Fußball Euro 2020 „Wir haben gespürt, dass etwas Magisches in der Luft lag“ – Italiens Kapitän nimmt Pokal mit ins Bett

Das italienische Team gewinnt mit 4:3 nach Elfmeterschießen gegen England +++ Italiens Ministerpräsident Draghi empfängt neue Europameister +++ England untröstlich +++ Stimmen und Stimmungen zum EM-Finale.
12.07.2021 Update: 12.07.2021 - 12:39 Uhr 15 Kommentare

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    Stefan Kaufmann
    Italienische Mannschaft trifft nach EM-Sieg wieder in Rom ein
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    Stefan Kaufmann

    20,90 Millionen: Mehr TV-Zuschauer als beim EM-Endspiel 2016

    Das Endspiel hat dem ZDF zum Abschluss der Fußball-Europameisterschaft noch einmal ein Top-Einschaltquote beschert. Durchschnittlich 20,90 Millionen Menschen sahen am Sonntagabend den Sieg Italiens gegen England im Elfmeterschießen. Der Marktanteil lag nach Angaben des Senders bei 64,4 Prozent. Nur drei Spiele der deutschen Nationalmannschaft hatten bei der EM mehr TV-Zuschauer als das Finale.

    Das Endspiel der um ein Jahr verschobenen EM war erfolgreicher als das Finale 2016. Vor fünf Jahren hatten nach Angaben der AGF Videoforschung im Schnitt 18,834 Millionen vor dem Fernseher gesessen. Der Marktanteil der ARD-Übertragung beim Sieg Portugals gegen Frankreich lag damals bei 59,5 Prozent.
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    Stefan Kaufmann
    Die italienische Presse kommentiert den Triumph euphorisch, in den den britischen Blättern finden sich Trauer, Trotz aber auch und Stolz.
    handelsblatt_de
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    Stefan Kaufmann

     „It's coming Rome“: Italien feiert rauschende Titel-Party

    Um den silbernen EM-Pokal standen schon etliche Bierflaschen herum – viel mehr war auf den Jubelbildern aus der italienischen Europameister-Kabine kaum zu erkennen. Die Azzurri tanzten spät am Sonntagabend in London so ausgelassen, verspritzten Champagner und grölten ihre Freude heraus, dass die Kamerabilder die Öffentlichkeit arg verwackelt erreichten. In der Heimat feierten Tausende Tifosi glückselig auf den Straßen. 

    „Wir haben seit Mittwochabend gehört, dass der Pokal nach Hause zurückkehrt“, sagte Leonardo Bonucci in Anspielung auf das britische „Football's coming home“, das die Italiener einfach in „It's coming Rome“ umdichteten. „Tut mir leid für sie, aber heute Abend nimmt er einen schönen Flug nach Rom“, sagte Bonucci, der zum 1:1-Ausgleich getroffen hatte (67.). Dieser Triumph durch das 3:2 im Elfmeter-Drama gegen England sei „für alle Italiener. Wir haben daran geglaubt, für uns und für sie.“ Auf dem Weg zum Flughafen in der Nacht setzte Bonuccis kongenialer Defensivpartner Giorgio Chiellini den Pokal auf den Platz neben sich.

    Für Trainer Roberto Mancini war der Triumph besonders emotional: Er vergoss noch auf dem Platz Freudentränen. „Mir sind einfach die Tränen gekommen, als ich die Jungs gesehen habe“, sagte der 56-Jährige, der die Mannschaft nach der verpassten WM 2018 übernommen und zum großen Triumph geführt hatte. „Ich konnte noch gar nicht richtig glauben, dass wir es geschafft hatten.“ Den Sieg widme er „allen Italienern. Wir haben ihnen einen wunderschönen Monat der Freude geschenkt. Darüber sind wir sehr glücklich.“
    Party in Wembley...
    Party in Wembley...   Bild: dpa
    .. und Feiern in Rom
    .. und Feiern in Rom   Bild: dpa
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    Stefan Kaufmann

    FA verurteilt Rassismus nach vergebenen Elfmetern im EM-Finale

    LNach rassistischen Beleidigungen gegen die beim Elfmeterschießen im EM-Finale erfolglosen Profis Bukayo Saka, Marcus Rashford und Jadon Sancho hat sich der englische Fußballverband gewehrt. „Die FA verurteilt alle Formen von Diskriminierung und ist erschüttert über den Rassismus online, der in den sozialen Netzwerken auf einige unserer England-Spieler zielt“, hieß es in einer in der Nacht zu Montag verbreiteten Stellungnahme.

