Tool der Woche Mit der Kfz-Versicherung Geld sparen

Die gefährlichsten Autofahrer Deutschlands leben in Offenbach und München. Ihre Kfz-Versicherungsbeiträge sind deswegen besonders hoch. Mit einem Anbieterwechsel könnten sie Geld sparen – doch kaum einer tut es.
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Dass der Verkehr auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen zäh oder gar nicht fließt, verwundert inzwischen nicht mehr. Die Dichte der vielen Fahrzeuge ist viel höher als anderswo – Kunden müssen für ihre Kfz-Versicherung deshalb deutlich mehr bezahlen als im Durchschnitt. Deshalb kann sich für sie ein Tarifwechsel so richtig lohnen. Quelle: dpa
Stau auf der A40 im Ruhrgebiet

Dass der Verkehr auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen zäh oder gar nicht fließt, verwundert inzwischen nicht mehr. Die Dichte der vielen Fahrzeuge ist viel höher als anderswo – Kunden müssen für ihre Kfz-Versicherung deshalb deutlich mehr bezahlen als im Durchschnitt. Deshalb kann sich für sie ein Tarifwechsel so richtig lohnen.

(Foto: dpa)

FrankfurtEine Autofahrt durch den Landkreis Offenbach am Main beginnt friedlich und entspannt – bis man das Stadtgebiet erreicht. Ab hier beginnt das Abenteuer. Glaubt man den Daten der Deutschen Versicherungswirtschaft, fährt es sich in keinem der 413 Kfz-Zulassungsbezirke so unsicher wie in Offenbach am Main. Autofahrer mit einem OF-Kennzeichen müssen deswegen bei der Kfz-Haftpflichtversicherung jedes Jahr über 30 Prozent mehr bezahlen als der Durchschnitt – und sogar über 60 Prozent mehr als Autobesitzer aus dem vermeintlich sichersten Verkehrslandkreis, der Uckermark in Brandenburg.

In der Rowdy-Liga spielt neben Offenbach auch München ganz vorne mit. Dort müssen Daten des Vergleichsportals Check24 zufolge die Autofahrer bei der Kfz-Kaskoversicherung im Schnitt 29 Prozent mehr bezahlen als durchschnittliche deutsche Autobesitzer.

Der höhere Beitrag könnte hier allerdings nicht nur mit den fahrerischen Unzulänglichkeiten zusammenhängen, sondern dürfte auch der Tatsache geschuldet sein, dass Autofahrer in der bayrischen Hauptstadt hochmotorisierte Luxusschlitten bevorzugen. Dementsprechend teurer sind auftretende Schäden. Im Landkreis Uckermark hingegen trifft man nur selten auf SUVs von BMW, Porsche, Mercedes, Audi & Co.

Dass es in der Uckermark seltener kracht als in Offenbach oder München, könnte auch dem Altersschnitt der jeweiligen Regionen geschuldet sein. So ist der Anteil der Risikogruppe der 19- bis 25-Jährigen, die statistisch betrachtet die meisten Unfälle verursachen, mit gerade einmal 3,8 Prozent außergewöhnlich niedrig. Auf der anderen Seite liegt der Anteil der Altersgruppe mit der durschnittlich niedrigsten Schadensklasse im Alter zwischen 45 und 65 Jahren bei über 36 Prozent. In München hingegen sind etwa 7,3 Prozent zwischen 19 und 25 Jahre alt. In Offenbach ist der Anteil der Jungen sogar noch höher (9,5%).

Dass es sich in der Uckermark sicherer fährt, hat auch mit der geringeren Siedlungsdichte zu tun. Im Vergleich zu den überfüllten Autobahnen und den dauerverstauten Städten im Ruhrgebiet beispielsweise überwiegen in der Uckermark wenig befahrene Landstraßen und autoleere Städte. Das deckt sich auch mit den Ergebnissen der Check24-Studie. So müssen Autobesitzer in Essen, Duisburg, Hagen und Gelsenkirchen ebenfalls bei der Kfz-Haftpflichtversicherung ordentlich draufzahlen.

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