Immobilien-Blick: Wie Verbraucher ihre Immobilie finanzieren
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Foto: HandelsblattDeutschland ist ein Mieterland. Die Wohneigentumsquote – also der Anteil an Haushalten, die in den eigenen vier Wänden wohnen – liegt hierzulande nach Zahlen des Statistischen Bundesamts nur bei knapp über 42 Prozent. Diese Quote möchte die Bundesregierung erhöhen und hat darum die Förderkonditionen des Programms Wohneigentum für Familien verändert. Seit Anfang dieser Woche gelten zum Beispiel höhere Einkommensgrenzen.
Die Landesbausparkassen untersuchen jährlich den Wohnungsmarkt und geben damit einen Überblick zur Marktlage im Neubau und Bestand für 995 Städte und Gemeinden. Die diesjährigen Ergebnisse dazu hat die Bundesgeschäftsstelle der Landesbausparkassen im Immobilienpreisspiegel 2023 online und als Broschüre veröffentlicht.
In der aktuellen Auswertung wird darauf eingegangen, wie schwer es ist, sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Denn die höheren Zinsen und die gestiegenen Baukosten erschweren den Immobilienerwerb. 419 Immobilienexperten von den Landesbausparkassen und Sparkassen wurden befragt, wie die Verbraucher darauf reagieren.
72 Prozent der Befragten gaben an, dass die Immobilieninteressenten mehr Arbeiten in Eigenleistung erbringen würden, um so auf die höheren Kosten durch gestiegene Zinsen zu reagieren. Aber auch Kompromisse bei Objekt und Standort seien an der Tagesordnung, schreibt die Analyseabteilung der Landesbausparkassen. Wer kann, mobilisiert zudem weitere Kapitalquellen. Auf den Erwerb zu verzichten sei für die meisten keine Option, heißt es. Nur sieben Prozent der befragten Vermittler gaben das als Reaktion der Interessenten an.