    „Wir könnten nicht deutlicher machen, dass jeder, der hinter solch widerlichem Verhalten steckt, als Anhänger unseres Teams nicht willkommen ist. Wir werden tun, was wir können, um die betroffenen Spieler zu unterstützen und drängen zugleich auf die härtest möglichen Strafen für jeden, der verantwortlich ist“, schrieb die FA weiter.

    Nach Angaben der US-Nachrichtenagentur AP ermittelt die Londoner Polizei wegen „beleidigender und rassistischer“ Nachrichten in den sozialen Netzwerken.
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    Stefan Kaufmann

    „Unerträgliche Schmerzen“: England trauert nach Elfmeterschießen

    Trainer Gareth Southgate ging sofort zum untröstlichen Bukayo Saka. Der 19-Jährige kämpfte nach seinem entscheidenden Fehlschuss im Elfmeter-Drama von Wembley im Arm seines Trainers lange mit den Tränen. „Natürlich ist es herzzerreißend für die Spieler“, sagte Southgate spät am Abend, nachdem der englische Traum vom ersten großen Fußball-Titel seit 55 Jahren durch das 2:3 im Elfmeterschießen gegen Italien auf bitterste Art und Weise geendet war. „Es ist nicht ihre Schuld“, betonte Southgate.

    Saka vergab als letzter Schütze, vor ihm der Noch-Dortmunder Jadon Sancho (21) und Marcus Rashford (23), die beide allein für das Elfmeterschießen eingewechselt worden waren. Alle drei waren nach der Entscheidung kaum aufzurichten. „Niemand ist auf sich alleine gestellt. Wir gewinnen und verlieren als Team“, sagte Southgate, der die Schuld auf sich nahm: „Das ist meine Entscheidung, nicht die der Spieler. Wir haben die besten Schützen ausgewählt, die auf dem Feld standen.“ Er, sagte der 50-Jährige, sei der, dem die Schuld zu geben sei.

    Im Wembley-Stadion weinten viele Fans. Zugleich bestand die Befürchtung, dass einige Anhänger ihre Wut in der Stadt oder auf dem Heimweg explodieren lassen. Schon vor dem Anpfiff hatte es in London und unmittelbar am Stadion mehrere hässliche Szenen gegeben.
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    Stefan Kaufmann

    Experten üben Kritik an Southgates Elfmeter-Risiko

    Die früheren Weltmeister Per Mertesacker und Christoph Kramer haben die Auswahl der englischen Schützen im Elfmeterschießen beim EM-Finale kritisiert. Vor allem die Entscheidung für die kurz vor Ende der Verlängerung eingewechselten Marcus Rashford und Jadon Sancho sei „sehr fahrlässig“ von Nationaltrainer Gareth Southgate gewesen, befand Mertesacker im ZDF. Beide hatten verschossen, ehe dann auch der erst 19 Jahre alte Bukayo Sako scheiterte und die Three Lions 2:3 gegen Italien verloren.

    Rashford (23) und Sancho (21) seien „in der Konstellation bei diesem Turnier nicht die richtige Wahl“, sagte auch ZDF-Experte Kramer. Coach Southgate habe sie während der EM weitgehend „links liegen lassen“, zudem seien sie „blutjung“. Sie dann sehr spät in die Partie zu bringen mit dem Auftrag, einen Elfmeter zu verwandeln, sei „psychologisch einfach nicht gut. Sie haben sowieso kein gutes Gefühl, weil sie das ganze Turnier der Mannschaft nicht wirklich helfen konnten, weil sie nicht wichtig waren“, sagte Kramer.
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    Stefan Kaufmann
    Italiens Fußball-Nationalmannschaft wird nach dem Gewinn des Europameistertitels am Montag in Rom von Ministerpräsident Mario Draghi empfangen. Der Regierungschef wolle sich nach dem 3:2-Sieg im EM-Endspiel im Elfmeterschießen gegen England persönlich bei der Mannschaft und dem Trainerteam bedanken, teilte die Regierung am späten Sonntagabend nach der Partie im Londoner Wembley-Stadion mit.
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    Stefan Kaufmann

