Kalifornien Zahl der Vermissten nach Brandkatastrophe steigt sprunghaft

Mindestens 63 Menschen starben durch das verheerende Feuer in Nordkalifornien – und es muss mit weiteren Opfern gerechnet werden. Denn die Zahl der Vermissten ist drastisch gestiegen.
16.11.2018 - 07:11 Uhr 1 Kommentar
Zerstörte Häuser und ausgebrannte Autowracks prägen das Bild in der fast völlig vom Feuer verwüsteten Ortschaft Paradise. Quelle: dpa
Waldbrände in Kalifornien

Zerstörte Häuser und ausgebrannte Autowracks prägen das Bild in der fast völlig vom Feuer verwüsteten Ortschaft Paradise.

(Foto: dpa)

Paradise/Washington Das „Camp“-Feuer in Nordkalifornien hat nach neuesten Angaben mindestens 63 Menschen das Leben gekostet. Damit ist der Waldbrand schon jetzt die Feuerkatastrophe mit der höchsten Opferzahl in der Geschichte des US-Bundesstaats.

Und eine Neuauswertung eingegangener Notrufe lässt noch Schlimmeres befürchten. Demnach stieg die Zahl der Vermissten drastisch von rund 200 auf 631, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf Kory Honea, den Sheriff von Butte County.

In der fast völlig abgebrannten Ortschaft Paradise suchten Rettungskräfte in den Häuserruinen weiter nach Vermissten. Hunderte von Helfern in weißen Schutzanzügen und speziell ausgebildete Spürhunde durchkämmten die Trümmer nach möglichen sterblichen Überresten.

Angehörige stellten DNA-Material zur Verfügung, um bei der Identifizierung von Opfern zu helfen. Viele der geborgenen Leichen sind bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.

Die Feuerwehrleute machten unterdessen Fortschritte, die Brände zu löschen. Die Flammen im Raum Paradise waren nach Angaben der Behörden am Donnerstag zu 40 Prozent eingedämmt.

Im Süden Kaliforniens, wo das „Woolsey“-Feuer nahe Malibu zwei Menschenleben forderte, konnten die Brände zu fast 60 Prozent eingedämmt werden. Für Südkalifornien teilte der Nationale Wetterdienst mit, man hoffe, dass die Bedrohungslage an diesem Freitag abnehme.

Beide Feuer haben zusammen Hunderte Quadratkilometer Wald und Tausende Häuser zerstört. Doch auch in anderen Teilen Kaliforniens waren Auswirkungen der Katastrophen wie etwa Rauchbelastung zu spüren. Die Behörden warnten vor schlechter Luftqualität.

In San Francisco wurde am Donnerstag der Betrieb der beliebten Cable-Car-Bahnen eingestellt. Statt der offenen Bahnen würde Busse eingesetzt, teilte die Verkehrsbehörde in einem Tweet mit.

US-Präsident Donald Trump will am Samstag nach Kalifornien reisen, um sich mit Betroffenen der schweren Waldbrände zu treffen.

  • dpa
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1 Kommentar zu "Kalifornien: Zahl der Vermissten nach Brandkatastrophe steigt sprunghaft"

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  • Was ist das für ein Land, das ca. 600 Millarden Dollar pro Jahr für Rüstung ausgibt, aber nicht in der Lage, ( oder nicht Willens ist ), seine Bürger und ihre Häuser vor Feuer zu schützen ??
    Klar, in mehr Schutz vor Waldbränden ( sehr oft in Kalifornien ) zu investieren,bringt kein PROFIT(...)

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