Teure Tarife Unisex wird für Versicherte zum Flop

Viele Versicherte haben lange darauf gewartet, dass sie von der Gleichstellung der Geschlechter profitieren. Doch erste Analysen zeigen: Unisex-Tarife lohnen sich kaum. Wer mehr zahlen muss.
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Harmonie der Geschlechter: Mann und Frau sollen mit Unisex-Tarifen das gleiche zahlen. Quelle: dpa

Harmonie der Geschlechter: Mann und Frau sollen mit Unisex-Tarifen das gleiche zahlen.

(Foto: dpa)

Wer erinnert sich noch an diese prophetischen Sätze? "Faktisch bedeuten Unisex-Tarife weniger Gerechtigkeit." Und: "Unisex-Tarife führen nicht zu mehr Gleichberechtigung, sondern zu Gleichmacherei." Oder auch: "Dieses Urteil ist kein Sieg für den Verbraucherschutz."

Alle drei Sätze sind knapp zwei Jahre alt und stammen von Rolf-Peter Hoenen, dem Präsidenten des Versicherer-Verbandes GDV.

Der kleine Versicherungsunterschied

Die Branche war extrem unglücklich über das Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH), wonach ab 2013 nur noch gleiche Tarife für Männer und Frauen angeboten werden dürfen. Und sie sagte das auch entsprechend deutlich.

Nun sind die ersten Unisex-Tarife auf dem Markt. Und es zeigt sich: Hoenen hat Recht behalten. Was die Unternehmen bisher vorgelegt haben, ist kein Ruhmesblatt und schon gar kein Gewinn für Verbraucher. Das Unisex-Prinzip macht so manche Versicherung teurer für alle und so manche andere Police undurchsichtiger für Kunden. Die meisten Verbraucher haben davon am Ende wenig, sie zahlen sogar drauf, wie Analysten feststellen.

Den schwarzen Peter haben nun die Kunden und die Vermittler. Sie müssen sich durch jede Menge neue Tarife durchwühlen, um am Ende die für sie beste Variante zu finden. Keine einfache Aufgabe in einem Metier, das ohnehin schon schwierig ist.

Private Krankenversicherung
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32 Kommentare zu "Teure Tarife: Unisex wird für Versicherte zum Flop"

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  • Der aktuelle Test zu den Risikolebensversicherungen hat aber auch gezeigt, dass man sich - wie im Vorjahr auch - günstig versichern kann. Die Anbieter für unter 100€ im Jahr sind bei den Männern sogar von 2 auf 4 gestiegen. Kostenfrei kann man sich auch hier informieren http://www.risikolebensversicherungentest.de/stiftung-warentest-risikolebensversicherung-test-2013-315

  • Jetzt hört doch endlich auf mit dem Quatsch, dass die Unisex-Tarife den Gewinnen der Versicherer dienen. Die Versicherer bekommen als Gewinnmarge was die Konkurrenzsituation zulässt. Die wird nicht wirklich durch Unisex beeinflusst. Und im Versicherungsmarkt gibt es genug verschiedene Anbieter und Konkurrenz. Da verdoppeln sich doch nicht von einem Tag auf den anderen die Gewinnmargen. Wenn die Gesellschaften ihre Gewinnmargen einfach vervielfachen könnten hätten sie das doch längst getan.
    Dass jetzt alle deutlich mehr zahlen liegt einfach daran, dass die Versicherer davon ausgehen müssen, dass Verträge demnächst nicht im Verhältnis 1:1 abgeschlossen werden. Die Männer haben noch schnell vorher abgeschlossen => kein Interesse. Die Frauen haben mit dem Tarifabschluss gewartet => großer Andrang. Außerdem müssen die Versicherer vorsichtig sein wenn sie nicht wissen in welchem Verhältnis Männer und Frauen kommen => Sicherheitsmarge.
    Einfach abwarten. In ein paar Jahren kommen auch wieder mehr Männer als Neukunden, der "Frauenstau" ist abgearbeitet und die Versicherer brauchen nicht mehr so viel Sicherheitsmarge weil sie mehr Erfahrungswerte haben => Beiträge sinken.
    Schlimm ist nur wie man als Mann von der Politik zum Opfer gemacht wird. Männern wird eine sinnvolle Möglichkeit der Altersvorsorge schlicht genommen. Es macht doch keinen Sinn in Tarife einzuzahlen in dem das Geld drauf geht für
    - Kosten der Versicherung (aber die tun ja auch was)
    - eine politisch offensichtlich gewünschte Umverteilung von Männern zu Frauen
    - die politisch erzwungene (Solvency2) Investition in Staatsanleihen die unter der Inflationsrate rentieren.

  • Ihr Kommentar ist schlicht Quatsch. Natürlich werden die Frauen nicht nur wegen der Kinder öfter krank. Oder liegen die deutlich höheren Berufsunfähigkeitswahrscheinlichkeiten auch an den Kindern? Und das Frauen deutlich länger leben auch? Männer und Frauen sind einfach nicht gleich was Gene, Verhaltensmuster... angeht.
    Die Argumente mit dem Profit der Versicherer die Sie toll finden sind auch Blödsinn, aber die kommen so oft, da schreibe ich einen extra Kommentar

  • Stimmt

  • Unisex = versteckte Prämienerhöhung für alle mit wohlwollen der Politik in Verbindung mit den Lobbyisten. Kauft diese Produkte und Ihr werden noch mehr betrogen wie vorher !

  • Man muss eine Lebensversicherung dann abschließen, denn es könnte ja sein, das man irgendwann sirbt, das ist dann genauso wie bei der GEZ !!!

  • Die Versicherer haben an der Einführung der Unisextarife kein Interesse. So sind z. B. die Auswirkungen auf die private Krankenversicherung (PKV)kastastrophal. Das Neugeschäft in der PKV wird deutlich zurückgehen, da die Beitragsersparnis der Männer gegenüber einer GKV-Mitgliedschaft stark gesunken ist. Diese Beitragsersparnis fehlt, um sie als Altersrückstellung für die deutlich höheren PKV-Beiträge im Rentenalter zurückzulegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Mann am Ende bei einem Wechsel drauf zahlt, ist damit gestiegen. Aber vielleicht war dass ja von den PKV-Feinden in den Parlamenten auch so beabsichtigt. Die Versicherer hätten auf die Einführung der Unisextarife deshalb gerne verzichtet. Außerdem verschlingt die Tarifneugestaltung und der damit einhergehende zusätzliche Verwaltungsaufwand Millionen EUR.

  • Die Schwangerschafts- und Geburtskosten tragen seit 2008 Männer und Frauen in der privaten Krankenversicheurng zu gleichen Teilen. Dafür braucht man keine Unisextarife.



  • das haben wir der neuen Berliner DDRRepublik zu verdanken, die DDR hat uns übenommen und wir haben es nicht mal gemerkt.

  • demnächst werden Männer zum Kinder kriegen verurteilt, die Berliner Milliarenidioten merken noch nicht einmal, dass es biologisch nicht geht

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