    Es ist das schlimmste Gefühl, wenn man verliert. Es war ein fantastisches Turnier von uns. Wir müssen den Kopf oben behalten. Aber natürlich tut es weh, es tut sehr weh.

    Harry Kane, Englands Kapitän

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    Stefan Kaufmann
    So äußern sich die siegreichen Italiener nach dem Triumph: 
    Gianluigi Donnarumma: „Wir sind außergewöhnlich gewesen, wir sind super-glücklich. Wir haben gesagt, es fehlt ein Zentimeter, wir haben es geschafft. Es ist eine unglaubliche Sache, wir sind eine fantastische Mannschaft und verdienen es alle. Wir geben niemals auf, auch wenn wir ein frühes Gegentor kassieren. Es war nicht leicht, sie haben gut verteidigt. Aber wir waren spektakulär, wir waren grandios.“

    Giorgio Chiellini: „Wir haben gewonnen, wir haben gespürt, dass etwas Magisches in der Luft lag. Wir haben es verdient, ganz Italien hat es verdient. Es war ein unglaubliches Gefühl. Danke an alle, die Teil dieser Reise in den vergangenen drei Jahren waren. Genießen wir es einfach, es ist wunderschön. Der Schlüssel war es, Fußball zu spielen und Spaß zu haben. Auch wenn wir ein frühes Tor kassiert haben, haben wir den Rest der Partie dominiert. Wir haben Geschichte geschrieben, genießen wir es. Morgen wollen wir mit allen Italienern feiern.“

    Leonardo Bonucci: „Ein historisches Tor. Ein Traum, der wahr geworden ist. Wir haben daran geglaubt seit Beginn der Vorbereitung. Es war etwas anders als sonst. Wir haben uns gegenseitig Sicherheit gegeben, waren eine wirkliche Gruppe. Wir genießen das jetzt nur, so viele Menschen sind schon vor der Siegerehrung gegangen. Sie haben gedacht, der Pokal würde hier in London bleiben, jetzt kommt er nach Rom. Italien hat mal wieder eine Lektion erteilt. Wir sind 34 Spiele ungeschlagen. Wir wussten, wenn wir das tun, was wir können, bringen wir den Pokal nach Hause.“

    Emerson: „Das war ein wunderschöner Abend, wir haben uns auf diesen Moment so gefreut. Ab dem ersten Tag hatten wir die Hoffnung zu siegen, jetzt wollen wir nur noch feiern. Wir haben nicht nachgelassen, unser Spiel gespielt. Das ist die Kraft Italiens, wir haben gekämpft und geschwitzt bis zur letzten Sekunde.“

    Federico Bernardeschi: „Ich habe dieses Jahr sehr viel gelitten, es war keine leichte Saison für mich. Wenn du so eine Saison spielst, ist es manchmal kompliziert. Ich muss mich bei allen bedanken, die immer an mich geglaubt haben, auch wenn es nicht gut lief. Wir sind auf dem Dach Europas, es hätte nicht besser zurückgezahlt werden können. Ich will jetzt den Abend genießen, diese Sache. Man kann die Gefühle nicht beschreiben. Ein wirklich unbeschreibliches Gefühl.“
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    Anne Schwedt

    Europameister Italien kassiert 28,25 Millionen Euro UEFA-Prämie

    Für den Finalsieg bei der Europameisterschaft kassiert Italiens Fußball-Nationalmannschaft acht Millionen Euro aus dem Preisgeldtopf der UEFA. England muss sich nach der 2:3-Niederlage im Elfmeterschießen mit fünf Millionen Euro Prämie für die Teilnahme am Endspiel begnügen, wie aus der von der Europäischen Fußball-Union vor dem Turnier festgelegten Geldverteilung hervorgeht.

