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Asia Business Insights Technologiekonzerne aus Fernost stürmen an die Weltspitze

Asiatische IT-Konzerne holen in der Forschung und Entwicklung auf. Besonders in der Automobilbranche entwickelt sich China zum großen Konkurrenten.
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Die Jahrestagung der deutsch-asiatischen Wirtschaft von Handelsblatt und HSBC, Hyatt Regency Düsseldorf. Quelle: Frank Beer für Handelsblatt
Handelsblatt-Tagung

Die Jahrestagung der deutsch-asiatischen Wirtschaft von Handelsblatt und HSBC, Hyatt Regency Düsseldorf.

(Foto: Frank Beer für Handelsblatt)

DüsseldorfWird Asien den Westen in den wichtigsten Zukunftsmärkten und -technologien überholen? Die Teilnehmer der Konferenz „Asia Business Insights„ von Handelsblatt und HSBC gaben darauf am Dienstag eine klare Antwort: 58 Prozent halten das für sicher, 37 Prozent sehen die Technologiekonzerne aus Fernost „eventuell“ bald an der Weltspitze.

Unternehmen aus China und Indien gehören bereits heute in zahlreichen Industrien zu den wichtigsten Treibern der technologischen Entwicklung. Sie profitieren von ihrem riesigen Heimatmarkt – und im Fall Chinas auch von politischer Unterstützung. So wird in China der Umstieg auf die Elektromobilität per Quote praktisch erzwungen. Im Land haben sich zahlreiche Hersteller und Zulieferer geformt, die auf die neue Technologie fokussiert sind.

Etwa der E-Autohersteller Nio. Dessen Topmanager Jianfeng Mu hält es für eine grundlegende Stärke seines Unternehmens, dass es niemals Verbrennungsmotoren produziert hat und somit nicht wie die etablierten westlichen Autobauer einen schwierigen Umbau des alten Geschäftsmodells stemmen muss. Batterieproduzenten wie CATL haben in China schon eine führende Position – auch, weil die heimischen Hersteller gegenüber den ausländischen bevorzugt werden.

Nun drängt CATL nach Deutschland und baut in Erfurt eine Batteriefabrik für die Belieferung europäischer Hersteller. China setze gezielt und schnell Anreize für den Ausbau der E-Mobilität, beobachtet Volkmar Tanneberger, Technikchef von Saic Volkswagen, dem chinesischen VW-Joint-Venture. Besonders hervorstechend sind derzeit chinesische E-Commerce-Konzerne wie Tencent und JD.com. Mit ihren hochautomatisierten Lieferketten bewegen sie sich technologisch auf Augenhöhe mit Amazon.

Sie setzen stark auf den Verkauf westlicher Konsumprodukte. Tim Petzinna, der bei Henkel den globalen Vertrieb von Kosmetikprodukten leitet, sieht mehrere Gründe für den boomenden E-Commerce in China: Zum einen gelten die Chinesen als sehr verliebt in digitale Anwendungen über ihr Smartphone. Zudem verfügt das Land schon lange über eine starke Handelslandschaft.

Dazu kommt das Liefersystem. E-Commerce-Märkte mit ausgeprägtem Paketdienst wachsen besonders schnell, beobachtet Katja Busch, Chief Commercial Officer bei Deutsche Post DHL Group. Das ist ein Grund, warum Indien nach Ansicht der Experten derzeit noch rund fünf Jahre hinter dem chinesischen E-Commerce-Markt zurückliegt.

Doch Indien punktet mit technologisch führender Software: 300 Millionen Inder nutzen bereits den mobilen Bezahldienst Paytm, der seine Plattform bald auch in Japan etablieren will. Ähnlich wie Alipay in China profitiert Paytm davon, dass es im Heimatland wenig traditionelle Bezahlsysteme gibt. Ebenfalls aus Indien kommen hochbewertete Start-ups wie Freshworks – einem Softwareanbieter für bessere Kundenbindung, der im Ausland erfolgreich ist.

Mehr: Auf der Handelsblatt Konferenz „Asia Business Insights“ erklärt HSBC-Managerin Helen Wong warum China kein Follower mehr, sondern ein Trendsetter ist.

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