Reformer des Jahres Thomas de Maizière - Der Anführer

Große Auftritte und Halbheiten sind nicht seine Sache. Voller Tatkraft, diszipliniert und kompetent – so hat sich Thomas de Maizière darangemacht, die dringend nötige und komplexe Reform der Bundeswehr umzusetzen.
  • Klaus-Peter Müller
9 Kommentare
Verteidigugnsminister Thomas de Maizière. Quelle: Reuters

Verteidigugnsminister Thomas de Maizière.

(Foto: Reuters)

Der aus einer Hugenottenfamilie aus der Nähe von Metz stammende Thomas de Maizière bietet dem Betrachter ein breites Spektrum. Er ist streng evangelisch, wertkonservativ, sehr diszipliniert, hat mehr als 30 Jahre Erfahrung mit dem öffentlichen Dienst und in ihm. Ein Technokrat also? Beileibe nicht.

In Bonn geboren, vermutet man angesichts der Strenge im Blick in ihm nicht unbedingt eine rheinische Frohnatur. Und doch stellen Freunde wie Gegner neidlos fest: Er ist schlagfertig, gerne auch mal witzig.

Man darf unterstellen, dass er in seinem Elternhaus schon früh mit politischen Themen befasst war. Der Vater, ein noch heute hoch geschätzter Generalinspekteur der Bundeswehr, die Mutter, Künstlerin, temperamentvoll und diskussionsfreudig, boten dafür ein fruchtbares Umfeld. Schon vor dem Abitur mit 17 Jahren trat er in die CDU ein, absolvierte den Wehrdienst und wurde Reserveoffizier, studierte Jura und engagierte sich in Münster im RCDS.

Er hat – mehr als jeder andere deutsche Politiker – in 21 Jahren sechs Ministerpräsidenten gedient. Angefangen bei Richard von Weizsäcker und Eberhard Diepgen, führte ihn der Weg ins Team von Vetter Lothar de Maizière (dem er auch noch eine junge Dame als stellvertretende Pressesprecherin empfahl) und zu den Ministerpräsidenten Bernd Seite, Kurt Biedenkopf und Georg Milbradt.

2005, nach gewonnener Bundestagswahl, erinnerte sich die frühere stellvertretende Pressesprecherin im Team des letzten Ministerpräsidenten der DDR seiner und berief ihn als Chef des Kanzleramts in ihr Kabinett. Ein starkes Team – Angela Merkel und Thomas de Maizière. Als Bundesminister des Inneren war er heikle Missionen gewohnt und deshalb eine logische Wahl für die Besetzung des schwierigen Amtes als Bundesverteidigungsminister.

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9 Kommentare zu "Reformer des Jahres: Thomas de Maizière - Der Anführer"

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  • Sind Sie der, der auf den Marktplätzen mit seinem Schild "ERWACHET!" Tag und Nacht auf- und abgeht ???

  • ihr Kommentar glänzt auch nicht gerade mit Konstruktivismus! Und ich lese keinerlei ideologiebehafteten Blätter. Ich weiss nur, dass Lothar de Maiziere die Verträge der Wiedervereinigung mit unterschrieben hat und dabei zu dem Zeitpunkt kaum Legitimation von der Bevölkerung hatte!

    Ich will endlich Politiker mit Profil, die nicht irgendwelche Produkte aus Hinterzimmern sind, sondern sich mit der Bevölkerung identifizieren.

    Wie das geschehen soll, ist sehr fraglich; denn bei einem Volk, was zum Großteil aus Mitläufern besteht, ist kein ziviler Ungehorsam zu erwarten.

    Dazu ein Zitat von Napoleon II. Bonaparte:
    " Von einem so braven , so vernünftigen, so kalten, so geduldigen Volke wie den Deutschen habe man gar nichts zu befürchten, am allerwenigsten irgendwelche Auschreitungen"

    Willkommen im Klub, Wolfgang und R2D2. Ihr seid darunter zu verstehen!

  • Solche " Leute " wie Sivercoin82 einfach nicht beachten. Die können nix, außer ihren geistigen Müll in Foren abzusondern !!!

  • @Wolle: Noch Restalkohol im Blut von gestern? :-)

  • Sofern sich Sie sich auf Ihren eigenen beziehen, kann man Ihnen nur uneingeschränkt beipflichten.

  • Leute wie "Silvercoin82" (der Name sagt schon einiges)kotzen mich an, Kritik, Kritik, Kritik aber keinen Vorschag für einen der es besser machen könnte. Typisch für Menschen die von morgens bis abends das "Neue Deutschaland" lesen.

  • Ein Kommentar mit absolutem 0-Wert.

  • Neue Politiker braucht das Land. die de Maizeres und alle anderen aktuell Aktiven, haben ausgedient.

  • Klingt mir - trotz Weihnachten - ein bisschen zu sehr "verliebt" und zu wenig hinterfragend. Denke auch, dass er einen guten Job macht und einige Stärken hat. Nur noch durch die rosa-rote Brille darauf zu gucken, ohne Dinge kritisch zu hinterfragen, ist zu kurz gedacht. Er ist gut, aber nicht Super-Man und hat genauso Schwächen, wie jeder andere auch.

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