    Italien streicht damit die für den Titelgewinner maximal mögliche Summe von 28,25 Millionen Euro ein. 9,25 Millionen gab es als Startgeld für jede Mannschaft. Für die drei Siege in den Gruppenspielen verbuchte die Squadra Azzurra jeweils eine Million Euro. Der Einzug ins Achtelfinale brachte 1,5 Millionen, der Sprung in die nächste Runde weitere 2,5 Millionen. Für das Halbfinale erhielten die Italiener weitere vier Millionen Euro.

    Insgesamt sollten bei dem Turnier 331 Millionen Euro ausgeschüttet werden. Eigentlich hätten es sogar 40 Millionen mehr sein sollen, doch wegen der Coronakrise reduzierte der Dachverband die Summe für das um ein Jahr verschobene Turnier. Dennoch ist die Summe des Preisgelds immer noch ein Rekord. Vor fünf Jahren beim Turnier in Frankreich, das erstmals mit 24 Teilnehmern gespielt wurde, hatte die UEFA 301 Millionen Euro ausgezahlt. Damals lag die mögliche Maximalsumme für den Europameister bei 27 Millionen Euro.
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    Anne Schwedt

    Wir sind unglaublich enttäuscht. Die Spieler haben alles gegeben, was sie hatten. (...) Wir sind weiter, als wir so lange gekommen sind. Aber im Moment tut es einfach sehr weh. Ich habe entschieden, wer die Elfmeters schießt. Niemand ist alleine. Wir haben als Team gewonnen und verlieren als Team. Wenn es um das Elfmeterschießen geht, liegt es allein an mir.

    Englands Trainer Gareth Southgate

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    Anne Schwedt

    Wir haben ein frühes Tor kassiert, aber wir haben reagiert und den Sieg verdient. Wir freuen uns, ich hoffe, dass die Menschen in Italien feiern.

    Italiens Trainer Roberto Mancini 

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    Anne Schwedt

    Italien zum zweiten Mal Fußball-Europameister

    Italien hat sein mitreißendes Turnier mit dem zweiten EM-Triumph nach 1968 gekrönt und die Hoffnungen von Gastgeber England auf den ersten Titel seit 55 Jahren zerstört. Vor der spektakulären Wembley-Atmosphäre von 67.173 Zuschauern setzte sich die Mannschaft von Trainer Roberto Mancini am Sonntag in einem intensiven und hochspannenden Endspiel mit 3:2 im Elfmeterschießen durch. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden.

    Die Azzurri steckten den Schock des frühen Rückstandes durch Luke Shaw (2. Minute) weg und glichen zunächst durch Leonardo Bonucci aus (67.). Im Elfmeterschießen vergaben dann die Engländer Marcus Rashford, der Noch-Dortmunder Jadon Sancho und Bukayo Saka.

    Italien blieb damit auch im 34. Spiel in Serie ungeschlagen und belohnte sich drei Jahre nach der verpassten WM 2018 für ein starkes Turnier. Die Three Lions dagegen müssen weiter auf ihren ersten Titel seit dem WM-Erfolg 1966 warten.

    Auch die frühe Führung und eine starke Leistung reichten dem Team von Trainer Gareth Southgate nicht zur Erlösung. Für den Coach war es nach der erfolglosen Heim-EM 1996 zugleich der nächste persönliche Wembley-Rückschlag: Vor 25 Jahren hatte Southgate im alten Londoner Stadion im EM-Halbfinale als Einziger seinen Elfmeter gegen Deutschland verschossen und den Titel-Traum der Engländer beendet.

