Versicherungen Wie Autofahrer jetzt noch sparen können

Noch bis Ende des Monats können Autofahrer ihren Versicherer wechseln. Der Wechsel in einen neuen Tarif kann sich lohnen. Wie Versicherte Prämie sparten, welche Leistungen sie benötigen und welche Tarife günstig sind.
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Beziehungssache: Viele Deutschen mögen ihr Auto. Ein seriöser Versicherungsschutz ist da Pflicht. Quelle: dpa

Beziehungssache: Viele Deutschen mögen ihr Auto. Ein seriöser Versicherungsschutz ist da Pflicht.

(Foto: dpa)

Die Uhr tickt. In acht Tagen endet für die meisten Autofahrer die Frist, bis zu der sie ihren Versicherer kündigen und zu einem leistungsstärkeren oder günstigeren Anbieter wechseln können. Bis Freitag den 30. November muss die Kündigung eingehen.

Dieses Jahr verlangen die Versicherer ihren Kunden einiges ab. Der ruinöse Preiskampf liegt bereits Jahre zurück und auch in dieser Wechselsaison steigen die Beiträge. Laut Prognose verteuern sich die Prämien für Vollkaskopolicen um rund zehn Prozent. Auch Teilkaskoschutz verteuert sich um bis zu sieben Prozent, Haftpflichtprämien bleiben konstant.

Kunden können trotzdem bei einem Wechsel sparen. „Die wenigsten Versicherten dürften den individuell günstigsten Tarif abgeschlossen haben“, sagt Ivana Höltring, Geschäftsführerin der Unternehmensberatung Nafi. Ein regelmäßiges Update tut daher Not, die Prämienunterschiede auf dem Markt sind riesig. Eine Analyse für vier verschiedene Musterfälle zeigt: Teure Anbieter können für die gleichen Leistungsvorgaben mehr als das Vierfache kosten als günstige Gesellschaften. „Selbst wenn die Kunden einen durchschnittlichen Preis für ihre Autoversicherung zahlen, können sie meist zwischen 40 Prozent und 50 Prozent ihrer Kosten durch einen Wechsel des Anbieters einsparen“, sagte Thomas Köhne von der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin.

Bei den neuen Tarifen können bestimmte Zielgruppen profitieren. Fahranfänger können mit deutlichen Rabatten rechnen, weil viele Gesellschaften deutlich umfangreichere Rabattstaffeln eingeführt haben. Senioren müssen dagegen überdurchschnittlich mehr zahlen.

Mit einigen Tricks lassen sich die Beiträge weiter senken. Wer seine Prämie einmal im Jahr statt quartalsweise überweist und noch einen automatischen Bankeinzug vereinbart, kann mit einem Rabatt zwischen drei und acht Prozent rechnen. Noch mehr bringt die Einschränkung des Fahrerkreises, eine realistische Einschätzung der Kilometerzahl oder ein höherer Selbstbehalt sowie die Einschränkung einer freien Werkstattwahl. Auch die Angabe einer Garage oder der Besitz eines Eigenheims kann die Beiträge drücken.

Welchen Schutz Versicherte brauchen und welche Tarife günstig sind, zeigt eine Auswertung von Nafi für das Handelsblatt. Die günstigste Prämie lässt sich immer nur individuell für das persönliche Leistungsspektrum ermitteln. Der Tarifvergleich gilt für Fahranfänger, junge Familien, Sportwagenfahrer und Großstadt-Singles.

Welche Leistungen Versicherte brauchen
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1 Kommentar zu "Versicherungen: Wie Autofahrer jetzt noch sparen können"

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  • Jedes jahr die selbe Leier. Autofahrer können nicht sparen. Wenn sie etwas sparen, dann holt sich der Finanzminister durch steigende Kraftstoffpreise die Einsparung als Steuer zurück. Als nächstes lesen wir dann wieder, wie die Autofahrer Benzin sparen können. Im Winter sollen wir möglichst auf die Sitzheizung und im Sommer auf die Klimaanlage verzichten. In der DDR gab es diesen Luxus in Autos nicht und in unserer neuen DDR gibt es den Luxus zwar, aber man soll ihn nicht benutzen, weil dann auffällt, dass der Spritverbrauch dadurch nicht mehr mit den gelogenen theoretischen Werten der Automobilhersteller übereinstimmt. Eure Autofahrer-Spar-Artikel bekämpfen das Übel nicht an der Wurzel. Alle Tipps sind nur Trostpflaster und haben ständig den selben erzieherischen Unterton: "Ihr Autofahrer habt es doch selbst in der Hand zu sparen! Ihr habt kein Recht über zu hohe Spritpreise zu meckern, solange ihr nicht selber spart, wo ihr nur könnt! Am besten ihr kauft garkeine Autos mehr, dann könnt ihr noch mehr sparen!". Und wenn der nächste Verkaufszahleneinbruch kommt, dann sieht man wieder wie leicht es doch möglich ist, dne Autokäufero der den Autofahrer zu entlasten. Siehe Abwrackprämie. Aber erstmal ausquetschen, bis es weh tut. Und in DDR-Propaganda-Manier ständig Appelle zur Beruhigung an die Verbraucher senden.

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