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Verbraucherschützer warnen Nicht jede „IGeL“ ist sinnvoll

So viel können Patienten für ihre Heilung zusätzlich tun, müssen einiges davon aber selbst zahlen. Nicht alle Maßnahmen sind sinnvoll, sagen Verbraucherschützer.
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HB LEIPZIG. Ärzte bieten ihren Patienten immer häufiger einen ganzen Katalog an zusätzlichen Beratungen und Präventionsmaßnahmen, Diagnose- und Behandlungsmethoden an, die nicht zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen gehören. Dazu zählen Augen-Innendruckmessungen, Zusatzuntersuchungen während der Schwangerschaft, Feststellung der Knochendichte oder eine reisemedizinische Beratung. Diese so genannten „Individuellen Gesundheitsleistungen“ (IGeL) muss der Patient aus eigener Tasche bezahlen.

Verbraucherschützer raten zur Vorsicht. Denn die Patienten müssten in der Regel selbst entscheiden, welche ärztlichen Angebote sie für hilfreich erachten. „Viele Patienten sind verunsichert, wenn der Eindruck erweckt wird, die Maßnahmen der gesetzlichen Kassen hinkten dem wissenschaftlichen Forschungsstand weit hinterher und könnten nur durch kostenpflichtige Zusatzuntersuchungen sinnvoll ergänzt werden“, kritisiert Marion Schmidt, Gesundheitsexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen, diese Beratungspraxis der Ärzte.

Um beurteilen zu können, welche angebotenen Leistungen sinnvoll sind, sollten – so die Empfehlung der Expertin – Verbraucher sich den Nutzen für ihre Gesundheit in jedem Fall ausführlich vom Arzt erklären lassen. Von „Ad-hoc-Entscheidungen“ rät sie ab. Im Zweifel sollten Patienten ihre Krankenkasse oder eine Patientenberatungsstelle um Rat fragen. Die Verbraucherzentralen halten zudem Patiententipps zu IGeL-Leistungen bereit, die in den Beratungsstellen zu beziehen sind.

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