    Wie emotional aufgeladen die Stimmung war, demonstrierten schon die Szenen Stunden vor dem ersten Pfiff des niederländischen Schiedsrichters Björn Kuipers. Die meisten Fans feierten friedlich, aber nicht wenige benahmen sich auch daneben und versuchten, ohne Tickets in das Stadion zu gelangen. In der Innenstadt herrschte teilweise Ausnahmezustand, es kam auch zu Schlägereien und Gewalt. Die Lage im Stadion schien aber weitgehend unter Kontrolle, pünktlich um 21.00 Uhr begann der finale Akt der EM. Dass kurz vor Ende der regulären Spielzeit ein Flitzer auf den Platz gelangte, geht nur als Fußnote in die Geschichte dieses denkwürdigen Fußball-Abends ein.
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    Andreas Neuhaus

    Sterling erinnert mit Twitter-Bild an Jugend im Schatten von Wembley

    Ein Junge schaut mit einem Fußball in der Hand aus dem Fenster auf das Wembley-Stadion: Mit diesem Bild hat sich England-Star Raheem Sterling auf das EM-Finale gegen Italien am Sonntag in der britischen Hauptstadt eingestimmt. „Du bist der Schöpfer deines eigenen Erfolgs #BoyFromBrent“, schrieb er am Sonntag dazu. Sterling wuchs im Londoner Stadtteil Brent auf, in dem auch das Wembley-Stadion steht. Er hat ein ähnliches Motiv auch als Tattoo. Zudem sieht man auf dem Bild auch eine jamaikanische Fahne, dem Geburtsland des 26-Jährigen.
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    Andreas Neuhaus

    Etliche Fans feiern vor EM-Finale in London ohne Abstand und Masken

    Stunden vor dem Finale der Fußball-Europameisterschaft zwischen England und Italien haben Hunderte Fans vor dem Wembley-Stadion gefeiert. Vor allem Anhänger der englischen Mannschaft tanzten und sangen am Sonntagnachmittag in unmittelbarer Nähe zur Arena im Nordwesten Londons, einige von ihnen zündeten Bengalos. Wie schon im Vorfeld vieler anderer EM-Spiele in London trugen sie fast alle keine Masken und hielten keinen Abstand zueinander.

    Mehr als 60 000 Zuschauer sollen bei der Partie am Abend (21.00 Uhr/ZDF und Magenta TV) im Stadion sein. Zwar gelten offiziell Masken- und Abstandsregeln in der Arena, Bilder und Videos hatten dennoch auch während der Partien in London Szenen wie vor der Corona-Pandemie gezeigt. Die Engländer bestreiten gegen Italien ihr erstes großes Finale seit der Weltmeisterschaft 1966.
    Fans zünden vor dem Wembley-Stadion in London Rauchfackeln.
    Fans zünden vor dem Wembley-Stadion in London Rauchfackeln.   Bild: dpa
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    Tim Spark

    Fans stimmen sich auf EM-Finale ein - Steigende Corona-Zahlen

    Begleitet von erneut angefachten Diskussionen über den Umgang der Europäischen Fußball-Union mit der Corona-Pandemie haben sich in London Tausende Fans auf das Finale der Europameisterschaft eingestimmt. Während am Sonntag rund um Trafalgar Square und Piccadilly Circus am Sonntag in den Stunden vor dem Endspiel zwischen Gastgeber England und Italien (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) die Menschen ohne Abstand und Masken feierten, herrschte darüber angesichts steigender Corona-Zahlen Unverständnis. Die europäische Gesundheitsbehörde ECDC zählte weitere Infektionen in Zusammenhang mit dem paneuropäischen Turnier - erstmals auch aus Deutschland.

    Insgesamt ließen sich in Deutschland 18 Infektionen mit der EM in Verbindung bringen, wie die EU-Agentur in ihrem wöchentlichen Bericht mitteilte. Insgesamt wurde in der vierten Turnierwoche im Vergleich zur Vorwoche ein leichter Anstieg auf 2535 Infektionsfälle verzeichnet. In Ländern, in denen es Massenansammlungen wie bei der EM und keine ausreichenden vorbeugenden Maßnahmen gebe, werde erwartet, dass das Risiko von europaweiter Übertragung von Covid-19 und Varianten des Coronavirus steige, hieß es in dem Bericht.
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      15 Kommentare zu "Fußball Euro 2020: „Wir haben gespürt, dass etwas Magisches in der Luft lag“ – Italiens Kapitän nimmt Pokal mit ins Bett"

      Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

      • Wenn man im Spiel nicht hingeht, wo es wehtut, soll man sich nicht hinterher jammern !!!

