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Riester- & Rürup-Rente So riskant ist Ihre Altersvorsorge

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Renditestarke Verträge

Die Versicherer bieten aber nicht nur Produkte für Sicherheitsfanatiker. Mit anderen Produktklassen können Sparer von höheren Renditen am Kapitalmarkt profitieren. In Volatium-Chance-Risiko-Klasse 3 müssen Sparer mit erhöhten Ertragsschwankungen rechnen, dafür steigt die Chance auf höhere Renditen. Im Vergleich gibt es ein Sicherungssystem: Bei Riester- und Rürup-Verträgen in der Risikoklasse 3+ und 4+ sind immer mindestens die Summe der eingezahlten Beiträge abgesichert.

Quelle: Morgen & Morgen Volatium
(Foto: Morgen & Morgen Volatium)

Risikoklasse 4 bietet eine hohe Chance auf Outperformance, Kunden müssen aber mit hohen Ertragsschwankungen rechnen. „Wer eine Chance auf eine höhere Rendite haben möchte und trotzdem keine großen Risiken eingehen mag, kann diese Produkte wählen“, sagt Schinnenburg.

Alle Riester-Renten bieten Garantien. Auch bei Börsencrashs sollen solche auf Fonds basierende Renten Stand halten. Es gibt verschiedene Produktkonstruktionen, die für Sicherheit bei fondsgebundenen Renten mit Garantie sorgen sollen.
Statistische Zwei-Topf-Hybride sammeln die für die Garantie nötigen Anlagen in dem Deckungsstock des Versicherers. Hier werden die Beiträge fest verzinst. Das erreicht der Versicherer, indem er in sichere Anlagen investiert.

Der verbleibende Beitrag, der nicht im Deckungsstock für die Garantie verwendet wird, kann dann im Idealfall völlig frei in diverse Fonds investiert werden und so eine möglichst hohe Rendite erzielen. Die Garantie kann im einfachsten Fall dadurch erzeugt werden, dass der für die Garantie notwendige Teil des Zahlbeitrags in den Deckungsstock fließt und der Rest in einen Fonds.

Die Anbieter kombinieren zwei Vorsorgearten: die klassische private Rente mit einem sicheren Deckungsstock und die Fondsgebunde mit einem stärkeren Fokus auf den Aktienmarkt. Bei statischen Varianten fließen feste Anteile der Beiträge in beide Töpfe. Zusätzlich landen die Überschüsse und Kickbacks von den Fondsgesellschaften in dem Fondstopf.

Neuere Produkte verteilen das Guthaben in die drei "Töpfe": Deckungsstock, Wertsicherungsfonds und einen freien Fonds. Solchen Renten heißen folgerichtig Dynamische Drei-Topf-Hybride. Der Wertsicherungsfonds legt sowohl in Aktien als auch in festverzinsliche Papiere oder Optionen an.

Je nach Börsensituation ändern sich die jeweiligen Anteile. In der Regel sind die Fonds so konstruiert, dass sie innerhalb eines Monats unter 20 Prozent Verlust bleiben. Die Verwalter können die Einlagen dynamisch zwischen den 3 "Töpfen" umschichten. Im Idealfall profitiert der Kunde in der Hausse mit einem hohen Aktienanteil im freien Fonds und im Wertsicherungsfonds.

In der Baisse soll ein großer Teil des Guthabens dann in den Deckungsstock zu den Konditionen einer klassischen Rentenversicherung abgesichert werden. Bleibt abzuwarten, ob die Versicherer die nötige Finanzmarktkompetenz für eine solche Verwaltung haben. Nur dann dürfte der Sparanteil eine Rendite erzielen, die die hohen Wechselkosten übertrifft.

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Riskante Renten
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42 Kommentare zu "Riester- & Rürup-Rente: So riskant ist Ihre Altersvorsorge"

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  • Die Privatrenten bleiben Murks hoch drei. Unüberschaubar, unsicher und am Schluss nach Jahrzehnten ein leerer Geldbeutel. Eine heutige Rentenlücke von 300 Euro zu schließen, ist ungeheuer teuer. Und dann nach Jahrzehnten?: Vielleicht sind dann die 300 Euro aus heutiger Sicht einen Kasten Bier wert. Also alles ein Schuss in den Ofen. Nur die gesetzliche Rente müsste gestärkt werden, indem alle Bundesbürger ohne Ausnahme bis zur Versicherungsgrenze einzahlen. Norbert Blüm hat immer noch recht, dass die gesetzliche Rente neben den selbstbedienenden Pensionen die sicherste ist. Der Privatmurks stärkt nur die Versicherungen, nicht den Bürger.

  • Rechtzeitig anfangen. Ich habe schon, als Kleinanleger, Anfang der 90iger angefangen mit Sachwerten die heute richtig teuer sind und die man tragen kann. Einmal aus einer Anlage bei einer Bank rausgeworfen weil die Anlage keine Bewegung mehr hatte und somit kein Gewinn für die Bank brachte, hat gereicht. Sachwerte, ohne Kredite aufzunehmen ist ganz wichtig. Den größten Gewinn habe ich bei der Umstellung auf € gemacht gegen den Trend spekuliert mit $ und Pfund ca. +18% , leider war der Betrag nicht sehr groß. Selbstanlage kostet Nerven und die Fähigkeit den Beratern standzuhalten und sich zu informieren was die Wahrheit ist. Die Schlimmsten waren die Verkäufer von Warentermingeschäften. Beleidigungen u.a. waren schon mal drin wen man nicht wollte.
    Rechtzeitig umschichten im laufe der Zeit nicht vergessen.
    Rechtzeitig vor Renteneintritt mit einem Teil der Altersvorsorge alles kaufen was in der nächsten Zeit neu gebraucht wird, Haushaltsgegenstände, Auto u.s.w.., denn mit Kredit sieht es als Rentner mit einer mickrigen Rente schlecht aus. Wenn möglich ohne Schulden in Rente gehen. Alles vor einer eventuellen Grundsicherung im Alter mit einmal ausgeben kann erhebliche Probleme machen.

