Zahnzusatzversicherung Die besten Tarife für Jung und Alt

Private Zahnzusatzversicherungen sind beliebt, aber teuer. Ähnlich sieht es bei Krankenhaus-Zusatzversicherungen aus. Das Analysehaus Morgen & Morgen hat für das Handelsblatt gute und günstige Tarife zusammengestellt.
  • Julia Groth
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Das Analysehaus Morgen & Morgen hat für das Handelsblatt die besten Tarife zusammengestellt. Quelle: dpa
Zahnzusatzversicherungen

Das Analysehaus Morgen & Morgen hat für das Handelsblatt die besten Tarife zusammengestellt.

(Foto: dpa)

Ein Besuch beim Zahnarzt kann schmerzhaft sein, nicht nur für die Zähne, sondern auch für den Geldbeutel. Vor allem für Zahnersatz müssen Patienten tief in die Tasche greifen. So kann ein Zahnimplantat je nach Schwierigkeitsgrad der Operation und Zustand des Kiefers mehrere tausend Euro kosten. Für Brücken, Prothesen und Kronen zahlen die Krankenkassen seit dem Jahr 2005 aber bloß einen festen Zuschuss. Der beträgt die Hälfte der durchschnittlichen Kosten der Regelversorgung.

Patienten zahlen also mindestens die Hälfte der Zahnersatz-Kosten selbst. Haben sie über die Jahre hinweg ein Bonusheft geführt, gibt es etwas mehr Geld. Für Leistungen, die über die Regelversorgung hinausgehen, etwa Goldkronen oder Implantate, bekommen Kassenpatienten ebenfalls nur den Festzuschuss – und müssen die Mehrkosten selbst tragen.

Wann die Versicherung hilft – und wann nicht
Wo sich die Verbraucher irren
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Ob Auto oder Hausrat – an Versicherungen kommt man in Deutschland kaum vorbei. Doch so praktisch die Policen auch sind, führen sie Verbraucher häufig auch in die Irre. Das Vergleichsportal „Toptarif“ hat die wichtigsten Irrtümer zusammengestellt.

Wer eine Versicherung abschließt, ist sofort versichert
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Wer eine private Versicherung abschließt, kann sie auch sofort in Anspruch nehmen? Falsch! Denn einige Policen besitzen sogenannte Wartezeiten. Damit wollen Versicherer verhindern, dass sie für Kosten aufkommen müssen, die bereits vor Vertragsabschluss entstanden oder absehbar waren. Die Dauer der Wartezeit variiert von Versicherung zu Versicherung. Sind es bei Rechtsschutzversicherungen für einige Rechtsbereiche drei Monate, kann die Wartezeit bei einer Zahnzusatzversicherung sogar bis zu acht Monate betragen. Nur für Versicherungsfälle nach Ablauf dieser Frist gibt es Geld.

Die Haftpflicht zahlt jeden Sachschaden
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Die Haftpflichtversicherung muss jeden Sachschaden übernehmen, selbst dann, wenn der Schaden nicht unmittelbar, sondern schleichend auftritt. Wer das glaubt, kann eine böse Überraschung erleben. Sorgt zum Beispiel eine leicht beschädigte Wasserleitung mit der Zeit für Wellen im Parkett, kann sich die Versicherung quer stellen. Denn sogenannte „Allmählichkeitsschäden“ sind nicht in jeder Police eingeschlossen. Gerade ältere Policen sind betroffen. Wer dagegen eine frische Haftpflichtversicherung abschließt, hat gute Chancen, dass sie auch schleichend auftretende Schäden übernimmt.

Eltern haften für ihre Kinder – und die Haftpflichtversicherung zahlt
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Wenn Kinder einen Schaden verursachen, springt immer die private Haftpflichtversicherung ein. Irrtum, denn Kinder unter sieben Jahren sind deliktunfähig und für ihre Schäden nicht haftbar – so steht es im Gesetz. In solchen Fällen haften die Eltern nicht. Solange sie ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt haben, müssen sie auch nicht für den Schaden aufkommen.

Wenn ein Warnschild angebracht ist, müssen Eltern haften
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Ein Warnschild „Eltern haften für Ihre Kinder“ hat übrigens keinen Einfluss darauf, ob die Eltern tatsächlich haften oder nicht. Auch hier gilt: Eltern haften nur, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben.

Die Unfallversicherung zahlt jeden Unfall
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Viele Verbraucher gehen davon aus, dass die Unfallversicherung für alle Unfälle aufkommt – egal wo, wie und wann sie geschehen sind. Dabei können Versicherte nur dann Leistungen beanspruchen, wenn sie dauerhafte gesundheitliche Einschränkungen erleiden. In erster Linie hängt die Erstattung dann von der Tatsache ab, ob die Definition eines Unfalls erfüllt ist. Laut den Musterbedingungen des GDV liegt ein Unfall vor, ....

Die Unfallversicherung zahlt jeden Unfall
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....wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis (Unfallereignis) unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet. Wer beim Laufen also umknickt und sich bleibende Schäden zuzieht, geht wohl leer aus. Es fehlt die Einwirkung von außen. Ebenso fallen Unfälle durch Bewusstseinsstörungen, wie zum Beispiel Trunkenheit oder Kreislaufstörungen, sowie alle normalen Erkrankungen aus dem Leistungskatalog. Aber auch hier gilt: Neue Tarife zahlen auch bei Schäden durch Eigenbewegungen, also bei Selbstverschulden oder bei bestimmten Bewusstseinsstörungen.

Die Höhe des Eigenanteils ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, zeigt eine Untersuchung der Krankenkasse Barmer. Im Jahr 2005 mussten Patienten demnach im Schnitt 724 Euro für Zahnersatz zuzahlen, im Jahr 2014 waren es 854 Euro. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen eine private Zahnzusatzversicherung abschließen. Solche Policen decken einen Teil der Eigenleistung ab. Manche Versicherer übernehmen den Eigenanteil sogar komplett. Deutsche Versicherungskunden hatten Ende vergangenen Jahres rund 15 Millionen Zahnzusatzpolicen abgeschlossen, berichtet das Maklermagazin procontra – fast doppelt so viele wie im Jahr 2005. Allein zwischen Januar und Oktober 2016 kamen rund 400.000 neue Verträge hinzu.

Auf den ersten Blick ist eine Zahnzusatzversicherung eine gute Idee. Auf den zweiten Blick lohnt sie sich allerdings nicht immer. Für manche Policen werden sehr hohe Beiträge fällig, obwohl das versicherte Risiko einigermaßen kalkulierbar und auch nicht bei allen Menschen sonderlich hoch ist. Andere Policen sind zwar günstig, übernehmen aber nur einen kleinen Teil der Eigenleistung. Im schlimmsten Fall kommt beides zusammen: Eine Zahnzusatzversicherung ist teuer und deckt zugleich nur einen kleinen Teil des Eigenanteils ab. „Wir stehen diesen Policen kritisch gegenüber“, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BdV).

Verbraucher sollten zuerst existenzbedrohende Risiken absichern und erst danach überlegen, ob es sich nicht lohnt, selbst für teure Zahn-Notfälle zu sparen. Nur, wenn plötzliche hohe Kosten drohen, etwa wegen bekannt schlechter Zahnsubstanz, sollte man über eine private Zusatzversicherung nachdenken, rät Boss. Und auch dann ist es vernünftig, sich zuerst mit seinem Zahnarzt zu beraten. Teure Extra-Leistungen wie Implantate kommen nämlich aus medizinischer Sicht gar nicht bei jedem Kiefer in Frage.

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