      • Viele Jahre zu spät!

        Analog der Kanzlerschaft von A. Merkel!


      • DER DFB ist nur noch ein Chaos-Verein, Affairen, Intrigen und dazu ein überforderter
        Trainer und Manager (Löw und Bierhoff- lassen es zu, dass die Mannschaft sich mit Nebensächlichen Dingen beschäftig -Bunt-, anstatt sich auf das Spiel zu konzentrieren.
        Sie hätten sich einmal die U21 anschauen sollen.
        Es gibt viele Ähnlichkeiten wie bei der Bundesregierung.

      • Ein Vergleich des Deutschland-/Englandspiels mit unserer CDU_kanzlerin und ihrer Kanzlerschaft ist nicht statthaft. Mit so wenig Mut, Aktivität und Spiel-Genauigkeit wie unsere Altherren-Mannschaft gezeigt hat, hätte man nicht mal einen Tag als Kanzlerin überstanden. Angela Merkel hätte sich einen solchen Auftritt nicht erlauben können. Außer J. Kommich sollten alle sog. Natioanlspieler gleich mit Jogi Löw zurücktreten. Die U 21 er Mannschaft hat es besser gemacht

      • Ein Vergleich des Deutschland-/Englandspiels mit unserer CDU_kanzlerin und ihrer Kanzlerschaft ist nicht statthaft. Mit so wenig Mut, Aktivität und Spiel-Genauigkeit wie unsere Altherren-Mannschaft gezeigt hat, hätte man nicht mal einen Tag als Kanzlerin überstanden. Angela Merkel hätte sich einen solchen Auftritt nicht erlauben können. Außer J. Kommich sollten alle sog. Natioanlspieler gleich mit Jogi Löw zurücktreten. Die U 21 er Mannschaft hat es besser gemacht

      • @Herr Max Heck
        Die ganze Welt ist weitgehend homophob - nicht nur der Fußball.
        Grundsätzlich macht es schon Sinn, sich in europäischen Ländern einzumischen, wenn etwas "schief" läuft, nur so gelingt ein europäischer Zusammenhalt dauerhaft.
        Das mediale Interesse hilft da durchaus.

        Zu Löws Leistung: Warum darf so ein schwacher Trainer auch noch nach der miserablen letzten WM weiter im Amt bleiben. Es erinnert an Merkel-Leyen-Spahn. Die Seilschaften funktionieren sehr, sehr lange!

      • Ein bunter Anstrich hilft nicht
        Der Profifußball ist im Kern homophob
        Die Fußballwelt ist zurzeit in Regenbogenfarben getaucht. Ist der Sport damit endlich im 21. Jahrhundert angekommen? Wohl kaum! Die eifrigen Solidaritätsbekundungen verschleiern nur die nach wie vor homophoben Strukturen des Profifußballs.

      •  (...) Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

      • Überflüssigste Moraldiskussion des Jahres. Top Ablenkung von den wirklichen Problemen. Während ganz Deutschland so einen Quatsch diskutiert werden wichtige Themen vernachlässigt und der Rest der Welt lacht sich über Deutschland kaputt.

        Besser Ungarn machen lassen was es will und sich um seinen eigenen Kram kümmern. Man muss nicht immer zu allem was andere Länder anders machen seinen Senf dazugeben. Das Ausland prangert auch nicht alles was in Deutschland schief läuft an und macht eine Staatsaffaire daraus. Aber bei uns maßt man sich sowas immer direkt an und will den anderen Ländern sagen wie es zu laufen hat.

        Wir schimpfen China weil es leute in Zwangserziehungslager schickt... Was wollen wir denn China schimpfen und denken es interessiert sie. Wir sind von China abhänging, nicht umgekehrt. Wer das nicht kappiert der sollte mal vor Ort gehen.

        Egal was die Diskussion ist sowieso Zeitverschwendung....

      • Probleme hat man nicht, die schafft man sich!

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