Jean Ziegler „G7 ist eine reine Zirkusveranstaltung“

Es ist der renommierteste „Gegendemonstrant“: Der 81 Jahre alte Soziologe und Uno-Sonderberichterstatter Jean Ziegler spricht als Globalisierungskritiker auf den G7-Gegenveranstaltungen – und fordert Reformen.
Der Soziologe war in jungen Jahren Chauffeur von Che Guevara und mit Sartre befreundet. Quelle: dpa
Jean Ziegler

Der Soziologe war in jungen Jahren Chauffeur von Che Guevara und mit Sartre befreundet.

(Foto: dpa)

Herr Ziegler, seit Jahrzehnten kämpfen Sie unverdrossen für Ihre Ziele. Wird man da mit 81 Jahren nicht irgendwann müde?
Oh nein! Also rein biologisch schon: Beim Skifahren geht es langsamer. Aber ich habe jeden Tag das Gefühl, der Tag ist das reine Wunder. Das klingt empathisch, aber es ist so. Ich hatte und habe unglaubliche Privilegien. Die demokratische Gesellschaft, Redefreiheit, Professor an der Universität, die Uno-Mandate. Und gleichzeitig kennt man die Opfer. Von ihnen trennt uns nur der Zufall der Geburt. Da kann man nicht einfach sagen, ich höre auf. Ruhestand für einen Intellektuellen, das heißt ja, aufzuhören zu denken. Soll ich sagen, mich interessiert die Welt nicht mehr?

Jetzt weiterlesen

Erhalten Sie Zugriff zu diesem und jedem weiteren Artikel im

Web und in unserer App für 4 Wochen kostenlos.

Weiter

Sie sind bereits registriert? Jetzt einloggen

Jetzt weiterlesen

Erhalten Sie Zugriff zu diesem und jedem weiteren Artikel im

Web und in unserer App für 4 Wochen kostenlos.

Weiter

Sie sind bereits registriert? Jetzt einloggen

Mehr zu: Jean Ziegler - „G7 ist eine reine Zirkusveranstaltung“

Serviceangebote