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Versicherungsschutz ist ein Muss – der Abschluss jedoch kompliziert Risiko Berufsunfähigkeit oft unterschätzt

Wer berufsunfähig wird, hat vom Staat nicht viel zu erwarten. Besonders Berufseinsteiger müssen sich absichern. Nur wer vor 1961 geboren wurde und in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, verfügt im Falle der Berufsunfähigkeit über eine – meist magere – Rente. Für alle anderen ist Vorsorge ein Muss.
Quelle: dpa
(Foto: dpa)

„Für kinderlose Singles ist die Berufsunfähigkeitsversicherung neben der Haftpflicht die wichtigste Versicherung überhaupt“, sagt Brigitte Meier, Versicherungsberaterin der Verbraucherzentrale Hessen. Doch der Weg zum Vertragsabschluss ist kompliziert.

Fast ein Viertel jedes Jahrgangs kann irgendwann aus gesundheitlichen Gründen weniger oder gar nicht mehr arbeiten. Dementsprechend vorsichtig wählen Versicherer ihre Kunden aus. Wer einmal zum Beispiel wegen Psychotherapien, Wirbelsäulen- oder Gelenkerkrankungen abgelehnt wurde, landet in einer Datei, auf die auch andere Versicherungen Zugriff haben. Von da an wird es schwierig, überhaupt noch einen Versicherer zu finden. Außerdem wird nachgefragt, ob der Interessent zuvor schon einmal abgelehnt wurde.

Schwindeln hilft nicht

Wer bei Vertragsabschluss schwindelt, ist schlecht beraten. „Falsche Angaben sind hochgefährlich“, sagt Meier. Es herrscht eine vorvertragliche Anzeigepflicht – wird sie verletzt, kann die Versicherung vom Vertrag zurücktreten. „Rücktritt ist die letzte Möglichkeit, nicht zahlen zu müssen.“

Grundsätzlich seien die Verträge „sperrig“, sagt die Versicherungsexpertin, vergleichbar mit denen für eine private Krankenversicherung. Meier rät bereits vor dem Einholen der Angebote zu einer umfangreichen Beratung. Bei der Verbraucherzentrale Hessen kostet diese etwa 50 bis 80 Euro.

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