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Versicherungsvergleich Das sind die besten Hausratversicherungen

Einbruch, Feuer, Hochwasser: Welche Versicherer bieten die besten Konditionen bei Diebstahl oder Schäden am Hausrat? Der genaue Blick ins Kleingedruckte lohnt sich.
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Gerade um die Adventszeit und den Jahreswechsel häufen sich die Brände in deutschen Haushalten. Quelle: obs
Feuerschäden

Gerade um die Adventszeit und den Jahreswechsel häufen sich die Brände in deutschen Haushalten.

(Foto: obs)

KölnDie heimelige Vorweihnachtszeit birgt Gefahren: Eine Kerze genügt, um das Fest zu ruinieren – wenn der Adventskranz die Wohnung in Brand setzt. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft bestätigt: Um den Jahreswechsel häufen sich Feuerschäden in deutschen Haushalten.

„Wer die Einrichtung nicht selbst ersetzen kann oder will, sollte eine Hausratversicherung abschließen“, rät Michael Franke, Geschäftsführer der Ratingagentur Franke und Bornberg, die sich auf Versicherungen spezialisiert hat.

Ob Feuer, Wasserschaden oder Einbruch – die Hausratversicherung zahlt für ruinierte oder gestohlene Möbel oder Elektrogeräte. „Man kann sich das stark vereinfacht so vorstellen: Würde man ein Haus umdrehen und ausschütteln, ist in der Regel alles, was herausfällt, versichert“, erklärt Franke.

Die Hauptgefahren seien Brände, Blitzschläge, Explosionen, Leitungswasser, Stürme und Hagel, Einbruchdiebstahl, Vandalismus und Raub, sagt er – und die sind im Regelfall von einer üblichen Hausratversicherung gedeckt. Welche Schäden ein Anbieter zusätzlich zu welchen Bedingungen absichert und wie viel er zahlt, unterscheide sich allerdings je nach Tarif deutlich. „Der Teufel steckt im Detail“, so Franke. „Es lohnt sich deshalb, die Angebote ganz genau zu vergleichen.“

Bei der Auswahl hilft ein Ranking von Franke und Bornberg. Die Analysten haben im Auftrag des Handelsblatts genau geprüft, wie kundenfreundlich die Vertragsbedingungen verschiedener Versicherer sind. Dafür haben sie die Policen in drei Kategorien eingeteilt und die Bedingungen und Prämien im leistungsstärksten „Topschutz“ verglichen.

„Dieser eignet sich für Kunden, die einen umfangreichen Schutz wünschen oder besonders wertvolle Gegenstände absichern wollen“, sagt Franke. Nicht bewertet wurde der Kundenservice – oder wie die Gesellschaften Schadensfälle in der Praxis regulieren.

Teurer Zusatzschutz

Die Preisunterschiede sind zum Teil enorm. Einen Grundschutz gibt es abhängig von der Größe der Wohnung schon für deutlich unter hundert Euro im Jahr. Wer mehr Leistung möchte und etwa ein Fahrrad oder teuren Schmuck mitversichern will, kann zwischen mehreren Policen und Zusatzpaketen wählen – zahlt allerdings schnell mehrere Hundert Euro im Jahr: Für den teuersten Tarif im Ranking müssen Versicherte jährlich fast 500 Euro hinblättern. Je nach Anbieter steigen die Preise von einer zur nächsten Kategorie um 15 bis 30 Prozent.

Sieger im Ranking ist die Medien-Versicherung aus Karlsruhe. Die Gesellschaft punktet nicht nur mit guten Vertragsbedingungen, sondern auch mit besonders günstigen Prämien: Die schlanke Verwaltung senke die Kosten, schreibt der Onlineversicherer. Der Kunde muss dort je nach Wohnort jährlich zwischen 77 Euro in München-Schwabing und gut 146 Euro in der Kölner Altstadt zahlen.

Ein wichtiger Schritt vor dem Abschluss: die richtige Versicherungssumme wählen. Die ist davon abhängig, auf welcher Fläche eine Person lebt und wie wertvoll ihr Besitz ist. Die meisten Versicherer setzen als Richtwert 650 Euro pro Quadratmeter an.

