervorteil entspricht selten der tatsächlichen Rückerstattung. Ein Beispiel: Wer 80.000 Euro im Jahr verdient und einen Steuersatz von 40 Prozent hat, kann 1925 Euro „riestern“ und bekommt 175 Euro an Zulagen. Eigentlich spart er nun 840 Euro. Doch davon wird die Zulage in Höhe von 175 Euro abgezogen, wodurch noch 665 Euro an Steuerersparnis bleiben.

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1 Kommentar zu "Riester-Rente: Mit der Riester-Rente spart man Steuern - oder etwa nicht?"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Und ich dachte, dass die Steuerklasse keinen Einfluss auf die aufs Jahr gezahlte Steuer hat.

    Wer ist denn eigentlich der Autor des Artikels?

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