  • @ revoluzr

    Welche Sachanlagen außer Imobilien , Aktien, Gold & Silber würden Sie empfehlen?

  • sehr gut! Und ich habe mich auf Kranken- und Berufsunfähigkeitversicherung spezialisiert. Hier sind die Kunden dankbar - erst recht wenns zum Leistungsfall kommt!

    Beim "Leistungsfall" Altersrente möchte ich nicht in der Haut der Kollegen stecken... aber auch nicht in der eines Banksters.

  • Ja, man sollte seine Geldanlagen streuen und ein Teil in Edelmetalle anlegen, aber wenn man glaubt dadurch vom Zugriff des Staates geschützt zu sein, dann irrt man. Wenn der Staat es nötig hat, dann stellt er den Besitz von Edelmetall unter Strafe oder verordnet einen Zwangskurs hierfür und zwingt die Bürger es zu verkaufen. Denkt daran, dass ab einer Kaufsumme von 15.000 EUR der Verkäufer aufgrund des Geldwäschegesetzes die Identität des Käufers festestellen muss. Die Schließfächer der Banken können vom Staat auf einmal beschlagnahmt und zwangsgeöffnet werden. Es bleibt dann nur noch ein Schwarzmarkt, ob man da nicht den Neidern und/oder Polizei in die Hände fällt!!!!

    Daher funktioniert alles nur mit Vertrauen auf den Staat, d.h. uns: Euro, Rente, Goldanlagen.

  • Ihrem Rat folge in schon seit jahren, doch ich befürchte, dass eben dieser bewusstlose, bzw. dumme Michel in Fall eines Totalzusammenbruchs des Finanzsystems, meuternt und raubend durch die Straßen ziehen wird. Menschen ,vorgesorgt haben, werden dann zu Terroristen. Wird alles nicht so einfach, zumal man in D als Normalo auch keine Waffen halten darf!

  • Meine Wette auf die Zukunft ist, dass wir nach einer deflationären Phase in Europa eine Inflation unter 4% über Jahre oder gar Jahrzehnte nicht mehr sehen werden, bis zu einer möglichen Währungsreform und Kollaps des unsäglichen Euro und (Sozial)Transferunion. Ich habe daher meine Altersvorsorge komplett gestoppt und gehe nur noch in Sachanlagen. Wer mit Riester, Rürüp, etc. vorsorgt wird völlig enteignet. Wie gesagt, meine Wette auf die Zukunft.

  • Liebe Sicherheitorientierten,

    Rechnet Euch mal durch, wie viel Geld ihr nach 30 Jahren habt, wenn ihr diese selbst anlegt. Da seit ihr auch bei 160 Euro. Und das ohne den Zinseszins Effekt zu berücksichtigen.
    Des weiteren MÜSST ihr diese Rente versteuern! Also rechnet mal 25% von der garantierten Rente runter. Dann steht ihr bei 120 Euro. WOW.
    Also legt euch lieber einen Banksparplan an und entnehmt zwischendrin immer mal Geld was ihr in Gold/ Silber oder oder anlegt und ihr werdet besser da stehen!

  • @Versicherungs-Angsthase

    Ich war einige Jahre nebenberuflicher Versicherungsvertreter einer großen Versicherung, Ende der 90iger Anfang 2000der u.s.w., wurden wir scharf gemacht um an die Sparguthaben der Bürger heranzukommen. Als Belohnung, ein Bild auf der Bestentafel und ein gemütliches Beisammensein bei Kaffee und Kuchen, viele waren ganz begeistert. Ich hielt mich an die normalen Risikoversicherungen und das war es. Ich musste ja meine Kunden noch in die Augen schauen können, denn damals schon war mir nicht ganz wohl dabei.

  • Ich gehört zwar nicht zur Riester-Lobby, aber deinen Tipp mit einem Haus sehe ich kritisch.
    Gibt in meiner Region Baden-Württemberg leider zuviele Verkäufer von Immobilien, die auch Jahrzehnte nach dem Bau eines Hauses noch unter den Gestehungs- und Instanthaltungskosten verkaufen können. Da bleibt nur das vermieten, aber sehr schnell hast dann nen Mietnomaden drin, der dir alles kaputt macht und keine Miete zahlt. Bis den dann rausgeklagt hast bist ein kleines Vermögen beim Anwalt los und kannst für 20000 EUR die Immobilie renovieren.
    Nene, dann lieber das ganze Geld regelmäßig ausgegeben, von der Han in den Mund leben und wenns mal nimmer geht das Sozialamt aufsuchen und sich von der Allgemeinheit im Alter sponsern lassen somit steigt die Rendite dank 0 EUR Einzahlung ins Unendlichfache!

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