Daran orientiert sich auch der Musterfall, den Franke und Bornberg für das Ranking gewählt hat: ein verheirateter 44-Jähriger, der mit Frau und zwei Kindern in einem Mehrfamilienhaus auf 100 Quadratmetern lebt und den Hausrat im Wert von 65.000 Euro versichert.

Warnung vor Unterversicherung

Die Prämie steigt mit der Höhe der angesetzten Summe. „Hier zu sparen ist gefährlich“, sagt Franke. Es droht eine Unterversicherung: Hat ein Kunde den Wert des Hausrats zu gering eingeschätzt, muss der Versicherer tatsächliche Schäden nur anteilig zahlen – selbst wenn nicht die volle Summe fällig wird.

„Wenn der Versicherte den Wert zum Beispiel statt auf die tatsächlichen 40.000 Euro nur auf 20.000 Euro geschätzt hat, zahlt die Assekuranz bei einem Schaden von 1.000 Euro auch nur 500 Euro“, so Franke. In der Regel verzichte der Anbieter auf die Prüfung einer Unterversicherung, wenn eine bestimmte Summe pro Quadratmeter versichert ist.

Während die Wahl der Versicherungssumme in der Regel überall gleich abläuft, bieten die Versicherer viele Extras zu unterschiedlichen Konditionen. Klassiker sind von der Natur verursachte Elementarschäden. Eine solche Zusatzversicherung ist auch im Musterfall enthalten. Denn der Grundschutz sichert nur einen Teil der möglichen Schäden ab – etwa durch Hagel, Stürme oder einen Brand nach einem Gewitter.

„In leistungsschwächeren Angeboten zahlt der Versicherer allerdings nicht oder nur wenig, wenn nach einem Blitzeinschlag im Haus oder im Ort die Spannung in den Stromleitungen so stark steigt, dass Elektrogeräte beschädigt werden“, erklärt Franke.

Solche Schäden müssen oft zusätzlich in den Vertrag aufgenommen werden. Gleiches gilt für weitere Elementarrisiken wie Überschwemmungen. „Sind diese Zusatzrisiken vereinbart, zahlt der Versicherer auch, wenn ein Hochwasser die Wohnung durchnässt“, sagt Franke. „Je näher eine Wohnung an einem Gewässer liegt, desto teurer ist die Police. Selbst die Straßenseite, auf der man wohnt, kann darüber entscheiden, was die Versicherung kostet.“

Das Ranking zeigt: Die Anbieter bewerten das Risiko für bestimmte Adressen zum Teil sehr unterschiedlich. „Auch hier lohnt es sich zu vergleichen“, so Franke. Angesichts der Zunahme von Starkregen empfiehlt er, den Zusatzschutz auch abseits von Gewässern zu prüfen. Doch nicht nur das Überschwemmungsrisiko bestimmt die Prämie. „Wer in einem Stadtteil mit einer hohen Zahl an Einbrüchen oder Fahrraddiebstählen wohnt, zahlt meist ebenfalls mehr“, sagt Franke.

Viele Hausrattarife umfassen Fahrräder. Stiehlt ein Einbrecher ein Rad direkt aus dem Haus, ist es auch in den Basistarifen versichert – nicht aber, wenn es auf der Straße steht. Dafür ist eine Zusatzversicherung nötig. Außerdem gelten Obergrenzen, was den Wert des Fahrrads angeht: Im Musterfall sind Fahrräder in der Regel mit 1.000 Euro versichert, einige Anbieter zahlen auch mehr.

Auch für Wertsachen, wozu neben Schmuck, Kunst und Pelzen auch Bargeld zählt, legen die Versicherer in den Verträgen Höchstgrenzen fest. Um es in die Top-Ratingkategorie zu schaffen, muss mindestens ein Zehntel der Versicherungssumme solche Wertsachen absichern. „Für Personen, die besonders teure Wertsachen besitzen, sollte diese Summe noch aufgestockt werden“, so Franke.

Wenn tatsächlich ein Dieb in die Wohnung einbricht, übernehmen viele Versicherer eine weitere Leistung: Sie zahlen dafür, dass ein professioneller Dienstleister das Haus bewacht, bis es wieder sicher ist. Die Produkte im Topschutz-Ranking gewährleisten alle, dass der Versicherer diese Bewachungskosten mindestens für zwei Tage nach dem Schadensfall erstattet. Oft zahlen Assekuranzen auch für Schäden am Hausrat, die gar nicht in der Wohnung entstehen.

