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The Shift Summit Vielfalt wird zum Wettbewerbsfaktor

Beim digitalen Summit der „The Shift Initiative“ für mehr Diversität in der Wirtschaft wurde deutlich: Deutschland hat starken Nachholbedarf.
01.11.2020 - 18:37 Uhr Kommentieren
Ada-Gründungsverlegerin Miriam Meckel (rechts) im Gespräch mit Lanxess-Arbeitsdirektorin Stephanie Coßmann (links) und Douglas-Chefin Tina Müller.
The Shift Summit 2020

Ada-Gründungsverlegerin Miriam Meckel (rechts) im Gespräch mit Lanxess-Arbeitsdirektorin Stephanie Coßmann (links) und Douglas-Chefin Tina Müller.

Düsseldorf „Diverse Studien zeigen, dass Deutschland immer das Schlusslicht bildet“, sagt Victoria Wagner, CEO und Gründerin der Initiative Beyond Gender Agenda und beschreibt damit das Problem mangelnder Diversität innerhalb deutscher Unternehmen: „Das steht einfach in starker Diskrepanz zu der wirtschaftlichen Performance unseres Landes. Diese Lücke muss geschlossen werden, sonst werden wir den starken wirtschaftlichen Vorteil, den wir als Land haben verlieren und nicht mehr wettbewerbsfähig sein.“

Wagner war Ende vergangener Woche Teil einer Diskussionsrunde des „The Shift Summit“, einer digitalen Veranstaltung der „The Shift Initative“ der Handelsblatt Media Group, zu der unter anderem auch das Handelsblatt und die WirtschaftsWoche gehört. Die Initiative setzt für mehr Vielfalt in den Unternehmen als Voraussetzung für nachhaltiges Wachstum des Wirtschaftsstandorts Deutschland ein. „The Shift“ haben sich auch zahlreiche Partner angeschlossen.

Wagner bezieht sich mit ihren Aussagen auch auf Studien, die besagen, dass Diversität den Unternehmenserfolg erhöhen kann. So kommt die Unternehmensberatung McKinsey in einer Studie zum dem Schluss, dass Unternehmen alleine mit einer höheren Durchmischung von Männern und Frauen die Profitabilität um 25 Prozent erhöhen können, mit mehr internationalen Mitarbeitern um 36 Prozent.

Hier finden Sie den Livestream von Stage 1 des Summit.

Den Nachholbedarf beim Thema Diversität in Deutschland versuchen einige Unternehmen nun mit klaren Zielen auszugleichen – zunächst vor allem für den Frauenanteil in der Mitarbeiterschaft. Die Deutsche Bahn will schon bis 2024 den Anteil von Frauen von derzeit 20 auf 30 Prozent erhöhen.

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    Sigrid Nikutta, Vorstand Güterverkehr Deutsche Bahn, ist eine von zwei Frauen im Vorstand des Konzerns, der zu 100 Prozent in Staatsbesitz ist. „Das ist der Beginn einer sehr rasanten Entwicklung“, sagte Nikutta bei „The Shift Summit“.

    Das häufig gezogene Argument in der Debatte, es sei schwierig Frauen für Führungspositionen zu finden, will sie nicht gelten lassen: „Ja, natürlich geht es“, betonte Nikutta, die nicht nur im Vorstand der Deutschen Bahn ist, sondern auch CEO der Tochter DB Cargo. Dort ist die Frauenquote im Vorstand 50 Prozent. „Das habe ich zusammengestellt und ich musste mich noch nicht mal anstrengen“, sagte sie.

    Hier finden Sie den Livestream von Stage 2 des Summit.

    Auch der Chemiekonzern BASF will den Anteil von Frauen in Führungspositionen von derzeit 25 Prozent auf 30 Prozent im Jahr 2030 erhöhen, wie Michael Heinz, Vorstand und Arbeitsdirektor bei BASF, erklärte. Aber bei Diversität käme es nicht nur auf Zahlen an, sondern darauf, Inklusion auch zu leben. Schließlich würde die Vielfalt von Meinungen in seinem Konzern auch dazu führen, dass man zu ganz anderen Lösungen komme, so Heinz.

    Das ist auch Tina Müller, CEO von Douglas wichtig: „Man darf das nicht immer auf das Geschlecht herunterdeklinieren“, sagt sie. „Am Ende haben wir alle einen anderen Führungsstil und der hat dann gar nichts mit Mann oder Frau zu tun, sondern mit Erfahrung, Persönlichkeit und Werdegang.“

    Denn Diversität ist weit mehr als ein hoher Frauenanteil im Unternehmen. Das wurde bei der Veranstaltung sehr deutlich.

    Auch Ikea-Deutschlandchef Dennis Balslev betonte: „Man muss sich entscheiden, daran zu glauben, dass Inklusion und Diversität ein besseres Ergebnis für das Unternehmen erzielen.“ Natürlich könne man nicht alles an einem Tag oder einer Woche ändern. „Aber mit einem klaren Ziel können wir Führungskräfte die Umstände ändern. Es ist nicht immer einfach, eine hohe Diversität im Team zu haben – aber das Resultat lohnt sich.“

    Besonders während der Corona-Pandemie: „In der Krise braucht es innovative Ideen und da kommen wir nicht weiter, wenn wir auf traditionelle Modelle setzen“, sagte Beyond-Gender-Agenda-Chefin Wagner. „Sondern wir müssen uns öffnen und verschiedene Perspektiven zulassen, um mit neuen Lösungen auf unvorhersehbare, plötzlich eintretende Dimensionen wie die Corona-Pandemie reagieren zu können.“

    Mehr Informationen zum The Shift Summit finden Sie hier.

    Mehr Themen rund um Vielfalt in der Wirtschaft finden Sie hier.

    • HB
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