Die sogenannte Außenversicherung ist im Musterfall Voraussetzung. „Wenn etwa ein Dieb in das Hotelzimmer auf Mallorca einbricht und die Kamera klaut, erstattet der Versicherer den Neupreis“, so Franke. Wer im Heimatort auf der Straße ausgeraubt wird, erhält ebenfalls eine Entschädigung. Nicht versichert ist allerdings einfacher Taschendiebstahl.

Eine Voraussetzung ist, dass die Gegenstände sich nur vorübergehend außerhalb der Wohnung befinden. Wer etwa zwei Jahre lang im Ausland lebt und dort ausgeraubt wird, kann in der Regel nicht auf Entschädigung hoffen.

Die verschiedenen Tarife unterscheidet, wie lange sie den Schutz gewähren und welche Summen sie höchstens zahlen. Für mindestens drei Monate muss der Hausrat auch außerhalb der eigenen vier Wände versichert sein, damit ein Produkt im Top-Ranking erscheint. Die meisten Anbieter gewähren einen Schutz zwischen sechs und zwölf Monaten.

Blick auf die Vertragsdetails

„Diese Unterschiede jenseits unserer Mindestanforderungen kann man aus dem Ranking nicht direkt ablesen“, sagt Franke. Sprich: Ob die Außenversicherung nun zwölf Monate oder zwei Jahre gilt, hat keinen Einfluss auf die Stellung des Anbieters im Ranking. „Wer auf einen einzelnen Aspekt besonders großen Wert legt, sollte die Verträge im Detail vergleichen“, rät Franke. Dabei könne ein qualifizierter Vermittler helfen, der auf die Analysedatenbank von Franke und Bornberg Zugriff hat.

Um die beste Bewertung „FFF“ zu bekommen, müssen die Gesellschaften zusätzliche Kriterien erfüllen. Nur ein Versicherer, der beispielsweise auch Diebstähle aus dem Auto mit mindestens 1.000 Euro versichert, kann die Bestnote ergattern. Für den wichtigsten Punkt hält Franke jedoch: Wenn eine Person grob fahrlässig gehandelt hat, zahlt der Versicherer nur einen Teil des Schadens. Im schlimmsten Fall darf er die Leistung sogar komplett verweigern.

Versicherungen werten es zum Beispiel als grob fahrlässig, wenn ein Dieb durch ein offenes Fenster einbrechen kann – oder wenn eine Kerze auf dem Adventskranz unbeaufsichtigt brennt und dieser dann Feuer fängt. Ein Kunde kann beim Abschluss allerdings vereinbaren, dass der Versicherer darauf verzichtet, die Leistung in solchen Fällen zu streichen oder zu kürzen.

Franke rät, auf diesen Zusatz zu achten. Auch er ist eine Voraussetzung, um die beste Bewertung des Analysehauses zu erhalten. „Einige Tarife versichern allerdings nur eine niedrige Summe“, merkt Franke an.

Eine Versicherung, die all diese Kriterien erfüllt, ist die HDI. „Wir sind zwar nicht immer die Günstigsten, differenzieren dafür preislich über drei Produktlinien jeweils nach Kundenanspruch und Merkmalen des Hausrats“, sagt Henning Folkerts, der das Produktmanagement für Privatkunden leitet. „Innovationen gab es in der Hausratversicherung in den letzten Jahren wenig.“ Die Top-Tarife seien bereits sehr ausdifferenziert.

Als neues Feld gilt das vernetzte Zuhause: „Hier leisten wir, wenn die Smarthome-Sicherung manipuliert wird und sich dadurch unbeabsichtigt Fenster oder Türen öffnen“, so Folkerts. Bei der HDI können Versicherte ein Paket hinzubuchen, das die im Smarthome fest verbaute Elektronik bis 1 000 Euro mitversichert. Wer intelligente Technik einbaut, die das Haus überwacht, bekommt außerdem einen Preisnachlass bei der Hausratversicherung.

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